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Reisebericht Weltreise 1998

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Deutschland-Singapore-Melbourne-Rarotonga-Aitutaki-Tahiti-Moorea-Los Angeles-Deutschland

Montag, 27.04.1998 + Dienstag, 28.04.1998
und sitzen nun in einer Zweierreihe 62H+K! Es ist ein Nichtraucherflug. Nach einer Stunde Flug landen wir
in Zürich. Wir können mit einer Transitkarte das Flugzeug verlassen und uns auf dem Flughafen etwas die
Beine vertreten. Zwei Stunden später geht der Flug weiter nach Singapore. Der Service an Bord ist
hervorragend!
Jeder Sitzplatz hat Fernsehen, Videospiele, Radio und Telefonanschluß! Wir fliegen über das Schwarze
Meer, weiter über das Kaspische Meer und vorbei am Irak. Über Indien kommen wir in sehr starke
Turbulenzen und fliegen fast zwei Stunden angeschnallt. Weiter geht es über den Golf von Bengalen
und Calcutta Richtung Phuket. Es wird schon langsam hell. Wir haben kaum geschlafen. Um 7:30 Uhr
landen wir in Singapore.
Es erwartet uns ein fantastischer und mit viel Marmor erst neu eröffneter Flughafen der Superklasse! 
Wir werden im Transfer zum Hotel gefahren. Es sind jetzt schon 28c. Haben das Orchard Hotel, ein *****
Sterne Hotel gebucht. Da das Hotel in Verbindung mit Singapore-Airlines als Stopover-Programm
gebucht ist , wird der Preis für die Übernachtungen etwas günstiger. Unser Hotel ist Spitze! In unserem
Programm ist eine von ca. drei bis vier Stadtrundfahrten enthalten. Buchen für den Nachmittag eine Fahrt
durch das alte und neue Singapore.Wir erfrischen uns etwas und los geht es zum ersten
Erkundungsspaziergang.
Unser Hotel liegt unmittelbar im Centrum an der Orchard-Road, einer von Singapores Einkaufsstraßen.
Es sind jetzt bestimmt schon 35c! Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch, aber da müssen wir durch. Was uns
dann allerdings in dieser beeindruckenden Metropole erwartet, ist kaum in Worte zu fassen! Sauberkeit
vom Feinsten und die Gebäude sowie die Einkaufscentren, sind eines imposanter als das andere. Auch
hier wurde überall nicht an Marmor gespart. Gehen zurück zum Hotel und starten von hier aus unsere
Stadtrundfahrt. Auf der Tour fahren wir durch Little India, durch China Town, besichtigen zwei Tempel 
und eine Edelsteinfabrik, fahren zum Singapore River und besichtigen das Finanzviertel. Eine sehr
interessante Tour, bei der man mehrmals aussteigen und fotografieren kann. Jetzt überfällt uns auch noch
die Müdigkeit. Sind nun ca. 37 Stunden auf den Beinen! Bis jetzt macht uns die Umstellung noch nicht so
zu schaffen. Zurück im Hotel buchen wir noch für morgen Nachmittag die Sentosa-Tour. Es war ein
aufregender Tag und wir müssen die vielen neuen Eindrücke erst einmal verarbeiten. Um 20:00 Uhr fallen
wir wie tot ins Bett! Übrigens, durch die sechs Stunden Zeitverschiebung ist heute schon Dienstag. 
Also, dann bis morgen!


Mittwoch, 29.04.1998
Wir haben sehr gut geschlafen. Das Frühstücks- Büfett ist ausgezeichnet! Fahren mit der MRT,
Singapores Untergrundbahn, zum Funan-Center. Die Fahrt ist ein Erlebnis für sich! Hier unter der Erde ist
es supermodern und extrem sauber! Don't litter! 500 Dollar Strafe! Nicht spucken! Nicht rauchen! Keine
Kaugummis ausspucken! Alles 500 Dollar Strafe!!! Wir müssen nicht lange warten bis der Zug einfährt. In
den Zügen ist es herrlich kühl. Alles klimatisiert! An der Station City Hall steigen wir aus und fallen bei
schon unerträglicher Hitze fast rein in's klimatisierte Funan-Center. Das Center ist Singapores größtes
Computercenter!
Es ist überwältigend; 4 Etagen und auf riesiger Fläche nur Computerläden! Viele Sachen sind hier um ein
Drittel oder fast die Hälfte billiger. Auch DVD-Recorder werden viel preiswerter angeboten. Übrigens gibt
es viele Cyber Caffee's, wo wir einige Mail's verschickt haben. Z.B. 15 Minuten surfen für 5 Dollar.
1 Singapore-Dollar ca. DM 1,20. Mittlerweile sind wir vom vielen Schauen so geschafft, daß wir uns ein
paar Minuten ausruhen müssen. Nach ca. 3 Stunden haben wir genug!! Essen im Center in einem Thai-
Restaurant sehr gut zu Mittag. Sehr scharf! Fahren dann langsam zum Hotel zurück. In Singapore, in
Australien und in der Südsee ist es in den Hotels so üblich,daß man eine Kaffee- und Teekochgelegenheit
hat. Machen uns etwas frisch,trinken noch einen Kaffee und starten um 16:00 Uhr zur SentosaTour.
Sentosa ist eine Singapore vorgelagerte Insel, die früher englischer Militärstützpunkt war und heute zu
einer Ausflugsinsel mit vielen Atraktionen ausgebaut wird.DieSache hat bereits mehrere hundert Millionen
Dollar verschlungen. Aber Singapore läßt es sich was kosten. Geld spielt hier wohl keine Rolle! Mit der
Seilbahn fahren wir rüber nach Sentosa. Weiter geht es dann mit der Einspurbahn zur Unterwasserwelt
Auf einem Förderband wird man durch einen gewaltigen Acrylglastunnel trasportiert. Es ist sehr
beeindruckend, die Haie und Rochen über sich schwimmen zu sehen. Wir haben auch auf dieser Tour
immer reichlich Zeit, uns frei zu bewegen und die Gruppen sind recht klein. Preis der 3 1/2 Stunden-Tour
mit musikalischem Springbrunnen und Lasershow 52 Dollar pro Person. Alles gut organisiert und
unbedingt zu empfehlen, wenn man nur ein paar Tage in Singapore ist. Um 19:30 Uhr beginnt die
Lasershow. Sehr sehenswert!! Um ca. 20:15 Uhr geht es wieