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Reisebericht Australien 2003

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Sonntag, 27.04.03
Auf diesen Tag haben wir so lange sehnsüchtig gewartet. Nun ist es soweit. Endlich! Ich bin schon seit
Tagen so aufgeregt, dass ich kaum noch durchschlafen kann. Wir fliegen zu unseren allerliebsten
Freunden Helen und Ron nach Melbourne- Australien. Fünf erlebnisreiche Wochen liegen nun vor
uns. Ich habe uns eine Reiseroute mit den wichtigsten Übernachtungen und Sehenswürdigkeiten
ausgearbeitet. Margrit und Arno fahren uns um 17:45 Uhr zum Flughafen Tegel. Um 20:10 Uhr geht
unsere Maschine. Auf dem Flughafen ist ordentlich was los. Plötzlich geht das Fließband nicht mehr
und die Abfertigung gerät ins Stocken. Nach einiger Wartezeit geht es dann aber doch weiter, und
pünktlich um 20:10 Uhr heben wir ab. In Frankfurt geht es mit dem Sky-Shuttle zum Terminal E. Unser
Gepäck wird von Berlin bis Melbourne durchgecheckt. Mal sehen, ob das klappt. Auch in Frankfurt
starten wir pünktlich um 23:55 Uhr. Wir sitzen in Reihe 71der letzten 7 Zweierreihen und haben die
reservierten Sitzplätze J+K. Wir fliegen mit Quantas. Der Service ist gut, und wir sitzen sehr bequem!
Auch bei Quantas gibt es auf jedem Platz einen Bildschirm. Man kann wählen zwischen 12
Programmen mit den verschiedensten Angeboten. Außerdem stehen noch diverse Musiksender und
Spiele zur Verfügung. Die Fernbedienung ist auch gleichzeitig Telefon, und man kann damit in alle
Welt telefonieren. Dazu braucht man nur seine Kreditkarte. Inzwischen servieren die Stewardessen
das Abendessen. Wir wählen Schweinefilet und dazu einen Rotwein - haben im Flugzeug aber schon
besser gegessen. Das Frühstück allerdings ist reichlich und bietet von allem etwas. Um 17:25 Uhr
Singapore-Zeit landen wir nach 11 1/2 Stunden Flugzeit. Wir gehen in Singapore in den Transit. Um
19:45 Uhr geht unser Weiterflug nach Melbourne. Dann trennen uns noch 7 Stunden von Helen und
Ron. Am Dienstag, dem 29.04. werden wir am frühen Morgen um 4:45 Uhr in Melbourne landen.
Helen und Ron holen uns ab. Da müssen sie schon in der halben Nacht aufstehen. Wir freuen uns
riesig!! Ein Traum geht in Erfüllung! Auf unsere Weltreise 1998 haben wir beschlossen, in 3-4 Jahren
für ca. 5 Wochen nach Australien zu fliegen. Helen und Ron haben uns inzwischen auch schon
zweimal in Berlin besucht. Sie haben uns geschrieben, sie möchten unseren Aufenthalt so gestalten,
dass wir Australien nicht mehr vergessen werden. Mann, sind wir aufgeregt!! So wir sind jetzt in der
Transithalle und vertreiben uns noch ein wenig die Zeit. Norbert rasiert sich, und ich mache mich
etwas frisch. Hier im Flughafengebäude ist es ganz schön schwül. Unsere Bordkarten für den
Weiterflug haben wir schon in Frankfurt erhalten. Um 19:10 Uhr ist Boarding, und um 19:45 Uhr
starten wir. Auch in dieser Maschine gibt es wieder Socken, Zahnbürste, Augenbinde ect.. Wir sitzen
diesmal Reihe 71 Sitz A+B. Die Maschine ist eine 747 und nicht ausgebucht. Viele Plätze sind leer.
Auf diesem Flug gibt es ein leichtes Dinner. Man kann wählen zwischen Lachs und Rindfleisch in
Rotweinsoße. Wir nehmen letzteres. Dazu trinken wir natürlich einen Rotwein. Ich bin jetzt ganz schön
müde. Von Frankfurt nach Singapore habe ich vielleicht nur 1 1/2 -2 Stunden geschlafen. Nach dem
Essen werde ich wenigstens versuchen, noch etwas zu schlafen. Um 4:34 Uhr Melbourne-Zeit sollen
wir schon landen. Das Essen ist gut, nur schlafen kann ich nicht. Pünktlich um 4:40 Uhr landen wir.
Die Kontrollen sind hier sehr genau. Das ist aber auch gut so. In Singapore haben wir selbst im Transit
viele Menschen mit Atemmaske rumlaufen sehen. Seit Anfang 2003 ist SARS bekannt. Es ist eine
hochinfektiöse Lungenerkrankung, die in schlimmsten Fällen zum Tode führen kann. Ihren Ursprung
hat sie in China. Andere asiatische Länder und auch Kanada sind betroffen. Deshalb haben wir auch
die Übernachtungen in Singapore storniert und anstandslos das Geld für das Hotel zurückerstattet
bekommen. Die Passagiere, die aus China oder anderen asiatischen Ländern, sowie Kanada
einreisen, werden separat abgefertigt. Eine Zollbeamtin läuft mit einem Hund durch die Ankunftshalle.
Er schnüffelt nach Food und Drogen. Am Röntgengerät müssen wir einen Koffer öffnen. Man fragt uns
ebenfalls nach Lebensmitteln. Wir haben aber nur Gummibärchen für die Enkelkinder dabei.
Alles läuft sehr entspannt und freundlich ab. Endlich durch den Zoll, sehen wir Helen und Ron wieder!!
Ich kann es kaum fassen! Nach einem Jahr treffen wir uns nun wieder! Die Freude ist riesig!!
Hoffentlich vergeht die Zeit schöön langsam!!! Draußen ist es noch dunkel. Ron fährt mit uns etwa 1
Stunde über den Highway. Um 6:15 Uhr sind wir an Helen und Rons Zuhause. Es ist herrlich hier!
Durch ein schönes Portal fahren wir auf das 5 ha große Grundstück. Das Haus ist wundervoll, und wir
fühlen uns hier gleich wohl. Der Hund und die Katze begrüßen uns freudig. Erst einmal trinken wir ein
frisches australisches Bier (habe noch nie so früh ein Bier getrunken!), und dann haben wir uns sehr
viel zu erzählen. Helen und Ron freuen sich sehr über das Porzellan und die anderen kleinen
Geschenke. Das Grundstück ist wundervoll gelegen, und das Haus steht auf einer Anhöhe. Von hier
hat man einen herrlichen Blick auf die umliegenden Hügel und die Nachbarfarmen. Unter 5 ha darf
man hier kein Land erwerben! Wir packen ein wenig aus und duschen. Um das Haus herum fliegen
wundervolle bunte Papageien und riesige weiße Kakadus. Helen und Ron füttern sie jeden Morgen
und dann ist hier doll was los. Wir setzen uns auf die Terrasse, trinken einen Kaffee und genießen die
wundervolle Aussicht. Heute morgen war es noch bewölkt, und nun haben wir den herrlichsten
Sonnenschein. Der Kaffee hilft aber auch nicht mehr sehr viel gegen die Müdigkeit, und so legen wir
uns ein wenig hin. Sind jetzt zwei Tage ohne Schlaf auf den Beinen. Das ist ein bisschen viel! Nach
etwas Schlaf geht es uns gleich wieder besser. Helen bekocht uns vorzüglich, und bei einem sehr
guten australischen Rotwein haben wir uns noch viel zu erzählen. Der lange Flug ist doch nicht so
spurlos an uns vorbeigegangen, und so fallen wir gegen 22:30 Uhr wie erschlagen in unsere Betten.
Morgen wollen Helen und Ron mit uns eine dreitägige Rundfahrt mit dem Auto machen (Phillip Island,
19-Mile Beach und Wilsons-Promotory NP.). Mal sehen, was uns da so erwartet. Mit vielen schönen
neuen Eindrücken schlafen wir endlich ein.

Mittwoch, 30.04.03
Ja, es ist korrekt. Durch die Zeitverschiebung (8-10 Std.) und den langen Flug haben wir heute schon
Mittwoch. Nach dem Frühstück geht es los. Leider fängt es an zu regnen. Na ja, man muss das Beste
draus machen. Heute geht es erst mal südöstlich bis zu Phillip Island zur Pinguin-Parade. Schon seit
unzähligen Jahren kommen hier die Pinguine Tag für Tag immer an der gleichen Stelle aus dem Meer
an Land um zu brüten. Sie brüten ein oder zwei Tage und gehen dann zwei Stunden vor
Sonnenaufgang wieder zurück ins Meer. Es ist die kleinste Pinguinart, die es auf der Welt gibt. Lustig
ist es anzusehen, wenn die kleinen Gesellen über den Strand rennen, um an Land ihr Nest zu suchen.
Viele Japaner sind unter den Besuchern. Der Wind bläst recht frisch und nach einiger Zeit ist uns, trotz
Wetterjacke, ganz schön kalt. Ganz in der Nähe der Pinguin-Parade liegt Nobbie-Point, wo man auf
riesigen Felsen liegende Seerobben beobachten kann. Auch hier weht uns der Wind recht heftig um
die Nase. Vorher haben wir noch einen kleinen Park besucht, wo es Kängurus, Koalas Wombarts,
Kakadus und vieles mehr zu bestaunen gibt. Die Kängurus sind so zutraulich, dass sie einem aus der
Hand fressen. Im Arthus Motor Inn (Vier Sterne) haben wir ein Zimmer für 4 Personen gebucht. Es ist
sehr groß, hat ein zusätzliches Zimmer mit drei Einzelbetten, eine kleine Küche und ein gutes Bad (95
AUD). Wir ordern für morgen das Frühstück. Man kann alles, was zu einem guten Frühstück gehört,
bestellen. Es wird dann zu einer vorgegebenen Zeit unserer Wahl durch eine Klappe ins Zimmer
geschoben. Bezahlt wird dann bei Abreise an der Rezeption. Nach der Pinguin-Parade essen wir im
Best Western ein Menü: Porterhouse-Steak mit Pfeffersoße und zum Nachtisch Schokoladentorte mit
Schlagsahne. Dazu trinken wir ein tasmanisches Bier. Vom Haus bekommen wir als kleine
Aufmerksamkeit noch ein Glas Wein serviert. Ich möchte jetzt nicht übertreiben, aber das Steak war
so groß, so etwas habe ich noch nicht gesehen. Das waren bestimmt 500g oder mehr!! Und
ausgesprochen gut! Alles für 18 AUD + Bier und Kaffee. Jetzt sind wir aber genudelt. Nix geht mehr!
Es war ein netter Abend! Schnell noch unter die Dusche und dann ab ins Bett. Ich werde noch ein
paar Zeilen schreiben. Morgen soll das Wetter schön werden. Wir wollen dann weiter östlich zur 90-
Mile-Beach fahren. Gute Nacht!
Donnerstag, 01.05.03
Heute fahren wir weiter in den Tarra Bulga Nationalpark., einem herrlichen Regenwald, der
überwiegend aus riesigen Farnen und mächtigen Eukalyptusbäumen besteht. Hier sind unter anderem
der Wombat und der schöne Lyrebird zu Hause. Vom Visitor-Center aus hat man die Möglichkeit,
mehrere Spaziergänge oder Wanderungen auf gut angelegten Wegen zu unter- nehmen. Wir laufen
bis zur Suspensions Bridge, einer großen Hängebrücke, und wieder zurück. Auf der Strecke haben wir
das große Glück, einen Lyrebird zu sehen! Auf einem Rastplatz im Park treffen wir eine Familie aus
Tasmanien. Das freut besonders Helen, denn sie kommt von dort. Übrigens, Ron ist ein wunderbarer
Autofahrer, und der Wagen fährt wie eine Biene. Nach unserem Besuch im NP. fahren wir weiter zur
90-Mile- Beach. Wir fahren vorbei an unzähligen Farmen mit hunderten von Rindern und Schafen.
Durch den trockenen Sommer dieses Jahr, mussten viele Farmer ihre Rinder verkaufen oder
notschlachten, weil sie kein Futter mehr hatten. So stehen jetzt viele Farmen leer und werden zum
Verkauf angeboten. Da wir an der 90-Mile-Beach kein Hotel oder Motel finden, fahren wir ca. 39km
weiter nördlich nach Sale. Es ist schon ein größerer Ort mit etwa 30.000 Einwohnern. Wir buchen in
einem Best Western zwei Doppelzimmer a` 70 AUD + Frühstück und laufen dann in den Ort, um
etwas zu essen. Nach dem Essen tut es sehr gut, noch ein paar Schritte zu laufen. Heute war es
heiter bis wolkig bei 17°C. Morgen erwartet uns ebenfalls wechselhaftes Wetter mit einzelnen
Regenschauern. Je nachdem, wie das Wetter morgen mitspielt, wollen wir einen ausgiebigen
Strandspaziergang machen. Jetzt höre ich aber erst einmal auf zu schreiben, denn mir fallen gleich
die Augen zu. Morgen geht es dann wieder zurück nach Melbourne. Bis dann!
Freitag, 02.05.03
Es ist 8:00 Uhr und die Sonne scheint. Bei uns in Old Germany ist es jetzt Donnerstag/Freitag 24:00
Uhr. Gegen 9:00 Uhr klopfen wir bei Helen und Ron und fahren los. Heute geht es immer Richtung
Golden Beach zur 90-Mile-Beach. Als wir losfahren, zieht sich der Himmel zu. Für heute und
Samstag/Sonntag haben sie noch Regen angesagt. Am Meer angekommen, ist plötzlich der Himmel
wieder blau und die Sonne scheint. Wir machen einen ausgiebigen Strandspaziergang. Es gibt hier
viele herrliche Muscheln. Der Strand ist wirklich sehenswert. Keine Menschenseele und km-langer
herrlicher, sauberer weißer Sand- strand. Helen zieht sich die Schuhe und die Strümpfe aus und läuft
barfuss. Es ist jetzt wunderbar warm. Auf der Fahrt hierher haben wir zwei tote Kängurus am
Straßenrand gesehen. Auch Wombats gibt es in Strandnähe. Nach unserem Spaziergang fahren wir
wieder zurück Richtung Melbourne. Helen und Ron wollen uns noch eine Käsefabrik zeigen. Die hat
aber leider geschlossen. Kaum sind wir ein paar Kilometer vom Strand entfernt, zieht es sich auch
schon wieder zu und fängt an zu regnen. Da haben wir ja großes Glück gehabt, dass es auf der
Rundfahrt so gut wie gar nicht geregnet hat! Gegen Mittag legen wir eine Rast ein, um eine Kleinigkeit
zu essen. Wenn wir wieder bei Helen und Ron zu Hause sind, haben wir etwa 680 km mit dem Auto
zurückgelegt. Kurz vor Melbourne werden in einer kleinen Halle am Rand der Straße Produkte der
umliegenden Farmen verkauft. Alles ist etwa die Hälfte billiger als bei uns in Berlin! Ron lädt gleich
einen großen Sack Kartoffeln ins Auto. Dann geht es nach Hause. Unterwegs holen wir noch schnell
für Helen und für Linette ein paar Blumen und einige Postkarten für daheim. Bei Helen und Ron
angekommen, laden wir kurz alles aus, und ich suche die mitgebrachten Geschenke für die Kinder
von Linette und Peter raus. Wir wollen Linette und ihrer Familie kurz einen Besuch abstatten. Freudig
werden wir begrüßt. Die drei Jungen sind sehr lieb und nett und freuen sich sehr über die kleinen
Geschenke, die wir mitgebracht haben. Wir verabschieden uns und fahren mit Helen und Ron noch
etwas essen. Es ist ein italienisches Familien-Restaurant, und das Essen ist super. Ich bestelle
Rigatoni mit Hühnchen und Avocado in Gorgonzolasoße und Norbert isst Seafood-Pizza. Helen und
Ron essen Kalbfleisch. Alle Portionen sind riesig und kaum zu schaffen. Zum Nachtisch dann noch ein
Tiramisu und einen Espresso. Ron hat eine Flasche Wein mit ins Restaurant genommen (BYO). Bring
Your Own-Restaurants sind Häuser ohne Ausschanklizenz, und man kann sich sein eigenes
alkoholisches Getränk mitbringen. Inzwischen sind wir ganz schön müde. Morgen legen wir erst
einmal einen Ruhetag ein. Dann heißt es Kofferpacken, da wir am Sonntag nach Cairns weiterfliegen.
Vielen Dank, lieber Ron und liebe Helen, das war eine herrliche Rundfahrt!! Gute Nacht!
Samstag, 03.05.03
Für heute haben sie Regen angesagt und es ist bewölkt aber nicht kalt (ca. 18°C). So werden wir
eben ein wenig faulenzen! Um 9:00 Uhr frühstücken wir ganz gemütlich, ich schreibe ein paar Zeilen
an Zuhause und dann packen wir die Koffer für unsere Tour. Da wir in drei Wochen wieder zu Helen
und Ron zurückkommen werden, lassen wir einige Sachen hier. Nach dem Lunch machen wir mit Ron
einen zweistündigen Spaziergang durch den nahe gelegenen N.P.. Das große Feuer vor etwa 3
Monaten hat auch hier immensen Schaden angerichtet. Etwa 35 Löschfahrzeuge waren im Einsatz,
zusätzlich noch Helikopter mit Waterbags. Wir sehen ca. 6-8 Kängurus. Überall m N.P. gibt es
,,Tracks". Das sind große Schneisen, die bei Bränden ermöglichen, das Feuer besser und schneller
unter Kontrolle zu bringen. Am Eingang des Parks steht auf einem Schild eine Telefon-Nummer. Sieht
man einen Fuchs, ruft man sofort diese Nummer an, und ein Ranger oder Förster kommt und tötet
dieses Tier. In letzter Zeit sind die Füchse hier zu einer Plage geworden. Zurück am Haus trinken wir
einen Kaffee und Ron zeigt uns einen Urlaubsfilm über Alaska. Es ist ein herrliches Land, und wir
denken auch schon darüber nach, dort einmal etwas Zeit zu verbringen. Zum Dinner gibt es Fisch und
einen ganz hervorragenden Wein aus dem Barossa Valley - einen 1996 Shiraz Rotwein! Einfach
super!!! Wir reden noch lange über Gott und die Welt. Morgen geht unser Flug nach Cairns.

Sonntag, 04.05.03
Die Sonne lacht und wir haben jetzt um 8:00 Uhr ca. 13°C. Ron sagt, es wird ein schöner Tag mit
etwa 21°C. Um 11:45 Uhr geht unser Flug nach Cairns. Aber erst einmal frühstücken wir gemütlich.
Der Flug nach Cairns dauert gut 3 Stunden. Der Flug nach Cairns dauert gut 3 Stunden. Die Sicht ist
herrlich klar. Wir fliegen mit einer 737-300 der Quantas und sitzen Reihe 12A +12B. Gleich bekommen
wir einen Lunch serviert. Es schmeckt mittelmäßig. Die Maschine ist recht schmuddelig, und die
Stewardessen sind sehr unfreundlich!! Bei der Landung ist es bewölkt und es regnet. Am Flughafen
werden wir schon erwartet. Eine Stunde später sind wir im Hotel an der Trinity Beach. Es liegt
wunderschön, nur durch eine kleine Anliegerstraße getrennt, direkt am Strand. Eddie, der Manager
begrüßt uns. Wir buchen gleich 3 Ausflüge und gehen dann erst einmal auf unser Apartment. Es ist
wunderbar groß und mit allem nur denkbarem Komfort. Der Balkon ist bestimmt doppelt so lang wie
unsere Terrasse zu Hause. Nun schnell die Klimaanlage an, denn die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch,
und bedingt dadurch ist es sehr schwül. Die Anlage liegt in einem herrlichen Garten, und von unserem
Balkon aus können wir das Meer sehen. Hier kann man sich so richtig wohl fühlen! Wir rufen Helen
und Ron an und lassen sie wissen, dass wir gut gelandet sind. Auf geht`s zum
Orientierungsspaziergang. Es gibt eine kleine Strandpromenade und einige sehr gute Restaurants. So
gegen 18:30 Uhr wird es dunkel. Das geht jetzt immer schneller, da es Herbst ist und der Winter vor
der Tür steht (ab 1. Juni). In einem italienischen Restaurant essen wir eine Pizza. Schmeckt
ausgezeichnet, allerdings recht teuer! Anschließend gehen wir noch einige Lebensmittel einkaufen,
damit wir auf unserem schönen Apartment frühstücken können. Alkoholische Getränke gibt es nur im
Bottle-Shop. Kaufen einen Rotwein Mc.Williams Hanwood Shiraz 2001. Er hat 2002 eine
Goldmedaille bekommen! So, für heute haben wir genug erlebt. Morgen wollen wir früh aufstehen. Es
geht auf große Fahrt in den Daintree-N.P. und zum Cape Tribulation.
Montag, 05.05.03
Um 6:30 Uhr klingelt der Wecker. Ich habe schlecht geschlafen. Es hat die ganze Nacht geregnetnein,
gegossen!! Nun ist es bewölkt und es nieselt leicht. Gegen 7:30 Uhr werden wir an der
Beachside des Hotels abgeholt. Es ist ein riesiges 4W-Drive-Fahrzeug mit übergroßen
Panoramafenstern. Es ist so groß, dass sich an der vorderen Seite eine gewaltige Klappe nach oben
öffnet, und eine Einstiegtreppe nach unten ausfährt. Im Fahrzeug ist Platz für 40 Personen. Wir sind
heute 20 Personen. Das ist ok für solch einen Ausflug. Das Fahrzeug ist klimatisiert und sehr gepflegt.
Wir haben sechs Engländer dabei. Jeder Sitz ist mit einem Sicherheitsgurt ausgerüstet. Wir sind fast
die letzten Leute, die zusteigen. Die meisten Teilnehmer kommen aus den Hotels in Cairns. Auch in
Palm Cove holen wir noch ein Ehepaar ab, dann sind wir vollzählig und es geht los. Unser erster
Stopp nördlich von Cairns ist Port Douglas. Die 1877 gegründete Hafenstadt mit der Marina Mirage,
dem Sheraton Mirage und der schönen Four-Mile Beach hat sich heute zu einem beliebten
Touristenörtchen entwickelt. Wenige km nördlich von P.D. liegt Mossmann, ein riesiges
Zuckerrohranbaugebiet. 1896 wurde hier zum erstenmal Zuckerrohr angebaut. Wir fahren in die
Mossmann George, das ist ein Teil des Daintree River Nationalparks. Hier halten wir und machen eine
kleine Wanderung durch den dichten Urwald. Leider regnet es etwas, und auch die Mücken sind recht
hartnäckig. Zum Glück haben wir uns vorher mit Mückenöl eingerieben! Der 56.000 ha große D.N.P.
ist einer der wichtigsten und nur schwer zugängigsten Schutzzonen der Wet Tropics. Nach Mossmann
George überqueren wir mit einer Fähre den Daintree River. Im Fluss leben die gefährlichen
Salzwasser- krokodile!!! Überall stehen riesige Warnschilder!!! Die letzte Krokodilattacke auf
Menschen gab es im Jahr 1994! (Auf dem Rückweg machen wir eine Fahrt auf dem Fluss, um nach
Krokodilen Ausschau zu halten) Angeltouren können ebenfalls hier gebucht werden. Nachdem wir mit
der Fähre übergesetzt haben, führt eine inzwischen asphaltierte Straße durch den Cape Tribulation
Park, in dem der Regenwald bis zu den Sandstränden wuchert!! Der Nationalpark wurde von der
Unesco zum Weltnaturerbe der Menschheit erklärt. Mehr als 1.100 Baum- und Pflanzenarten hat man
hier in den Regenwäldern gezählt. Während der Regenzeit gibt es oft unpassierbare Strassen. Vom
Cape Tribulation aus, welches nach Capt. Cook benannt wurde- sein Schiff schlug am Korallenriff leck
- ist die Strasse nur noch mit Allrad- Gelände- wagen zu befahren (extreme Steigungen und
Flussdurchquerungen!!). Wir fahren vorbei an riesigen Teeplantagen bis zum Jindalba-Boardwalk.
Auch hier führt uns unser Tourguide über einen aus Holzplanken angelegten Steg direkt in den
Urwald. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen. Dennoch ist Vorsicht geboten, um nicht auf den
nassen Blättern aus- zurutschen. Es ist einfach fantastisch, und man hat ein Gefühl, das schwer zu
beschreiben ist. Hier entfaltet und ent- wickelt sich die Natur ohne Zutun von Menschenhand. Es ist
absolut beeindruckend!!! Riesige Lianen bahnen sich ihren Weg. Eukalyptusbäume, Gummibäume
und Farne wachsen hier in unvorstellbaren Dimensionen. Von den Temperaturen her ist es zu
ertragen. Die Luftfeuchtigkeit ist lange nicht so hoch wie in der Karibik. Wir entdecken kleine Leguane,
viele bunte Vögel und riesige Spinnen. Am Parkplatz machen wir eine Kaffee- und Teepause, dann
geht es weiter zur Cape Tribulation Beach. Leider ist es bewölkt. Trotzdem mache ich ein paar Fotos
von dieser herrlichen Bucht, an der der Urwald bis an den Strand reicht. Auch die Mangroven bahnen
sich ihren Weg bis an die Beach!! Jetzt ist erst einmal Mittagspause. Norbert isst Fisch, und ich
bestelle mir ein Krokodilsteak. Dazu gibt es einen herrlichen Salat und Weißwein; zum Nachtisch
Früchte der Region und einen Kaffee. Gestärkt geht es nun zurück zum Daintree River, um auf einem
Boot Ausschau nach Krokodilen zu halten. Wir haben Glück und sehen ein riesiges ca. 5m langes
Krokodil!! Es liegt leicht versteckt in den Mangroven und schläft. Auf dem Rückweg sehen wir noch
ein Baby-Krokodil. Wieder sicher in unserem großen 4W-Vihicle, geht es zurück Richtung Cairns und
vorbei an der Palm Cove Beach. Übrigens, auch eine gute Alternative, um dicht am Regenwald und in
der Nähe von Cairns zu wohnen. Voller großartiger Ein- drücke sind wir wieder in unserem Apartment
angelangt. Wir machen uns ein wenig frisch, und gehen dann im Thai- Restaurant, direkt am Strand,
noch etwas essen. Alles ist vorzüglich gewürzt und schmeckt hervorragend! Das war heute ein
erlebnisreicher Tag, den wir nicht so schnell vergessen werden. Da fällt mir noch etwas ein - wir
haben im Restaurant einen ganz exzellenten Rotwein getrunken.1 Flasche Yalumba Shiraz 2000!! Für
17,50 AUD§!! Für 2 Bier zahlen wir bei uns zu Hause schon 6 Euro! Hoffentlich wird das Wetter
morgen endlich ein wenig besser. Aber wenn es eben so sein soll, ist es auch egal. Wichtig ist, was
man mit seinen eigenen Augen sieht, kann einem keiner mehr nehmen. Natürlich können Fotos auch
schön sein und die Erinnerungen wiederbringen. Doch auch unser Gedächtnis speichert die schönen
Momente, und die bleiben ewig!!! Ich werde jetzt noch ein paar Zeilen schreiben und nachlesen, was
es morgen alles zu sehen gibt. Gute Nacht!
Dienstag, 06.05.03
Das Wetter wird wieder besser. Es ist heiter bis wolkig bei 21°C. Wir frühstücken gemütlich und laufen
dann immer am Strand entlang zu einem Look-out. Von hier aus hat man einen großartigen Blick auf
die Trinity Beach. Heute ist das Baden im Meer verboten!! Die rote Flagge hängt am Strand. Wegen
des Windes sind die Strömungen zu stark. Außer- dem darf man nur an bestimmten
Strandabschnitten baden, da von Dezember bis Mai der Jelly Fish hier zu finden ist. Das ist eine
bestimmte Quallenart, deren Biss sehr gefährlich ist!! Ist man aber gebissen worden, stehen am
Strand Behälter mit Essigflaschen zur 1. Hilfe bereit. Essig über den Biss gießen und Life Guard zur
Hilfe holen oder ,,000" wählen!!! Auch vor Haien und Krokodilen sollte man sich in Acht nehmen!! Zum
sicheren Baden sind an gekennzeich- neten Stellen Netze im Wasser gespannt, die verhindern, das
besagte Tiere hindurch schwimmen. Um 12:10 Uhr werden wir an der Bushaltestelle neben dem Hotel
abgeholt. Unser Fahrer heißt David und arbeitet für Cairns Discovery Tours. Man merkt sofort, dass
ihm seine Arbeit Spaß macht. Wir sind insgesamt 12 Leute und fahren mit einem kleinen Bus. David
fragt uns nach unseren Vornamen und kann sich auch den ganzen Tag alle unsere Namen merken.
Er ist im botanischen Bereich sehr bewandert und hat in vielen Bereichen ein ausgesprochen gutes
Wissen, das er uns sehr anschaulich weitergibt (Karten, Bücher ect.). Die Tour ist ein Erlebnis und
sehr zu empfehlen- aber nur mit David! Er kommt übrigens aus Südafrika und hat lange Zeit in Wales
gelebt. Ab und an fliegt er zu seiner Family nach Melbourne. Er liebt über alles das Tropische, deshalb
hat er sich für Queensland als Wohnort entschieden. Wir machen eine kleine Stadtrundfahrt durch
Cairns mit seinen 120.000 - 135.000 (je nach Saison) Einwohnern. Wer die Abwechslung und das
Lebhafte liebt, der ist in Cairns in einem der vielen Hotels gut aufgehoben. Er fährt sogar mit uns über
den Friedhof von Cairns, um uns einige Vogelarten zu zeigen. Im Hafen liegt das UK-Marineschiff der
Prinzessin Margarethe von England. Weiter geht es zu den Flying Doctors, wo wir einen Einblick über
die Arbeit der 1972 gegründeten Basis bekommen. Die Basis in Cairns ist eine von 7 insgesamt in
Queensland und besteht aus 3 Flugzeugen, 9 Ärzten, 5 Piloten, 2 Psychologen und vielen anderen
Helfern. Sie alle sind die medizinische Verbindung zwischen Cairns und dem Outback. Gegründet
wurden die Flying Doctors 1928 von Reverend John Flynn, der als Missionar unterwegs war. Heute
sind die Flying Dr.`s rund um die Uhr im Einsatz. Weiter geht es zu einem gemütlichen Coffee-Shop,
wo wir kleine Muffins mit Marmelade und Schlagsahne probieren. Dazu gibt es einen Tee oder einen
Kaffee. Es regnet wieder wie aus Eimern! Wir halten am Botanischen Garten und reiben uns erst mal
mit Mückenschutz ein. Hier sind die Moskitos besonders hartnäckig! David meint, sie stehen auf
dunkle Farben. Eine ältere Dame in unserer Gruppe wird besonders attackiert, da sie eine dunkle
Jacke an hat und einen schwarzen Schirm trägt. Der Botanische Garten ist sehr sehenswert und sollte
auf keinem Cairns-Besuch fehlen!. Herrliche tropische Blumen und Pflanzen, soweit das Auge reicht!
Der Regen lässt nach, aber die Moskitos sind immer noch sehr aufdringlich. Nun fahren wir zu einen
herrlichen Look-out. Von hier oben hat man einen absolut fantastischen Blick auf Cairns und das
Meer. Als wir oben ankommen, lässt sich gerade ein japanisches Brautpaar fotografieren. David zeigt
uns auf einer Karte, wie wir gefahren sind und wie es von hier aus weitergeht. Die Sonne kommt
wieder raus. Also, auf geht es zum Paradise Palms Golf Course - ich glaube, für etwa 16 Mio.$ von
den Japanern erbaut. Super toll angelegt!! Hier kann man das Geld förmlich riechen. Alles vom
Feinsten!! Jedenfalls auch einen Abstecher wert! Langsam verschwindet die Sonne hinter den
Bergen. Über Palm Cove fahren wir zurück zur Trinity Beach und essen im Thai-Restaurant noch
etwas zu Abend. Ein wunderbarer Ausflug mit einem hervor- ragenden Tour-Guide geht zu Ende!
Morgen ist die Kuranda-Tour angesagt. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Nach der Tour übernehmen
wir dann am Abend in Cairns unseren Mietwagen. Bis morgen dann!
Mittwoch, 07.05.03
Es ist bewölkt, und als wir um 8:30 Uhr an der Rezeption abgeholt werden, fängt es fürchterlich an zu
regnen. Selbst der Fahrer vom Roydon sagt, so ein Wetter hat es lange nicht mehr gegeben. Quer
über die Straße bildet sich ein herrlicher Regenbogen. Das schlechte Wetter soll wohl schnell
vorbeiziehen. Na, hoffentlich!! An der Skyrail steigen wir aus und lösen unseren Voucher gegen
Tickets ein. Die Tour kostet AUD $ 104 pro Person (Transfer, Tjapukai, Skyrail und Railway). Zuerst
besuchen wir den Tjapukai- Kulturpark. Dieser ist die einzige autorisierte Zurschau- stellung der
Aboriginer-Kultur im Gebiet des Tjapukaistammes. Der Grundbesitz ist Eigentum des Stammes, und
der ist auch zu einem großen Teil am Unternehmen beteiligt. Der Park hat verschiedene Stationen, in
denen einem sehr anschaulich das Leben des Tjapukai-Stammes nahe gebracht wird (unbedingt
ansehen!). Die Vorführung dauert etwa 2 Stunden. Danach geht es weiter zur Skyrail-Station. Mit der
Gondelbahn fährt man über das riesige Gebiet des Barron Gorge Nationalparkes. Diese Wälder sind
Teile der Wet Tropics World Heritage Area, eines der außer- gewöhnlichsten Naturwunder der Welt,
welche unter Naturschutz gestellt wurden. Die Fahrt mit zwei interessanten Zwischenstops dauert
etwa 1 1/2 Stunden. Die Strecke hat eine Länge von 7,5 Kilometern und wurde 1995, nach einem Jahr
Bauzeit, fertig gestellt. Um einen unnötigen Eingriff in die Natur des Regenwaldes zu vermeiden,
wurden alle Tragpfeiler der Gondelbahn ausschließlich von Hubschraubern an ihren Standort
transportiert. Es ist ein faszi- nierendes Erlebnis über diesen beeindruckenden Regenwald zu
schweben!! Ziel ist Kuranda, früher ein kleines Dorf im Regenwald, heute, vor allem an den
Markttagen, von Touristen überlaufen. Zurück sollte man dann die Tour mit der historischen Kuranda-
Railway buchen. Die 34 km lange Strecke der Bahn wurde vor über 100 Jahren in die steilen
Berghänge gehauen. 1891 wurde die Linie für den Fracht- und Personenverkehr eröffnet (Zinnminen,
Land- wirtschaft). Auf jeden Fall sehenswert! Ausblicke auf riesige Schluchten mit den herrlichen
Wasserfällen des Barron River tun sich auf. Wieder in Cairns angekommen, übernehmen wir bei Hertz
unseren Mietwagen. Übrigens waren wir in Kuranda noch im Schmetterlings-Freiluftgehege, in dem
man 35 verschiedene, zum Teil riesige Schmetterlinge beobachten kann. Ich mache ein Foto nach
dem anderen. Unser Mietwagen ist ein Ford Falcon Sedan- silbergrau mit Automatik und Klimaanlage.
Fährt sich schön leise. Nur an das Linksfahren müssen wir uns erst mal gewöhnen. Fahren gleich
weiter zur Palm Cove und machen noch ein paar Fotos. Wir haben für den Wagen noch eine Zusatzversicherung
abgeschlossen, die den Selbstbehalt von AUD$ 2.750 auf AUD$ 385 reduziert und
außerdem noch eine Unfall- und Gepäckversicherung beinhaltet. Macht AUD$ 24 pro Tag Aufpreis.
Nachdem wir einige schöne Fotos geschossen haben, gehen wir in Palm Cove noch etwas essen. Ich
bestelle mir nun endlich einmal Barramundi, einen ganz hervorragend schmeckenden Fisch. Norbert
isst Spaghetti mit Meeresfrüchten. Dann geht es zurück zur Trinity Beach. wir packen schon ein wenig
unsere Sachen zusammen, denn morgen beginnt unsere Tour Richtung Brisbane. Für die Strecke
nehmen wir uns 12 Tage Zeit und wollen erst mal bis Mission Beach fahren. Mal sehen, was uns so
alles erwartet.
Donnerstag, 08.05.03
Heute beginnt unsere große Fahrt mit dem Mietwagen. Um 9:00 Uhr checken wir aus. Es regnet in
Strömen. Wir fahren den Highway Nr.1 an Cairns vorbei Richtung Townsville. Rechts und links des
Highways erstrecken sich riesige Zuckerrohr- und Bananen-Plantagen. Bis Mission Beach, unserem
ersten Hotel-Stopp, werden wir ca. 220 km fahren. Überall an der Straße kann man Früchte kaufen.
Kurz hinter Cairns besuchen wir eine der größten Krokodil- farmen Australiens. Hier leben ca. 17.000!!
Krokodile. Der Rundgang durch diese riesige Anlage ist sehr beein- druckend, und flößt uns großen
Respekt ein!! Überall stehen große Schilder, die davor warnen, zu dicht an die Zäune zu gehen oder
sich darüber zubeugen!! Die Farm liegt in einem Mangroven-Sumpfgebiet, also ideal für diese
Reptilien. Die Sonne kommt raus und es ist sehr schwül. Hier herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Gegen 16:00 Uhr erreichen wir Mission Beach. Wir suchen uns ein Hotel. Im Casaways On The
Beach Resort bekommen wir für AUD$ 98 ein schönes Zimmer direkt am Strand (Zimmer 19 im 3.
Stock). Wir machen uns frisch und fahren dann die umliegenden Beaches ab. Feiner fast gelber Sand
auf ca. 14 km! Gegen 18:00 Uhr gehen wir in Mission Beach zu Abend essen. Da unser Restaurant
ein BYO-Restaurant ist, gehen wir uns in dem gegenüberliegenden Bottle-Shop erst mal eine Flasche
Wein kaufen. Es ist ein Shiraz 2001 für AUD$ 8,95. Wir nehmen die Flasche und gehen zurück ins
Restaurant. Die Bedienung holt die Flasche, um sie zu öffnen. Wir bekommen 2 Gläser und man
schenkt uns den Wein ein. Das ist schon eine gewöhnungsbedürftige Sache für uns. Eigentlich ganz
gut! Das Pfeffersteak, das wir bestellt haben, schmeckt ausgezeichnet! Für das Öffnen der Flasche
wird ein kleines Entgelt berechnet, ca. AUD$ 3,50. Man fährt mit dieser Methode aber immer noch
billiger, als würde man sich im Restaurant eine Flasche Wein bestellen. Nach dem Essen laufen wir
gemütlich zurück zum Hotel. Ich werde mir noch die Route für morgen ansehen. Gute Nacht!

Freitag, 09.05.03
Wir frühstücken im Hotelrestaurant und machen uns auf den Weg. Wir fahren zurück Richtung
Highway 1 und dann über Tully, Cardwell und Ingham nach Townsville. Auf der Straße bis zum
Highway wird immer wieder davor gewarnt zu schnell zu fahren. Die Straße führt durch dichten
Regenwald, und es kann durchaus passieren, dass ein Kasuari über die Straße läuft. Das ist ein bis
zu 2m großer farbenprächtiger, aber flugunfähiger Vogel, der leider immer seltener wird. Bei evtl.
Sichtungen bitten die Behörden um Meldung. Zahlreiche Warnschilder mit diesen Riesenvögeln darauf
stehen am Straßenrand. Cardwell liegt direkt am Meer und man kann nach Hinchinbrook Isl.
hinüberschauen. Überall wird vor Krokodilen im Meer gewarnt!! Süßwasserkrokodile wechseln auch
oft ins Meer und umgekehrt. In Cardwell biegen wir ab und fahren ins Hinterland zu einem Lookout,
von dem man einen Blick über den Ort und die vorgelagerte Insel hat. Es ist leider etwas wolkig und
sehr schwül. Weiter geht es vorbei an Ingham mit seiner Zuckerindustrie. An den Jourama Falls, die in
mehreren Kaskaden die Felsen hinunterstürzen, sehen wir viele Wasserschildkröten. Es ist jetzt 12:30
Uhr und wir machen Halt an einer Mango-Plantage (,,Frozen Mango"), um etwas zu essen und zu
trinken. Der Mango-Eisshake schmeckt ausgezeichnet. Auch der Mango-Käse- kuchen ist lecker! Bis
Townsville sind es nun noch ca. 60km. Es ist schon eine etwas größere Stadt mit etwa 140.000
Einwohnern. Townsville ist das Wirtschafts- und Handelszentrum des Nordens. Wir checken in einem
Best Western ein und fahren dann 17km in Richtung Süden zum Billabong Sanctuary (am Bruce
Highway 1). Billabong war in den Anfängen eine Anlaufstelle für verletzte Koalas. Heute ist Billabong
eine riesige Buschanlage mit vielen in Australien lebenden Tieren. Sehr sehenswert!! Norbert nimmt
einen Wombart auf den Schoß, und ich wollte schon immer einmal einen Koala auf den Arm nehmen.
Mit dem Ranger machen wir einen gut geführten Rundgang, und ich bekomme nun endlich den Koala
auf meinen Arm gesetzt. Er ist ein niedlicher kleiner Kerl und fühlt sich auf den Armen der Besucher
sichtlich wohl! Anscheinend mag er mein T-Shirt, denn der Ranger bekommt ihn gar nicht mehr von
meinem Arm. Er ist ganz weich und kuschelig und auch gar nicht so schwer. Wir machen Fotos aus
allen Richtungen. Er riecht stark, aber angenehm nach Eukalyptusöl. Die Emus und die Kängurus
laufen frei umher, sind alle sehr neugierig und schauen, ob wir etwas zu fressen dabei haben. Nach 2
erlebnisreichen Stunden im Park fahren wir wieder zurück zu unserem Hotel (AUD$ 89 +Frühstück
AUD$ 21,20). Der Manager vom Best Western hat uns inzwischen für morgen früh um 9:00 Uhr eine
Tour auf Magnetic- Island gebucht. Wir werden also beizeiten aufstehen müssen. Wir fahren runter
zum Hafen, um zu schauen, wo morgen die Ferry startet. Anschließend gehen wir in der City in ein
sizilianisches Restaurant und essen wunderbar zu Abend. Schweinefleisch mit Tomatensoße, Oliven,
Knoblauch, Kapern und vielen italienischen Gewürzen. Dazu einen Salat und Rotwein. Zum Dessert
Tiramisu und einen Espresso. Das war gut! So, jetzt aber unter die Dusche und dann noch etwas
lesen und schreiben. Hoffentlich haben wir morgen viel Sonne!!
Samstag, 10.05.03
Um 8:00 Uhr bezahlen wir unser Hotel und fahren zur Ferry nach Magnetic-Island. Heute ist es
bewölkt aber trocken. Die Fahrt zur Insel hinüber dauert ca. 20 Min. und kostet AUD $ 16,90 pro
Person. Es ist ein Katamaran schon von etwas älterer Bauart. Drüben angekommen bezahlen wir
unsere 3 Our-Tourtickets und steigen in den Bus. Die Rund- fahrt kostet inklusive Kaffee - oder
Teepause AUD $ 33 pro Person. Leider sitzen wir aber im falschen Bus!! Das ist hier nämlich der
normale Inselbus. Als wir an der ersten Busstation halten, kommt es mir doch alles sehr merkwürdig
vor, und ich frage den Busfahrer. Er hat uns auch vor diesem Bus die Tourtickets verkauft. Also
Stress!!! Ein kleiner Bus hält ebenfalls an der Haltestelle und nimmt uns mit zurück, um den Tourbus
zu finden. Das klappt aber nicht, und so stehen wir nach gut einer Stunde wieder an der Fähre zurück
nach Townsville! Ich bin ganz schön verärgert und würde am liebsten wieder mit der Fähre
zurückfahren. Norbert meint aber, wir sollten dann wenigstens die Fahrt mit dem regulären Inselbus
machen. Wir zahlen also für das Busticket AUD $ 5,50 pro Person und bekommen AUD $ 55 von der
Tour wieder ausbezahlt. Wir steigen nun in den Inselbus, und nach ca. 1/4 Stunde fragt uns der
Busfahrer, ob wir nicht doch noch in den Tourbus wechseln wollen - er habe ihn gefunden?! Natürlich
wollen wir! Wir bedanken uns bei den anderen 7 Leuten, weil sie so nett waren und auf uns gewartet
haben und weiter geht´s. Die Rundfahrt führt uns zu mehreren Aussichtspunkten (Arthur Bay!).
Übrigens haben wir von den AUD $ 55, die wir zurückbekommen hatten, dann wieder AUD $ 50
hingegeben und schließlich unterm Strich für die Tour anstatt AUD $ 66 nur AUD $ 61 bezahlt! Das
war ja vielleicht ´ne Aufregung!!! Wieder in Townsville geht es erst mal in´s Reef Wonderworld mit
ausgezeichneten Erklärungen zum Reef. Anschließend müssen wir tanken( ca. 10 l auf 100 km), und
nun aber los in Richtung Arlie Beach. Es ist bewölkt. Überall am Highway Zuckerrohr- und
Mangoplantagen soweit das Auge reicht! Zwei tote Kängurus liegen an der Straße. In Bowen machen
wir Stopp und suchen uns ein Hotel. In 4 Stunden sind wir etwa 210 km gefahren. Bowen hat eine
sehr schöne Bucht, in der es einige Hotels, Motels und Ressorts gibt. Wir buchen das Whitsunday
Sands Ressort für AUD $ 72. Es liegt wunderschön an einer kleinen verträumten Bucht. Alles hier
erinnert uns an die Seychellen. Riesige Felsen liegen am Strand und im Wasser. Ich setze mich auf
einen großen Stein und lasse den herrlichen Anblick auf mich einwirken! Es ist schon fast dunkel und
wir laufen noch eine kleine Runde. Genau auf der anderen Seite der Bucht liegt eine zweite Bucht,
ebenfalls traumhaft! Eine Hochzeits- gesellschaft hat sich hier für eine feierliche Zeremonie
eingefunden. Für 19:30 Uhr haben wir im Hotel-Restaurant einen Tisch bestellt. Ich esse Rib-Eye-
Steak mit Bug, das ist eine Krabbenart. Ganz ausgezeichnet!!! Norbert isst Hähnchenbrustfilet gefüllt
mit Garnelen. Ebenfalls sehr gut! Dazu trinken wir einen trockenen Rotwein. Ich bin furchtbar müde
von den vielen neuen Eindrücken und gehe gleich schlafen.

Sonntag, 11.05.03
Heute sind wir genau 2 Wochen von zu Hause fort. Es ist leicht bewölkt, und es sind etwa 24°C. Nach
dem Frühstück, das wir uns diesmal wegen der herrlichen Aussicht auf´s Zimmer bestellen, gehen wir
noch mal kurz runter zur Bucht. Das Hotel liegt wunderschön auf einer Landzunge und hat zu zwei
Seiten herrliche Sicht zum Meer. Langsam klart es ein wenig auf. Heute geht es weiter nach Arlie
Beach, wo wir uns für 2Nächte eine schöne Unterkunft suchen wollen. Fahren durch Arlie Beach bis
ShuteHarbour. Von hier aus starten die Touren zu den vorgelagerten Inseln. Wir buchen für morgen
um 8:30 Uhr eine 3-Inseltour zu den Whitsunday Islands im Great Barrier Reef. Die Tour kostet incl.
Lunch AUD$ 83 pro Person. Langsam lässt sich die Sonne blicken. Die Dame am Fähr-Counter ist
sehr nett, erklärt uns alles genau und gibt uns ein paar gute Hoteltipps. Wenn wir ein Hotel gefunden
haben, müssen wir noch mal im Ferry-Office anrufen, unser Hotel nennen, und bekommen dann die
genauen Zeiten, wann und wo uns der Transfer-Bus abholt und zum Hafen fährt. Wir buchen ein
wunderbares und sehr exklusives Apartment im Toscana Resort für einen Stand-by- Price von AUD$
250 für 2 Nächte. Es liegt sehr steil am Hang, direkt über der Arlie Beach und von der herrlichen
Terrasse hat man einen fantastischen Blick auf das Meer. Das Apartment ist wunderbar eingerichtet
und es fehlt an nichts -Wäschetrockner und Waschmaschine, Mikrowelle und Geschirrspüler,
Bügelbrett und Bügeleisen, Klimaanlage in allen Zimmern, Satelliten-Fernsehen usw.. Es gehört sogar
eine Garage zu diesem überaus gepflegten Apartment. Man muss sich nur selber verpflegen. Wir
stellen unser Auto in die Garage, machen uns frisch und laufen runter nach Arlie Beach (der Ort ist
auch gleichzeitig nach der Bucht benannt). Ich glaube, in der Anlage gibt es 3 oder 4 Swimming- pools
und eine BBQ-Anlage. Die gibt es hier überall in Australien, da die Australier die Grillmeister sind! Kein
Rastplatz ohne BBQ!! Übrigens, Stand-by-Preise kann man während der Vor-und Nachsaison in allen
Hotels erfragen. Man spart so eine ganze Menge dabei. Im Ort gibt es eine große Einkaufsstraße, und
man findet überall viele Restaurants und Cafes, wo man gut und relativ preiswert essen kann. Es gibt
auch viele BYO-Restaurants. Wir essen eine Kleinigkeit und kaufen dann im Supermarkt einige
Sachen für unser Frühstück ein. Ich nehme gleich noch ein paar Postkarten mit und werde nachher
wieder mal nach Old Germany schreiben. Wir machen es uns auf unserer Terrasse gemütlich und
trinken einen Kaffee. Das ist übrigens auch toll - es gibt hier in Australien in jedem noch so kleinen
Hotel- oder Motel- zimmer immer einen Wasserkocher, Tassen, Kaffee, Tee, Zucker und manchmal
auch ein paar Kekse. So kann man sich zu jeder Zeit etwas zu Trinken machen. Ich schreibe ein paar
Postkarten, und um 18:00 Uhr gehen wir runter in den Ort, zu Abend zu essen. Norbert isst Mango-
Chicken und ich bestelle Barramundi in Bierteig gebacken. Dazu einen trockenen Rotwein Jacob´s
Creek Shiraz Cabernet 2001. Die Mangrove Jack´s Cafe Bar hat einen Award für bestes Bistro-Cafe
gewonnen. Man bestellt an der Theke sein Essen, bezahlt und geht dann zur Bar und ordert sein
Getränk und bezahlt ebenfalls. Die Getränke nimmt man mit zum Tisch, das Essen wird einem zu dem
nummerierten Tisch gebracht. Überall laufen Fernseher ohne Ton. Es spielt Musik. In einer Ecke
stehen bestimmt 20 Spielautomaten, und in einer anderen Ecke spielen einige Gäste Bingo. Da
würden sich bei uns bei so manchem Gourmet die Haare sträuben!! Es ist aber total interessant für
uns. Es ist eben eine ganz andere Lebensart. Natürlich gibt es auch andere und ruhigere, den
unserigen Gewohnheiten angepasste Restaurants. Die sind dann aber auch von den Preisen her
erheblich teurer. Jetzt um 20:30 Uhr fängt es sehr kräftig an zu regnen. Wir stecken noch die
Postkarten ein und laufen zurück zu unserem Apartment. Hoffent- lich haben wir morgen ein wenig
mehr Glück mit dem Wetter! Ich drücke jedenfalls die Daumen. Gute Nacht!
Montag, 12.05.03
In der Nacht hat es geregnet. Um 8:00 Uhr müssen wir am Transitbus sein. Es regnet schon wieder. In
Shute Harbour gehen wir an Bord der Fanta Sea, einem Katamaran. Die 3-Insel-Tour führt uns zuerst
nach South Molle Island, einer kleinen Insel, auf der sich nur ein Hotel befindet. Langsam hört es auf
zu regnen. Wir haben ca. 11/2 Stunden Aufenthalt. Wir schauen uns die Hotelanlage an, und um
10:00 Uhr gehen wir zum Anleger for Fish-Feeding. Riesige bunte Fische schwimmen im Wasser. Auf
der Brüstung des Anlegers warten die Krähen, die Möwen und die Regenbogen-Papageien auf das
Futter für die Fische. Die kleinen Papageien sind so frech, dass sie uns auf den Kopf, auf die
Schultern und auf den Rucksack fliegen. Sie setzen sich sogar auf meine Hand und knabbern an der
Papiertüte. Gegen 10:30 Uhr kommt unser Katamaran, und wir fahren weiter nach Hamilton Island. An
Bord ist es recht komfortabel. Es gibt kostenlos Tee und Kaffee. Nach etwa 30 Min. legen wir an. Auch
hier haben wir 11/2 Stunden Zeit, um uns ein wenig umzuschauen. Die Sonne kommt langsam raus.
Am Hafen kann man sich für AUD$ 35 die Stunde ein Buggy-Car mieten und über die Insel fahren.
Das schafft man aber, glaube ich, nicht in der Zeit, die wir zur Verfügung haben. Da braucht man
bestimmt 3 Stunden. Wir werden von einer netten Dame, die am Steg steht, im Buggy -Car auf die
andere Seite der Insel mitge- nommen (ca. 5 Min.). Hier liegt ein großes Ressort, das sich über die
gesamte Beach zieht. In einem 10-minütigen Spaziergang ist man wieder auf der anderen Inselseite.
Auch hier überall die kleinen frechen Regenbogen-Papageien, die Krähen und die Kakadus. Ein
Kakadu sitzt sogar in einem Buggy-Car und räumt das Ablagefach aus. Die Insel als solche würden
wir nie buchen, da uns hier schon wieder zu viel Betrieb ist (viele Japaner usw.). Um 12:00 Uhr
können wir wieder an Bord. Es gibt ein gutes BBQ-Lunch-Büffet und ist im Preis includet. Es schmeckt
sehr gut. Wir probieren von fast allem ein bisschen: Fisch, Steak und Chicken. Gegen 12:30 Uhr geht
es weiter zur Whitsunday Isl. und zur Whitheaven Beach. Endlich scheint die Sonne!! Es wird ein
wunderbarer Tag! Für Seekranke gibt es auch Tabletten. Die Fahrt zu Whitheaven Beach war ganz
schön heftig! Wer leicht seekrank wird, für den ist das nix. An der Whitheaven Beach haben wir 21/2
Stunden Aufenthalt. Es ist absolut fantastisch hier!! Weißer Sand, soweit das Auge reicht!! Mit einem
kleinen Beiboot werden wir vom Katamaran an den Strand gefahren. Die Schuhe können wir an Bord
lassen, da wir vom Boot aus noch ein wenig durch das Wasser zum Strand laufen müssen. Die Crew
geht zum Teil mit an Land, um ein Netz für Beach-Volleyball zu spannen und um Getränke zu
verkaufen. Der Sand ist so weiß, dass einem richtig die Augen wehtun. Wir laufen den Strand 2-3 km
hinauf und dann wieder zurück. Da ist Einreiben damit mein Nacken nicht verbrennt. Am Strand liegen
ein Wasserflugzeug und 3 Jachten. Sonst gibt es nur Sand, riesige farbenprächtige Schmetterlinge
und Sonne satt! Als wir wieder zurück am Katamaran sind, trinken wir am Strand noch gemütlich ein
Bier. Dann gehen wir gegen 15:30 Uhr an Bord. Es gibt einen herrlichen Schokokuchen mit Kaffee
oder Tee. Auf der Rückfahrt geht es über Hamilton Island, South Molle Island und Daydream Island
nach Shute Harbour. Das war wirklich ein toller Trip, und gegen 17:45 Uhr sind wir wieder am Hotel in
Arlie Beach! Auch die Crew war sehr freundlich und hilfsbereit und hat sich sehr viel Mühe gegeben!
Wieder zurück in Arlie Beach, gehen wir noch in ein mexikanisches Restaurant zu Abend essen. Das
war eine gute Idee, denn das Essen ist absolute Spitze1 Norbert isst ein Steak, und ich bestelle
Lammfilet. Den Wein, einen Peter Lehmann The Barossa- Shiraz 2002 Rot, holen wir wieder im
Bottle-Shop. Vom Restaurant gibt es 10% auf den Wein. Das Essen ist äußerst gut abgeschmeckt.
Toll!! Wir kaufen noch ein paar Postkarten und dann geht es zurück ins Hotel. Ein schöner, aber sehr
anstrengender Tag geht zu Ende!!!

Dienstag, 13.05.03
Das Wetter ist herrlich. Wir frühstücken, bezahlen und fahren nach unten in den Ort zur Post. Auch
zum Wasser gehen wir noch mal. Hier ist eine riesige Schwimmanlage, wunderschön angelegt mit
Grillmöglichkeiten, Duschen, Umkleidekabinen und Toiletten. Wir machen noch ein paar Fotos und
fahren dann los in Richtung Mackay (150 km). Überall Zuckerrohr soweit das Auge reicht. Mackay ist
Australiens Zuckerhauptstadt, denn 30% der gesammten australischen Zuckerproduktion stammt aus
der Gegend um Mackay. Auch riesige Mengen Kohle werden hier ge- fördert. Überall an der Straße
führt die Sugar-Lane-Train entlang. In der Erntezeit muss man sehr vorsichtig fahren, da die Bahnen
sehr oft die Straße kreuzen. Erntezeit ist Mai bis Juni. Etwa 30 km nördlich von Mackay fahren wir
vom Highway ab Richtung Cape Hillsborough N.P. und nach Seaforth. Im N.P. kann man auf einem
1,1km langen interessanten und gut angelegten Board-Walk einiges über die Tier-und Pflanzenwelt
erfahren. Auch etliche schöne und einsame Sandstrände gibt es hier. Im N.P. kommen die Känguruhs
bis an den Strand, und sollen sich bei großer Hitze sogar im Meer abkühlen. Der gefährliche Jelly Fish
kommt auch hier an den Stränden überall vor, und man sollte es sich genau überlegen, wo man
baden geht!! Eigentlich sagt man, dass der Jelly Fish auf den Inseln und am Riff nicht vorkommt. Auf
Hamilton Island wird aber ebenfalls gewarnt, außerhalb der Netze baden zu gehen!! Im N.P.- Cafe
essen wir ein Sandwich und fahren weiter nach Mackay, wo wir uns an der Blacks Beach in ein Best
Western (Blue Pacific Ressort) einmieten. Das Ressort liegt an einem herrlichen 5km langen und sehr
breiten Sandstrand. Wir laden das Auto aus und machen dann einen ca. 11/2-stündigen
Strandspaziergang. Das war schön!! Für 18:30 Uhr haben wir einen Tisch im Restaurant bestellt. Das
Restaurant hat eine Auszeichnung bekommen. Auch zu Recht, wie wir meinen. Es sitzt sich sehr
angenehm, die Bedienung ist freundlich und das Essen ist ausgezeichnet. Wir be- stellen Rumpsteak,
Hühnchen mit Garnelen und dazu einen Rotwein (Shiraz- Cabernet). Ich esse noch eine Kürbissuppe
davor. Alles sehr gut!! Das Restaurant ist ganz leer. Im Sommer muss hier aber ganz schön
was los sein. Wieder auf unserem Zimmer schreibe ich noch ein paar Karten und schaue mir die
Route für morgen an. Gute Nacht!
Mittwoch, 14.05.03
Wir fahren heute schon recht früh los, denn wir wollen bis Rockhampton kommen. Norbert bezahlt,
und dann geht es bei bewölktem Wetter los. Rockhampton teilt Australien klimatisch in die tropische
Zone und in die gemäßigte subtropische Zone. Hier weichen die saftigen grünen Zuckerrohrfelder dem
trockenen Weideland. Die Hauptein- kunftquelle der Region ist die Rinderzucht. Regelmäßig finden
riesige Rinderauktionen statt. Wer gerne Steak isst, sollte sich hier in Australien durchtesten! Die
Steaks, die wir bisher probiert haben, waren alla von absolut hochwer- tiger Qualität und äußerst gut
zubereitet! Und der Preis ist dabei auch noch recht verträglich. Allemal günstiger als bei uns in Old
Germany (ca. 20$-30$ für ein gutes Stück Fleisch). Kurz vor Rockhampton biegen wir nach Yeppon
zur Capricorn Coast ab. Das ist eine etwa 98km langer Rundstrecke, die sich aber auf jeden Fall lohnt.
Auch hier gibt es überall schöne Buchten. Kurz bevor die Straße wieder in den Highway mündet,
fahren wir nach Tannum Sands ab. Ein wirklich hübscher Ort direkt am Meer mit vielen kleinen netten
Motels zu guten Preisen. Wir übernachten im Tannum On The Beach Motel. Sehr hübsch und
unbedingt zu empfehlen! Wir haben das Apartment Nr.10 mit Blick zum Meer. Alles ist sehr gepflegt
und mit netter Betreuung! Wir gehen die Straße hinauf ins Esplanade Restaurant etwas essen. Das
Restaurant gehört einem Deutschen, der mit einer Australierin verheiratet ist. Das Essen ist nicht
gerade billig, aber sehr schmackhaft und ebenfalls sehr zu empfehlen. Nur die Bedienung machte
einen leicht ge- stressten Eindruck, da fast alle Tische (12 von 14) belegt waren. Und was probiert
man hier in der Nähe von Rock- hampton natürlich? Na klar, ein Steak und mit Riesengarnelen. Ganz
toll. Super Fleisch!! Norbert isst Tasmanischen Lachs. Dazu wieder einen Shiraz. Macht alles
zusammen AUD$ 83. Mittlerweile sind wir ganz schön müde. Das war heute eine ganz schön lange
Strecke (ca. 560km), und Norbert ist wirklich gut gefahren. Morgen wollen wir bis zur Hervey Bay
fahren, das liegt kurz vor Fraser Island. Mal sehen, ob wir uns dann auf der Insel einquartieren, oder
ob wir uns in Hervey Bay eine Unterkunft suchen, und dann einen Tagesausflug nach Fraser Island
machen?! Bis dann!
Donnerstag, 15.05.03
Es regnet schon die ganze Nacht. Wir frühstücken und bezahlen. Als wir losfahren, hört es auf zu
regnen. Das war hier wirklich ein hübsches Motel. Wer es gerne etwas ruhiger mag, und trotzdem auf
nichts verzichten möchte, der ist in diesem kleinen Motel wunderbar aufgehoben! Nun geht es also
weiter südwärts über Bundaberg nach Hervey Bay, dem Harbour zur Fraser Island (ca. 280 km).
Inzwischen scheint die Sonne, und wir fahren wieder an vielen Zuckerrohrfeldern entlang und machen
einige Fotos. In Childers, unmittelbar am Highway, machen wir eine kleine Pause, um etwas zu essen.
Es ist ein hübscher kleiner Ort, dem man einen Stopp opfern sollte. Viele alte Häuser aus den
Anfängen des 19. Jahrhunderts kann man hier bestaunen. Alles geht ruhig und gemächlich zu.
Bundaberg, die Stadt des guten Rum, lassen wir linker Hand liegen und fahren weiter zur Hervey Bay.
In der Touristen-Information am Anfang des Ortes nennt man uns einige Hotels und Motels, und gibt
uns gute Tipps für einen Tagesausflug nach Fraser Island. Gleich in der ersten Strandreihe finden wir
ein hübsches Motel, das Best Western Ambassador Motel mit 4 1/2 Sternen. Wir nehmen ein Zimmer
für 2 Nächte und zahlen pro Nacht AUD $ 85. Das Motel ist noch relativ neu, sehr gut ausgestattet und
liegt ruhig, aber doch zentral. Der junge Mann an der Rezeption ist überaus nett und hilfsbereit, und
bucht uns gleich für morgen eine Tour nach Fraser Island. Die Tour ist englisch- und deutschsprachig.
Wir packen aus, trinken einen Kaffee, und fahren dann zum Harbour. Hier erleben wir einen herrlichen
Sonnenunter- gang. So ein Blau habe ich noch nirgends gesehen. Wir machen ein paar schöne Fotos.
Da uns kein Restaurant zusagt, fahren wir in unser Motel zurück und essen dort zu Abend. Ich esse
ein Filetsteak mit Garnelen, Norbert bestellt ein Lachssteak. Alles sieht sehr gut aus. Das Restaurant
ist recht klein, hat aber eine gute Speisekarte. Norbert läßt sich noch einen Kaffee mit Plunder
bringen, und ich esse ein leckeres Dessert - Bayleys Cheesecake mit Ice-Cream. Das war gut! Jetzt
noch schnell unter die Dusche und dann geht's ins Bett, denn morgen werden wir um 7:45 Uhr zu
unserer Tour abgeholt. Mal sehen, was uns erwartet!

Freitag, 16.05.03
Um kurz nach 6:00 Uhr klingelt der Wecker. Wir frühstücken, wie meistens, auf dem Zimmer. Ordern
muss man am Abend zuvor. Pünktlich um 7:45 Uhr kommt unser Bus und holt uns vom Hotel ab. Wir
fahren heute nach Fraser Island, der größten Sanddüne der Welt - etwa 124 km lang und 27 km breit.
1971 wurde der nördliche Teil der Insel zum Nationalpark erklärt. 1992 wurde dann die gesamte Insel
zum Weltkulturerbe erklärt. Alles, was hier an Vegetation vorkommt, wächst ausschließlich auf Sand.
Es gibt mehr als 52 Frischwasserseen und ca. 80 Frischwasserbäche - und ströme. Peter, unser
Tourguide, wird uns den Tag über begleiten. Er ist Australier, spricht aber auch recht gut deutsch. Wir
haben die Tour über Fraser Island Exclusive Tours gebucht. Diese Tour ist zwar etwas teurer als die
anderen, garantiert aber, nicht mehr als 16 Personen zu befördern. Wir sind 14 Personen (10
Deutsche), und der 4x4 Off-Road- Tourbus ist äußerst komfortabel. Die Tour beginnt um 8:20 Uhr ,
und gegen 18:00 Uhr werden wir wieder im Hotel sein. Für diesen sehr zu empfehlenden Trip zahlen
wir incl. Morning Tea oder Cafe mit Muffins und einem guten Mittagessen mit Steak oder Fish AUD$
133. Wir haben einen ausgesprochen herrlichen Tag erwischt. Sonne pur!! Als alle Leute an Bord
sind, geht es nach River Heads zur Fähre. Peter parkt den Transferbus, und wir gehen zu Fuß auf die
Fähre. Auf der anderen Seite, in Wanggool Creek, steht bereits der Off-Road-Bus. Wir steigen ein,
und werden von Peter über die Insel gefahren. Was uns hier nun erwartet ist einmalig und
unbeschreiblich!! Auf der Insel dürfen nur Off-Road-Fahrzeuge fahren, und man muss gut ausgerüstet
sein, wenn man sich alleine über diese fantastische Insel wagt. Es gibt nur Sandpisten, und man muss
schon einigermaßen gepolstert sein, denn man wird ganz schön durchgeschüttelt. Auf allen Fahrten
heißt es in den Bussen,,Anschnallen"!! Viele Wege auf der Insel sind nicht immer befahrbar. Oft ist
dies vom Wetter abhängig. Aber heute haben wir Glück. Es ist ein wunderbarer Tag! Handys
funktionieren auf der Insel nicht. Alle Tour-Busse sind über Funk miteinander verbunden, und im Bus
selbst befindet sich für Notfälle ein Satelliten-Telefon. Auch Wasser haben wir an Bord. Etwa 150
Menschen leben ständig auf der Insel. Man kann auch 2-oder3-Tagestouren buchen. Die Insel besteht
aus Regenwald, Mangrovenwäldern, Sand, Sand, Sand und einem wunderschönen, breiten und 75
km langem Sandstrand!! Riesige, bis zu 70 m hohe Satinay-Bäume wachsen hier. Ebenso nicht zu
übersehen die stattlichen Gummibäume und die Eukalyptusbäume. 325 Vogelarten leben auf der
Insel, und so treibt es viele Interessierte zu Vogelbeobachtungen nach Fraser Island. Und es gibt
Dingos!! Wir haben das Glück und sehen auch wirklich einen am Strand rumspazieren. Über die Insel
verteilt gibt es mehrere Campgrounds. Überall dort, und auch auf allen Toiletten, wird gewarnt, Dingos
zu füttern!! Sie können sehr aggressiv werden!! Die Camper werden angehalten, ihre Essenvorräte in
den dafür vorgesehenen Käfigen zu deponieren! Dingos sind hier wohl wie Bären. Peter fährt nun
viele Kilometer immer am Strand entlang. Das ist schon ein tolles Gefühl mit einem Off-Road-Bus am
Strand langzubrettern!! Wir machen Halt. Der Sand ist so weiß, dass es einen blendet. Hier liegt ein
altes Wrack. 1935 wurde es an die Ostküste von Fraser Island gespült. Außerdem gibt es viele
wunderschöne Seen, in denen man baden kann! Also, unbedingt Badesachen einpacken! Im Fraser
Island Wilderness Retreat machen wir einen Stopp, um Mittag zu essen. Man kann wählen zwischen
Fisch und T-Bone Steak mit Salatbüffet. Alles sehr gut! Natürlich incl. Wein, Bier, Softdrinks, Kaffee
und Tee. Danach gibt es noch einen Früchteteller. Wir sind wirklich angenehm überrascht von dieser
fantastischen Insel. So schön haben wir es uns nicht vorgestellt. Früher lebten 3
Eingeborenenstämme auf der Insel. Heute aber leben alle auf dem Festland. Im Meer um Fraser
Island leben Schildkröten, Delphine, Wale und natürlich Haie. Im Meer zu baden ist hier überaus
gefährlich!!! Dafür entschädigt einen aber ein Bad in einem der vielen Flüsse und Seen. Gegen 16:00
Uhr bringt uns die Fähre wieder zurück zu unserem Festlandbus und Peter fährt uns zum Hotel. Es
war ein sehr beeindruckender Tag für uns! Wir gehen noch etwas essen und dann auch bald zu Bett.
Diese herrliche Insel zieht bestimmt noch viele Besucher in ihren Bann! Vielleicht kommen wir ja
irgendwann einmal wieder!
Samstag, 17.05.03
Heute ist Bilderbuchwetter! Um 8:30 Uhr bezahlen wir und fahren los. Wir bekommen noch einen
kleinen Boomerang als Erinnerung mit auf den Weg. Wenn schlechtes Wetter bei uns in Deutschland
ist, sollen wir ihn an unserem Körper reiben und an Australien denken! Dann wird es vielleicht schön.
Das werden wir tun! Von Hervey Bay fahren wir nach Maryborough. Die Stadt wurde schon 1843
gegründet, und die teilweise noch sehr gut erhaltenen alten Häuser erzählen von einer langen
Geschichte. Ein Stopp lohnt auf jeden Fall! Weiter geht es auf dem Bruce Highway Nr. 1 in Richtung
Brisbane. Da unsere australischen Bekannten in Noosa ein Apartment haben, wollen wir uns die
Umgebung mal ansehen. In Noosaville und Noosa Heads machen wir Halt. Was wir hier sehen,
enttäuscht uns ein wenig, denn soo haben wir es uns nicht vorgestellt. Besseres Benidorm im
Sommer! Fürchterlich!! Wir kurven bestimmt 1/2 Stunde auf der Suche nach einem Parkplatz durch
die Gegend! Autos über Autos und Menschen über Menschen! Das einzige, was wirklich toll ist, das
ist der Strand. Und der ist super!! Weißer Sand und herrliches blaues Meer mit riesigen Wellen.
Einfach toll! Dieser wunderbare Strand zieht sich die gesamte Sunshine Coast entlang! Wir sind froh,
dass es in Noosa mit dem Apartment unsere Bekannten nicht geklappt hat, denn Noosa und
Umgebung hätte uns gar nicht gefallen. Fahren weiter südwärts auf der 6 vorbei an der Sunshine
Beach, der Sunrice Beach bis zur Casteways Beach, und mieten uns ins Casteways Cove Ressort ein
(4 1/2 Sterne mit allem Komfort). Wir bekommen eine Penthouse-Wohnung (AUS $ 195) zum Sonderpreis
von AUS $ 150 pro Nacht. Es ist eine super Wohnung über drei Ebenen mit Dachterrasse, Spa-
Außenpool und und einem herrlichen Blick auf den Ozean! Fantastisch!! Die Wohnung hat allen
Komfort, den man sich nur denken kann. Unter anderem gibt es auch eine Waschmaschine und einen
Trockner. So kann ich abends wieder etwas waschen und trocknen. Sehr praktisch! Wir machen uns
frisch und gehen zum Strand. Die Sonne brennt jetzt um 14:45 Uhr ganz schön. Der Weg zum Strand
ist nur ein paar Meter. Unser Auto steht in der zur Wohnung gehörenden Garage. Vorne an der
Rezeption ist ein großes Gartentor, das von 8:00 pm bis 6:00 am geschlossen ist. Jeder Gast
bekommt eine Fernbe- dienung für das Tor. Am Strand ist es herrlich und ganz leer. Einige Surfer
versuchen ihr Glück. Wir machen einen fast zweistündigen Strandspaziergang. Die Sonne meint es
heute wirklich gut mit uns. Wir nutzen den letzten Sonnenstrahl. Hier wird es nämlich schon gegen
17:30 Uhr dunkel. Weit draußen brechen sich riesige Wellen. Wieder zurück im Hotel, holen wir uns im
nahe gelegenen Supermarkt eine Kleinigkeit für morgen zum Frühstück. In den meisten Apartments
muss man sich selber verpflegen. Gegen 18:00 Uhr fahren wir nach Coolum und essen im Beach-
House ganz hervorragend zu Abend. Der Mond steht ganz dicht über dem Horizont und leuchtet in
einem herrlichen gelb. So etwas haben wir noch nicht gesehen! Es sieht wunderbar aus! Das Essen
war ausgezeichnet, und wir fahren zurück zu unserem Apartment. Ich schreibe schon eine Weile, und
mir fallen immer wieder die Augen zu. Dann bis morgen!

Sonntag, 18.05.03
Wir haben prima geschlafen. Wieder ist ein super Wetter. Knatschblauer Himmel und keine Wolke zu
sehen. Wir gehen in unserem Penthouse noch mal auf die Dachterrasse und machen ein paar Fotos.
Es ist wirklich eine tolle Anlage! Um 9:00 Uhr fahren wir los, immer weiter die Sunshine Coast entlang,
Richtung Brisbane. Morgen geht unser Flugzeug nach Sydney. Am Point Arkwright machen wir Halt.
Hier oben hat man einen tollen Blick auf die gesamte Bucht und kann den Surfern zusehen. Das ist
schon eine ganz gefährliche Sache, denn die Wellen, auf denen die Surfer reiten, brechen sich erst
kurz vor den Klippen. Wir fahren weiter über Maryoochydore nach Caloundra. Ein Strand ist hier
schöner als der andere. Leider ist auch sehr viel Betrieb. Zu viel Trubel für uns, und so geht es weiter
auf dem Bruce Highway Richtung Brisbane. Die Sonne knallt jetzt ganz schön. Vorbei geht es an den
Wild Horse Mountain, einer eigenartigen Felsformation. Bei Caboolture fahren wir ab vom Highway
und Richtung Bribie Island. Nur ca. 20% der Insel ist bewohnt, der andere Teil besteht hauptsächlich
aus Nationalpark. In Woorin essen wir eine Kleinigkeit zu Mittag und trinken etwas. Dann geht es
zurück über Caboolture auf den Highway und weiter nach Redcliffe. Nördlich von Redcliffe ist der
Scarborought Harbour. Von dort aus kann man mit dem Boot nach Mereton Island hinüberfahren. Die
gesamte Insel ist N.P.. In Redcliffe finden wir ein kleines Motel für AUD$ 70, das nur durch die Straße
getrennt am Meer liegt. Wir duschen und machen einen Spa- ziergang immer auf der Promenade am
Meer entlang. Viele Australier sind mit ihren Familien und mit ihren Kindern unter- wegs. Überall am
Strand stehen überdachte Grills mit Tischen und Bänken. Hier ist richtig was los. Plötzlich schweben
drei Fallschirmspringer vom Himmel und landen am Strand. Hinter uns in einem offenen Pavillon
heiratet ein Pärchen. Langsam gehen wir wieder zurück zum Motel. In einem wenige Meter neben
dem Motel gelegenen Restaurant essen wir zu Abend. Es ist sehr gemütlich eingerichtet, und das
Essen schmeckt durchschnittlich gut. Wir trinken wieder einen Shiraz, die Flasche für AUD$ 11,50.
Für den Flug morgen müssen wir noch etwas packen. Auch alle Sachen, die wir irgendwo im Auto
verstaut hatten, müssen mit eingepackt werden. Hoffentlich geht der Koffer zu! Jetzt geht es aber erst
mal schlafen. Gute Nacht! Eins habe ich noch vergessen: Wir haben heute den Mond aufgehen
sehen!! Das war so einmalig, dass es nicht in Worte zu fassen ist!! Um 7:00 pm taucht plötzlich der
herrlich gelbe Mond aus dem Meer auf und 10 Min. später steht er schon etwas über dem Meer am
Horizont. Im Laufe dieses Schauspiels wird er ganz klar und hell und das Meer wird wunderbar
angestrahlt. So etwas erlebt man wirklich nur selten!! Wir setzen uns nach dem Essen noch eine
Weile auf eine Bank direkt am Meer und genießen dieses Naturwunder!! So, jetzt bin ich ganz schön
müde. Unser Flug morgen geht um 13:00 Uhr. Bis dann!
Montag, 19.05.03
Man kann es kaum glauben, wieder das feinste Wetter! Heute fahren wir in Richtung Brisbane zum
Flughafen. Es geht immer am Meer entlang, über eine große Brücke, und dann weiter zum Flughafen.
Wir nehmen die Spur zum Domestic Airport und zum Car Rental Return. Wir geben den Mietwagen ab
und checken unser Gepäck ein. Da wir schon relativ zeitig am Airport sind, können wir schon eine
Maschine früher fliegen. Unser Flug geht um 12:00 Uhr mit QF 525 nach Sydney. Der Flug dauert 1
1/2 Stunden. Wir haben schon versucht, unsere Transfer-Firma zu erreichen. Es meldet sich aber nur
der Anrufbeantworter. In Sydney auf dem Flughafen werden wir es erneut ver- suchen. Vielleicht holt
man uns dann schon etwas früher ab und fährt uns ins Hotel. Unsere frühere Maschine hat leider 35
Min . Verspätung. Na ja, macht auch nichts, dann ist unser Transfer bestimmt schon in Sydney auf
dem Flughafen. Denkste! Kommen nach einem guten Flug auch nur ca. 15 Min. eher in Sydney an.
Wir werden von ei- nem Herrn in Empfang genommen, müssen dann aber noch ca. 25-30 Min. auf die
nächste Maschine warten, um noch ein paar andere Leute mitzunehmen. Das ist nicht so schön!
Gegen 16:00 Uhr sind wir im Hotel. Wir haben das Holiday Inn Potts Point gebucht. Unser Zimmer
liegt im 3. Stock, und die Aussicht geht auf den Hof. So haben wir uns das nicht vorgestellt! Da man
von Deutschland aus nur eine Zimmerkategorie buchen konnte, fragen wir nach einem Zimmer in den
oberen Etagen. Gegen einen Aufpreis von AUD$ 90 für 3 Nächte bekommen wir ein wundervolles
Zimmer mit atemberaubendem Blick auf Sydney Harbour mit Harbour Bridge und Opera!!! Einfach
fantastisch!! Wir duschen und auf geht`s. Genau gegenüber dem Hotel ist die Bahnstation ,,Kings
Kross". Wir lösen ein Return- Ticket, fahren zwei Stationen bis ,,Town Hall" und steigen aus. Hier
spielt sich alles in zwei oder drei ebenen ab. Erst einmal haben wir Probleme, den Ausgang zu finden.
Alles, was Beine hat, rennt und ist sehr busy!! Die ersten Eindrücke sind sehr überwältigend! Man
weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Mittler- weile ist es dunkel, und die gesamte Stadt ist
wunderbar erleuchtet. Ein toller Anblick! Die Architektur ist fantas- tisch, und das Zusammenspiel
zwischen Alt und Neu ist einfach faszinierend! Und WIR mittendrin! Wir können es noch gar nicht
fassen. Von ,,Town Hall" laufen wir die George Street immer geradeaus bis zum Harbour, wo die
Fähren ablegen. Von hier hat man einen unbeschreiblichen Blick auf die Harbour Bridge. Geht man
ein Stück rechts von den Fähren entlang, sieht man die Opera in voller Schönheit, und um diese Zeit
natürlich angestrahlt! Auf diesen Tag habe ich so lange gewartet, und immer davon geträumt,
irgendwann einmal auch hier zu stehen!! Nun ist es wahr geworden! Ich kann es kaum fassen! In
einem vornehmen chinesischen Restaurant (der Kellner legt mir eine Serviet- te auf den Schoß),
bekommen wir einen Tisch im Freien mit wundervollem Blick auf die Harbour Bridge! es ist jetzt 19:30
Uhr und bei 21°C sehr angenehm. Das Essen ist gut und der Ausblick unbeschreiblich! Langsam
laufen wir die George Street wieder zurück. Überall sehen wir herrliche Arkaden und riesige Shopping
Center. Mit der Bahn geht es die zwei Stationen zurück zum Holiday Inn. Beim Betreten und
Verlassen des Bahn-Terminals müssen wir unsere Fahrkarte an einer Schranke in einen Schlitz
stecken. Ist richtig bezahlt, öffnet sich die Schranke, und die Karte kommt wieder zu Vorschein. Hat
man die Fahrt beendet, wird die Karte an der Ausgangsschranke vom Automaten einbehalten. Das
waren ja heute beeindruckende Momente! Morgen wollen wir früh los, um recht viel zu sehen. Wir
haben drei Näch- te gebucht, und die sind schnell vorbei! Na dann, bis morgen früh!

Dienstag, 20.05.03
Guten Morgen! Die Sonne lacht, Frühstück (AUD$ 16,50) und auf geht`s! In die Bahn ,,Kings Cross"
und zwei Sta- tionen bis ,,Town Hall", dann die George Street hinauf bis zur Market Street, und dann
fahren wir hinauf auf den Sydney Tower in 250m Höhe. Im Ticketpreis enthalten ist eine ca. 30-
minütige Reise durch Australien mit Skytour. Sollte man auch erlebt haben. Was aber absolut
eindrucksvoll ist, das ist die Aussicht vom Tower! Dazu haben wir auch noch Glück mit dem Wetter
und können kilometerweit sehen. Vor einer Woche noch gab es hier so starke Re- genfälle, dass alles
überschwemmt war, und viele Leute evakuiert werden mussten. Heute nun Sonne pur und 24°C!
Übrigens, der Eintritt in den Tower kostet AUD$ 20. Wieder unten angelangt, laufen wir zum Hyde
Park und zur St. Mary`s Cathedral. Überall vereinen sich alte Bauwerke mit neuen. Es sieht einfach
toll aus! Wir müssen immer wieder fotografieren, und man kann gar nicht genug bekommen von dieser
herrlichen Architektur. Weiter geht es durch die Pitt Street Mall zum Circular Cay, wo die Fähren zu
den Rundfahrten und zu den anderen Punkten in und um Sydney ablegen. Wir laufen weiter zur Oper.
Dieser Bau zieht einen in seinen Bann! Von hier oben bietet sich ein einmaliger Blick auf die Skyline
von Sydney und auf die Harbour Bridge. Was haben wir für ein Glück mit dem Wetter! An den Rocks,
Sydneys ältestem Stadtteil essen wir etwas zu Mittag. Die Rocks bestanden früher aus Lagerhäusern
und Zollgebäuden. Heute findet man hier viele Kultureinrichtungen, Restaurants und Geschäfte mit
Aboriginal Kunst und anderem Kunsthandwerk. Ein paar Wolken ziehen auf. Aber so schnell wie sie
gekommen sind, ziehen sie auch wieder weiter. Wir buchen eine 1-stündige Hafenrundfahrt für AUD$
22 pro Person. Vom Wasser aus hat man ebenfalls viele Möglichkeiten, diese beeindruckende Skyline
zu fotografieren. Langsam wird mir kalt. Es ist jetzt recht windig. Wir fahren bis Darling Harbour und
steigen aus. Wir schauen uns noch ein wenig um und fahren dann zurück zum Hotel. Es ist jetzt 16:30
Uhr. Ich schreibe ein paar Karten, und dann gehen wir wieder los. Wir bleiben in der Nähe unseres
Hotels und finden ein nettes französisches Restaurant. Bestellen Snapper-Filet mit Spinat- und
Pilzrisotto. Köstlich! Dazu einen Shiraz und danach ein Schokoladen-Suffle` mit Eiscreme, einen
Calvados und einen Cafe. AUD$ 128 - aber es war seinen Preis wert! Wieder zurück im Hotel
genießen wir noch den wundervollen Ausblick auf diese fantastische Stadt. Morgen soll es wieder
schön werden. Wollen dann die Rundfahrt mit dem Explorer-Bus machen. Bis dann!
Mittwoch, 21.05.03
Wieder ein herrlicher Tag. Wir frühstücken und laufen dann zum roten Explorer-Bus nahe unserem
Hotel (Bus-Stop Nr. 9). Mit diesem Bus kann man den ganzen Tag für AUD$ 30 pro Person fahren
und an 26 Stopps so oft ein- und aussteigen, wie man mag. Der Bus fährt aber nur in eine Richtung
und dann alle 20 Min.. Jedes Mal bei Fahrtantritt muss man sein Ticket in die Maschine vorne am
Einstieg stecken und dann wieder an sich nehmen. Die gesamte Fahrt ohne Ausstieg dauert 2
Stunden und ist mit Erklärung. Man sollte aber auf jeden Fall immer überpünktlich wieder zur
Weiterfahrt an der Haltestelle sein, da man sonst jedes Mal 20 Min. warten muss. Die Fahrt lohnt sich
auf jeden Fall! Kaufen kann man das Ticket in jedem Explorer-Bus. Es ist ein herrlicher Tag, und so
sehen wir sehr viel von Sydney. Besonders zu empfehlen ist ein Stopp am Fischmarkt. Die Fischer
entladen gerade ihren Fang. Wir essen einen Teller mit King Prawns und Austern. Äußerst lecker und
100%ig frisch! Darling Harbour ist ebenfalls einen Stopp wert. Man bräuchte eigentlich weit mehr als 3
Tage in dieser wundervollen Stadt. Wenn man aber alles etwas strafft und viel unter- wegs ist, kommt
man mit 3-4 Tagen gut aus. Allerdings haben wir beschlossen, beim nächsten Urlaub in Australien
auch wieder über Sydney zu fliegen. Wir haben uns einfach in diese tolle Stadt verliebt. Aber noch
nirgends in einem unserer vielen Urlaube haben wir einen Ort erlebt, wo die Leute so wild durch die
Straßen rennen, wie hier! Alle sind sehr ,,bussy", aber wenn es darauf ankommt, kann der Aussie
auch total relaxen. Gegen 18:00 Uhr sind wir völlig erschöpft vom vielen Rumlaufen und Rumschauen
wieder im Hotel. Mittags haben wir in Darling Harbour einen Kaffee getrunken und ein rie- siges Stück
Schokoladentorte gegessen. Jetzt haben wir aber Hunger und wollen nochmals los, um etwas zu
Abend zu essen. Nicht weit vom Holiday Inn, schräg gegenüber und ganz unscheinbar, gehen wir die
Treppen hinab in ein japanisches Res- taurant - ,,Ju Ju". Das ist das Highlight des Abends!! Erstmal
bekommen wir am Eingang eine Plastiktüte. Da hinein kom- men unsere Schuhe! Die müssen wir
nämlich ausziehen. In kleinen abgetrennten Nischen stehen immer zwei Tische mit Bänken herum und
Kissen darauf. Alles ist ganz einfach eingerichtet. Das Essen ist absolut Spitze! Wir bestellen eine gemischte
Sushi-Platte und Beef und Chicken mit Reis. Der Preis ist gut und gar nicht teuer. Unsere
Tüte mit den Schuhen stellen wir unter den Tisch. Ehrlich gesagt bin ich ganz froh ohne Schuhe zu
sitzen, denn vom vielen Laufen heute tun mir ganz schön die Füße weh. Fehlt eigentlich als Nachtisch
nur noch eine Fußreflexzonen-Massage! Also, unbedingt mal reinschauen! Übrigens, wenn man auf
die Toilette muss, stehen vor der Toilettentür Badelatschen, die man anziehen muss. Gut gesättigt
und mit neuen Erfahrungen gehen wir wieder rüber in unser Hotel. Morgen geht es weiter nach
Melbourne zu Helen und Ron. Gleich werde ich noch ein wenig packen. Gute Nacht!
Donnertag, 22.05.03
Ich muss noch sagen, dass wir in der Nacht unser Zimmer wechseln mussten. So gegen 23:30 Uhr,
ich war gerade mit Tagebuchschreiben fertig und hatte mich hingelegt, um noch ein wenig in der
Hotelzeitung zu lesen, fing es plötz- lich tierisch an zu riechen. Ich dachte erst, es sei die Zeitung.
Norbert hatte schon geschlafen. Es roch immer stärker, und zwar nach verbranntem Kabel oder so.
Ich weckte Norbert, und wir machten uns auf die Suche nach der Ursache. Letztendlich meinten wir,
es sei die Klimaanlage. Ich hatte sie eine halbe Stunde vorher auf kleine Stufe gestellt. Die letzten
Male hatte sie schon beim Einschalten so merkwürdige Geräusche von sich gegeben. Und es ist
tatsächlich die Klimaanlage! Ich rufe bei der Rezeption an, und sie schicken sofort einen Angestellten.
Der meint auch, es sei die Klimaanlage. Jedes Zimmer hat hier eine separate Aircondition. Es riecht
jetzt furchtbar stark, und ich habe schon etwas Kopfschmerzen. Man gibt uns sofort ein Zimmer im 7.
Stock, und so ziehen wir um 23:30 Uhr mit Sack und Pack eine Etage höher. Das Zimmer hat dieselbe
Einrichtung, nur der Ausblick ist noch ein wenig schöner. Nun können wir endlich beruhigt einschlafen!
Noch Donnerstag, 22.05.03 Ich habe etwas unruhig geschlafen. Wir duschen, packen alles ein und
gehen frühstücken. Um 9:45 Uhr werden wir mit einem Transfer-Bus oder einem Auto abgeholt und
zum Flughafen gefahren. Wir checken aus, und ich frage nach einer Kulanz wegen der
Unannehmlichkeiten in der Nacht. Sie kommen uns sehr großzügig und freundlich entgegen, und berechnen
uns nur das Frühstück + Minibar. Die AUD$ 30 pro Nacht als Aufpreis für das Zimmer im 6.
Stock mit herr- licher Aussicht wird uns erlassen. Das ist ja sehr entgegenkommend!! Schon 10 Min.
vor unserem Transfer- Pickup ist der Wagen da. Wir brauchen ca. 1/2 Stunde zum Flughafen. Jetzt
haben wir noch genügend Zeit zum Einchecken. Um 12:00 Uhr geht unser Flug nach Melbourne zu
Helen und Ron. Good bey, du fantastische Stadt, wir kommen be- stimmt bald wieder! Jetzt haben wir
noch 8 schöne Tage in Melbourne. Kurz nach 12:00 Uhr starten wir, und pünktlich um 13:25 Uhr
landen wir nach 1 1/2 Stunden Flug in Melbourne. Es ist überwiegend bewölkt bei nur 16°C. Das sind
wir gar nicht mehr gewöhnt. Uns ist etwas kalt. Helen wartet schon auf uns, und wir freuen uns riesig,
sie wieder zu sehen! Ron treffen wir in der Stadt. Die Wiedersehensfreude ist groß! Anschließend
fahren zu Helens und Rons Haus. Viel gibt es heute zu erzählen. Wir trinken zwei ganz hervorragende
Flaschen Rotwein, und zum Nachtisch gibt es noch ei- nen ganz leckeren Dessertwein. Der Nachbar,
er wohnt nur 100m entfernt, wird noch eingeladen. Es wird ein sehr net- ter und fröhlicher Abend!
Morgen soll das Wetter gut werden. Wir wollen dann mit Helen und Ron in die City fahren. Bis morgen
dann!
Freitag, 23.05.03
Um 4:00 Uhr, es ist noch dunkel, kräht der Hahn. Ich schlafe wieder ein. Gegen 7:00 Uhr werde ich
dann wach. David geht zur Arbeit. Um 7:30 Uhr stehen wir auf und frühstücken gemütlich mit Helen.
Ron ist schon zur Arbeit in die Stadt. Heute ist wieder ein herrlicher Tag. Wir haben das schöne
Wetter aus Sydney mitgebracht. Machen heute mit Helen eine kleine Bootstour auf dem Yarra River in
Melbourne City. Vom fluß aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Skyline. wir sitzen draußen in
der Sonne und genießen die Fahrt. Anschließend machen wir einen kleinen Rundgang durch die
Stadt. Freitags ist es hier aber immer sehr ,,bussy", so dass wir nächste Woche noch mal in Ruhe
schauen wollen. Es gibt sehr viele wunderbare alte Gebäude. Auch einige herrliche alte Bankgebäude
sind darunter. Seit wir vor vier Jahren das letzte Mal hier waren, ist sehr viel Neues gebaut
worden. Mel- bourne hat heute 4 Mio. Einwohner. Hier läuft doch alles etwas gemächlicher als in
Sydney ab. Um 15:30 Uhr tref- fen wir Ron und laufen zum Kasino. Was hier abgeht, muss man
einfach gesehen haben.! Das lässt sich allemal mit Las Vegas`s Spielkasinos vergleichen. Spieltische
und Slotmashines soweit das Auge reicht. Über mehrere Stock- werke verteilt gibt es Kinos,
Spielhöhlen, Nachtclubs, Kabaretts, Restaurants, Edelbuthiken und ein sehr teures Hotel. In den
oberen Etagen haben nur Leute mit viel Geld Zutritt zu den Spieltischen. Dort geht es um höhere Beträge!!
Um 17:45 Uhr ist in der Vorhalle des Kasinos eine kleine Lasershow. Die Halle ist sehr
aufwendig und teuer gestaltet mit vielen Wasserbecken aus Marmor, aus denen herrliche, teils farbige
Wasserfontänen sprudeln. An der Decke hängen abertausende kleine und große Kristalle, die von
farbigen Scheinwerfern angestrahlt werden. Ein fantastischer Anblick! Dazu spielt klassische Musik.
Um 18:00 Uhr gehen wir dann vor das Kasino und befinden uns direkt am Yarra River. Hier stehen
vier große Säulen aus Marmor. Bei Dunkelheit werden zu jeder Stunde mittels Gas vier große
Flammen entfacht. Es sieht ganz toll aus! Wir machen ein paar Fotos, auch von der von Lichtern erstrahlten
Skyline, und fahren dann mit Helen und Ron nach Hause. Vorher gehen wir noch in ein
Peking Restaurant essen. Sehr gute Küche für einen vernünftigen Preis. Ron zeigt uns noch den Film
vom letzten Urlaub in Südafrika, Berlin und Schiersfeld. Es war ein sehr schöner Tag heute! Danke,
Helen und Ron!
Samstag, 24.05.03
Was haben wir ein Glück mit dem Wetter! Es ist zwar morgens recht kühl und tagsüber sind es nur
17°-18°C, aber diese Temperaturen haben wir ja im Moment auch in Berlin. Das ist uns lieber, als
wenn es so heiß ist. Wir früh- stücken gemütlich und fahren dann los Richtung Südosten nach
Korumburra zum Coral Creek. Vorher muss Ron noch die Hühner füttern und den Kühen was zu
fressen geben. Ron meint, dass morgen oder übermorgen das zweite Kälbchen geboren wird. Es ist
schön, morgens schon durch den riesigen Garten zu laufen, nach den Kühen und den Hühnern zu
schauen, und den Kakadus, Papageien und allen anderen tollen Vögeln beim Fressen zuzuschauen.
Von hier oben hat man einen herrlichen Blick auf die Berge und die anderen Farmen. Der Nebel steigt
langsam auf. Wir fahren los. Habe vorhin noch ein wenig mit Sascha (dem Hund) gespielt, und Simba
(die Katze) gestreichelt. Coral Creek ist eine alte Kohlemine aus dem 19. Jahrhundert. Man hat ein
kleines Freilichtmuseum errichtet, in dem viele, noch gut erhaltene oder rekonstruierte Gebäude aus
dieser Zeit stehen und die Geschichte erzählen. Die Männer mussten für einen Hungerlohn sehr
schwer arbeiten, und die Gesundheit hat stark gelitten. Gegen 16:00 Uhr fahren wir wieder zurück. Es
sind ca. 70 bis 80 km bis nach Hause. Überall sehen wir saftige Weiden mit vielen Rindern. Ron und
Helen sagen, es gäbe hier sonst noch weit aus mehr Rinder. Aber durch die große Dürreperiode in
diesem Jahr mussten viele Farmer ihre Rinder schlachten, da kein Futter und kein Wasser mehr da
war. Wir fahren vorbei an rie- sigen Feldern, auf denen man Kohl, Kartoffen, Spargel und vieles mehr
anbaut. Langsam wird es dunkel. Es ist jetzt etwa 17:00 Uhr. Wir haben einen herrlichen
Sonnenuntergang! Es wird kühl. Heute Nacht gehen die Temperaturen runter auf 4°C. Die nächsten
Tage gibt es Sonne pur und 16-17°C. Helen macht ein fantastisches Abendessen. Steak und
australisches Hackfleisch, dazu Kürbismus, Silverbeet (Rübe) und Kartoffelpüree. Sehr lecker! Vor
allem der Wein, ein Shiraz, ist wieder sehr ausgezeichnet! Nach dem Essen wasche ich ein paar
Sachen in der Maschine und schreibe ein wenig. Norbert und Ron gucken Fußball. Wenn der
Trockner fertig ist, gehe ich ins Bett. Bin ganz schön müde. Es war wieder ein sehr schöner Tag!
Morgen müssen wir schon recht früh aufstehen. Dann nämlich geht es nach Ballarat, einer alten
Goldgräberstadt nördlich von Melbourne.
Sonntag, 25.05.03
Um 5:40 Uhr kräht der Hahn. Wir frühstücken. Helen hat Probleme mit ihrem Fuß. Sie möchte aber
unbedingt mit uns fahren. Bis Ballarat sind es ungefähr 160 km und zwei Stunden Fahrzeit. Bei Helen
und Ron ist herrliches Wet- ter, und Richtung Melbourne zu ist es noch sehr verhangen. Ron fährt
ausgezeichnet. In Ballarat halten wir vor dem Sovereign Hill, einem riesigen Freiluftmuseum inmitten
eines ehemaligen Goldgräbergebietes aus der Frühzeit des Goldrausches (1851-1861). Wir gehen
beide in die alte Goldgräberstadt, und Ron fährt mit Helen zu einem nahege- legenen See, um zu
relaxen. So braucht Helen ihren Fuß nicht allzu sehr zu belasten. Um 15:00 Uhr holen sie uns hier
wieder ab. Wir haben also 3 3/4 Std. Zeit. Der Eintritt kostet AUD$ 27 pro Person. Die Sonne scheint,
und es ist gar nicht so kalt , wie Helen und Ron gesagt haben. Hier in Ballarat soll es nämlich
meistens etwa 5°C kühler sein, als in Melbourne. Auf dem Gelände bekommt man einen sehr guten
Eindruck davon, was sich zur Zeit des Goldrausches abgespielt hat. Es war bestimmt keine leichte
Zeit. Viele Statisten in historischen Trachten, die die Goldgräber und Stadtbewohner jener Zeit
darstellen, laufen durch die Straßen des Städtchens. Die Wohn- und Geschäftshäuser wur- den jenen
Bauten nachempfunden, die für die Goldgräber errichtet worden waren. Auf Schritt und Tritt fühlt man
sich in die damalige Zeit versetzt. Es gibt viele Vorführungen und Extra- Highlights die man sich nicht
entgehen lassen sollte. Wir essen in der New Yorker Bakery. Die hat erstmals ein Deutscher
betrieben. Sein Vater schickte ihn nach Amerika, um das Bäckerhandwerk zu erlernen. Zur Zeit des
Goldrausches zog es ihn dann nach Ballarat in Australien, und er eröffnete hier eine Bäckerei für die
Minenarbeiter. In der Gießerei schauen wir beim Goldgießen zu. Pferde- kutschen fahren durch die
staubigen Straßen, und am alten Postoffice kaufe ich noch ein paar Tierbriefmarken von Australien.
Gegen 15:00 Uhr laufen wir zum Parkplatz und treffen dort Helen und Ron. Sie hatten auch ein paar
schö- ne Stunden am See. Vom vielen Laufen und Schauen sind wir ganz schön müde. Es war sehr
interessant und informativ. Auf der Rückfahrt schlafe ich im Auto ein. In 1 3/4 Std. sind wir zu Hause.
Helen macht uns ein vorzügliches Essen. Quiche mit Tomaten, Kürbis, Eiern, Wurst usw.. Dazu gibt
es einen Salat und selbst gemachte Rote Bete. Und Ron gießt wieder einen herrlichen Wein ein. Das
Rezept muss ich mir aufschreiben. Jetzt ist es 22:30 Uhr, Norbert schläft schon, und ich bin auch ganz
schön müde. Dann bis morgen! PS - Ron hat vorhin noch Katzenwäsche bei seinen Autos gemacht.
Einen Eimer Wasser für den Mercedes, und den Truck (4W) kurz mit dem Kärcher abgespült! Fertig!
Montag, 26.05.03
Der Tag heute wird wieder schön. Im Moment ist es aber noch ganz schön nebelig. Wir fahren mit
Helen nach Mel- bourne rein. Ron hat wieder für ein paar Stunden in der Stadt zu tun. Zuerst wollen
wir ein wenig durch die Bourke Street laufen. Ich möchte mir gerne einen Opal kaufen. Finde dann
auch einen recht schönen. Da der Laden ein Duty- free-Opalshop ist, bekommen wir 50% Rabatt. Ein
wirklich schönes Stück! Anschließend steigen wir in den ,,City Circle" und fahren fahren ein paar
Stationen bis zum Rialto Tower. Der ,,City Cirkle" ist eine Art Straßenbahn, die einen kosten- los rund
um Central Melbourne fährt (7 Tage die Woche von 10:00 -18:00 Uhr alle 10 Min. und Do. Fr. und Sa.
von 10:00 -21:00 Uhr). An den Docks steigen wir aus und laufen am Dome (Football-Stadion) vorbei
über eine riesige Fuß- gängerbrücke in die Stadt zum Rialto Tower. Der Tower ist mit 253 Metern das
höchste Bürogebäude der südlichen Halbkugel. In ca. 38 Sekunden fahren wir hinauf zur
Aussichtsplattform, dem Observationsdeck. Von hier oben hat man eine herrliche Rundsicht auf
Melbourne (AUD$ 11,80 Eintritt pro Person) . Die Sicht ist nicht ganz klar, aber trotzdem ist es sehr
interessant. Wieder unten gehen wir mit Helen gleich nebenan in ein nettes Cafe. Wir essen ein
Sandwich und trinken einen Cappuccino Dann laufen wir langsam zum Parkplatz zurück und treffen
Ron. Der hat aber noch zu tun, und so bleibt Helen im Auto und wir ziehen noch mal für eine gute 1/2
Stunde los. Wir kaufen für Helen einen schönen Blumenstrauß. Sie freut sich riesig. Für den Abend
laden wir beide zum Essen ein. Im Restaurant bestelle ich Lamm und bin total enttäuscht. Das Lamm
ist zäh und fett. Das Essen geht zurück, und dafür bekomme ich ein ganz hervorragendes Filet Steak!
Auch der Wein schmeckt gut, aber bei Helen und Ron sind die Weine mit am besten! Morgen wollen
wir mit Helen Richtung Dandenong in die Berge fahren. Vielleicht kommt Ron auch mit. Bis morgen,
gute Nacht!
Dienstag, 27.05.03
Ron muss leider doch arbeiten. Helen fährt ihn zur Bahn, und wir frühstücken gemütlich. Ich habe bei
Suzy und Graham angerufen. Wir sind für morgen zum Dinner eingeladen. Helen und ich waschen ein
paar Sachen durch, und wir hängen sie draußen zum Trocknen auf. Ich schaue kurz nach den Kühen.
Es sieht so aus, als ob bald ein Kälbchen kommt. Über- all auf der Farm fliegen herrliche Vögel umher
oder sitzen in den Bäumen und Sträuchern. Viele kleine Vögelchen mit schwarz-weißen Köpfchen und
gelben Flügeln sitzen in den blühenden Sträuchern und saugen den Nektar aus den vielen Blüten.
Jeden Morgen kommen die Kakadus, die roten und die grünen Papageien, die Krähen und die vielen
anderen Vögel zum Fressen hinter das Haus geflogen. Helen und Ron versorgen sie jeden Tag mit
Futter. Sascha kommt mit seinem Knochen angelaufen, und Sammy (Katze) schleicht uns um die
Beine. Sie ist schon 20 Jahre alt. Wir fahren heute Richtung Dandenong in die Berge. Dandenong ist
ein herrlicher Wald mit riesigen Eukalyptusbäumen und vielen wunderschönen Farnen
(Grandfatherfarn). Es gibt hier im Wald wunderschöne Picknickplätze und viele Rundwanderwege. An
den Wochenenden kommen viele Australier mit ihren Kindern hierher um sich zu erholen. Das Gebiet
um Dandenong ist auch bekannt für seinen Obstanbau. Außerdem gibt es viele Baumschulen und
Blumenplantagen (Tulpen, Lavendel, Rosen usw.). Auch einige Weinreben sehen wir. Wir finden
einen wunderschönen Rastplatz direkt an einem Stausee. Da dieses Jahr eine große Dürreperiode
geherrscht hat, haben die Seen nur noch sehr wenig Wasser. Viele Farmer hoffen auf Regen. An
einem ruhigen Plätzchen lassen wir uns zum Lunch nieder. Kaum haben wir unser Essen ausgepackt,
kom- men die Papageien angeflogen und warten auf etwas zu fressen. Helen gibt ihnen Weintrauben.
Das mögen sie scheinbar sehr. In der Sonne ist es jetzt schön warm. Nach dem Essen machen wir
einen kleinen Rundgang durch den Eukalyptus- wald. Wir fahren weiter und halten in einem hübschen
kleinen, und sehr alten Örtchen. Kleine nette Läden säumen die Straße. Wir trinken einen Cappuccino
und fahren dann zurück zum Bahnhof, um Ron abzuholen. Wieder zu Hause, füttert Ron die Hühner
und schaut noch nach den Kühen, und dann fahren wir zum ,,The Stamfort" zum Familienessen. Das
Stamfort hat ein Restaurant, in dem man ohne Kinder speisen kann, und es gibt ein Restaurant extra
für Familien. In diesem Restaurant gibt es ein großes Spielzimmer. Das ist gut, denn wenn die Kinder
nach dem Essen am Tisch anfangen zu zappeln, können sie aufstehen und spielen gehen. Die Eltern
müssen aber immer ein Auge auf ihre Kinder haben. Es sieht hier ein wenig wie in Schweden aus.
Man bestellt sein Essen am Tresen, bezahlt und bekommt eine Nummer, die dann angezeigt wird.
Ron ärgert sich ein wenig, weil das Essen erst nach 45 Min. fertig ist. Außerdem ist es auch noch kalt.
Wir haben einen langen Tisch direkt neben dem Spielzimmer. Linette und Peter sind mit ihren drei
Kindern gekom- men. Auch David ist da. Leider ohne seine Kinder. Es wird ein großes Familienessen
mit sieben Erwachsenen und drei Kindern. Der kleine Blake ist wirklich ein witziges Kerlchen! Norbert
scheint er besonders gerne zu mögen, denn er muss dann auch gleich mit ihm ins Spielzimmer zur
Rutsche. Helen und Ron scheinen zwischen ihren Kindern und Enkelkindern sehr glücklich zu sein!
Gegen 20:30 Uhr fahren wir nach Hause. Linette und Familie sind schon eher gefahren, da die Kinder
morgen zur Schule müssen.

Mittwoch, 28.05.03
Heute legen wir einen Ruhetag ein. Die Sonne scheint, und ich setze mich vors Haus auf die Terrasse
und lese. Norbert will etwas laufen und geht in den Wald gleich kurz hinter dem Haus. Er sieht fünf
riesengroße Kängurus. Auf der Terrasse sitzt es sich herrlich. Man hat eine fantastische Aussicht auf
die umliegenden Hügel und auf die Farmen. Die Vögel zwit- schern in allen Tönen, und ab und zu
fliegt ein Kakadu oder ein Papagei vorbei. Sascha will ein paar Streicheleinheiten und kann gar nicht
genug bekommen. Helen macht uns Luch, und wir essen auf der Terrasse. Gegen 14:00 Uhr fahren
wir los, um Ron von der Arbeit abzuholen. Wir fahren durch die Carlton Street, und halten, um noch
einen Cappuccino zu trinken und für Suzy und Graham einen Blumenstrauß zu kaufen. Gegen 17:30
Uhr sind wir bei Suzy, Graham und Paris eingeladen. Wir werden freudig begrüßt, und es wird ein
netter Abend. Suzy und Graham haben Logier-Besuch. Thomas und Susanne wohnen bei ihnen. Es
ist ein sehr nettes Pärchen. Sie wollen hier für ein Jahr bleiben, arbeiten und Holiday machen. Gegen
21:00 Uhr verabschieden wir uns und fahren zurück nach Lysterfield. Wir sitzen noch lange bei einem
Glas Wein zusammen und reden über die Familie. Morgen ist unser letzter Tag in Melbourne City. Wir
wollen noch mal zum Markt. Bis dann!
Donnerstag, 29.05.03
Das Kälbchen ist da!! Es ist ein kleiner Bulle. Heute geht es noch mal in die Stadt. Wir fahren mit Ron
im Auto mit und parken in Melbourne direkt am Victoria Market. Der V.M. ist der größte Markt, den wir
bisher gesehen haben. Hier gibt es alles, was man sich nur denken kann. Kleidung, Souvenirs, Obst,
Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse, Brot, so- gar einen Friseur usw.. Wir kaufen noch ein paar
Kleinigkeiten, bringen die Tüten zum Auto und fahren mit der Tram ( City Circle) zum Hauptbahnhof.
Hier steigen wir aus und laufen durch das Chinesische und durch das Griechische Viertel. Es ist
angenehm warm, und man kann heute gut ohne Jacke laufen. Wir trinken einen griechischen Kaffee
und essen ein Sandwich. Dann bummeln wir noch ein wenig durch die Straßen. Es ist jetzt 14:00 Uhr
und sehr bussy. Ron erzählt uns, dass vor einigen Jahren nur etwa 1.000 Leute direkt in Melbourne
City gelebt haben. Heute sind es um die 50.000. Nach Melbourne City kommt man eigentlich nur zum
Arbeiten. Viele wohnen am Rande der Stadt oder ganz außerhalb. Für Helen und Ron sind es jedes
Mal 36 km Fahrt pro Strecke. Um 14:30 Uhr treffen wir uns mit Ron wieder am Auto. Zu Hause wartet
Helen schon mit dem Kaffee. Ron sieht nach dem kleinen Kälbchen, nach den Hüh- nern und nach
den Kühen. Ich habe heute früh die ersten tapsigen Schritte vom kleinen Kälbchen gesehen. Jetzt am
Nachmittag wackelt es schon, wenn auch noch sehr unsicher, alleine über die Wiese. Helen ist heute
zu Hause geblie- ben und hat uns einen leckeren Kuchen und ein fantastisches Abendessen
zubereitet. Vor den Essen packe ich schon die Koffer. Dann laufe ich noch mal zur Weide und
besuche die Kühe. Wir genießen das Essen und den Wein. Gegen 19:00 Uhr kommen David, Peter,
Linette und die Kinder, um sich von uns zu verabschieden. Es sind wirklich ganz liebe Kinder und
Enkelkinder, und Helen und Ron können stolz auf sie sein! Dann, als alle wieder fort sind, gibt es noch
einen wunderbaren Nachtisch. Wir haben wieder viel zu erzählen. Morgen um 15:25 Uhr geht unser
Flug nach Singapore. Heute Mittag wurde in Melbourne eine Quantas- Maschine, die nach Tasmanien
fliegen wollte, überfallen. Es war ein Mann, der zwei spitze Stöcke (15 cm ) bei sich trug, und die
Besatzung angefallen und verletzt hat (wohl auch einige Passagiere). Genaueres wurde aber noch
nicht bekannt gegeben. Da werden sie morgen wohl ganz genau kontrollieren. Ich bin jetzt ganz schön
müde. Gute Nacht!


Freitag, 30.05.03
Heute ist unser letzter Tag. Ich bin ganz schön traurig. Habe die Nacht schlecht geschlafen. Wir
frühstücken noch ge- mütlich, und dann muss Ron zur Arbeit. Vorher geben uns Helen und Ron noch
einige kleine Geschenke. Da kommen mir das erste Mal die Tränen. Sie haben uns zum Abschied
eine ganz liebe Karte geschrieben. Auch für Margrit und Arno geben sie uns etwas mit. Das ist ja
wirklich lieb! Margrit und Arno können sie auch gut leiden. Als Ron geht, und wir uns von ihm
verabschieden, gibt es die nächsten Tränen. Ich gehe noch mal raus zu den Kühen und zu den
Hühnern. Es wird wieder ein herrlicher Tag mit viel Sonnenschein und 19°C. Toni kommt auch noch
kurz vorbei, um ,,Auf Wieder- sehen" zu sagen. Wir geben im noch ein kleines Andenken aus Berlin.
Er freut sich sehr. Ich packe die restlichen Sa- chen ein, und gegen 12:00 Uhr fahren wir los. Auch
Simba und Sascha sagen wir noch tschüss. Bis zum Flughafen brau- chen wir ca. 1 Std.. Die
Australier fahren wirklich ganz schön crazy. Das sagen sogar Helen und Ron. Am Flughafen angekommen,
können wir auch gleich unser Gepäck einchecken. Helen sucht sich derweil einen
Parkplatz. Mit Quantas werden wir in Zukunft nicht mehr fliegen. Einige Leute haben uns ja vor der
Reise Quantas empfohlen, aber wir wer- den diese Fluggesellschaft nicht weiterempfehlen. Wir
empfanden die Maschinen als sehr schmutzig, und das Flug- personal sehr unfreundlich! Ferner gab
es bei vielen Passagieren, aus unserer Sicht, unnötigen Ärger mit dem Hand- gepäck!! Kurz vor dem
Zoll verabschieden wir uns nun von Helen. Es fällt uns ganz schön schwer! Am liebsten würden wir
jetzt noch etwas hier bleiben. Wir bedanken uns noch mal ganz herzlich für die liebe Betreuung. Sie
haben uns beide so lieb aufgenommen, als würden wir zur Familie gehören. Vielen Dank, Helen und
Ron!!! Jetzt sind wir durch den Zoll. Wir essen noch ein Sandwich und trinken etwas, und um 15:35
Uhr sitzen wir in der Maschine und warten auf den ,,Take Off", aber nichts passiert. Irgendetwas ist
defekt, und muss erst mal repariert werden. Mit einer Stunde Verspätung fliegen wir dann ab. Bleiben
uns nur noch 50 Min. Aufenthalt in Singapore. Mit nur 20- minütiger Verspätung landen wir um 21:30
Uhr in Singapore. Wir haben nun ein wenig Zeit, uns die Beine zu vertreten. Langsam werde ich
müde. Hoffentlich kann ich auf dem Flug von Singapore nach Frankfurt etwas schlafen. Hier auf dem
Flughafen ist es sehr schwül (Singapore-30°C). Pünktlich sitzen wir in der Maschine, müssen aber
noch 10 Min. warten, da vor uns noch drei Maschinen in der Startposition stehen. Dann heißt es noch
mal 25 Min. warten, und schließlich fällt nach ca. 30 Min. Wartezeit der komplette Strom im Flugzeug
aus - Kurzschluss!!! Das haben wir ja auch noch nicht erlebt! Dann 30 Min. ohne Klimaanlage! Es ist
kaum zu ertragen! Auch diese Maschine ist wieder sehr schmutzig und überall klebt es! Nach etwa 1
Stunde können wir starten. Es ist ein sehr unruhiger Flug, aber trotzdem kann ich doch ein wenig
schla- fen. Ich habe Kopfschmerzen. Wir essen Lachs und trinken einen Rotwein dazu. Schaue mir
einen Film an und spiele ein bisschen. Wir fliegen 12 stunden bis Frankfurt. Bis zum Weiterflug nach
Berlin bleiben uns dann noch 2 Stunden. Gegen Morgen machen wir uns etwas frisch (haben wieder
eine kleine Tasche mit Zahnbürste, Zahncreme, Socken und einer Augenbinde bekommen). Jetzt gibt
es noch ein Frühstück. Um 6:30 Uhr unserer Zeit landen wir in Frankfurt. Unser Gepäck wird von
Melbourne nach Berlin durchgecheckt. Um 8:35 Uhr geht unsere Maschine nach Berlin. In Frankfurt ist
es recht schwül. Hier auf dem Flughafen ist die Hölle los. Die Maschine nach Berlin ist komplett
ausgebucht. In Berlin ist Kirchentag und Pokalendspiel. Für Frankfurt werden heute 28°C
vorhergesagt. Mit 20 Min. Verspätung lan- den wir in Tegel. Auch hier ist es sehr schwül, und es
werden 30°C erwartet. Lufthansa hatte Probleme mit der Reini- gungsfirma, deshalb ging unser Flug
etwas später. Die Reinigung an Bord wurde nur unzufrieden ausgeführt, und so musste noch mal
nachgeputzt werden! Das ist Service! Da kann sich Quantas `ne Scheibe abschneiden!! Oder zwei!!!
Arno holt uns vom Flughafen ab. Wir müssen nur noch auf unsere Koffer warten. Ob sie wohl dabei
sind? Jedes Mal Bangen, aber bis jetzt hat es immer geklappt. Arno ist alleine gekommen. Wir freuen
uns sehr. Es ist sehr drückend. Als wir zu Hause ankommen, fängt es etwas an zu regnen. Es ist
übrigens mittlerweile...... Samstag, 31.05.03 11:00 Uhr. Wir sind ganz schön müde. Im Garten sieht
es aus, als ob wir gar nicht weg gewesen wären. Und, was wir immer sagen, wenn wir nach Hause
kommen, Berlin ist wunderschön grün!! Bärbel und Lothar waren wieder sehr fleißig! Leider müssen
wir am Montag schon wieder arbeiten gehen. Es war ein wunderbarer Urlaub, den wir bestimmt nicht
so schnell vergessen werden. Unser ganzer Dank geht an Helen und Ron, die sich so rührend um uns
gekümmert haben, als wenn wir schon immer zur Familie gehören würden!! Auch den Rest der
Familie haben wir lieb gewonnen! Helen und Ron, wir danken Euch von ganzem Herzen! Wir werden
oft an die schöne Zeit mit Euch denken! Vielleicht kommt Ihr ja bald nach Berlin, oder wir zu Euch. Bis
bald, Australien!!!


Sibylle

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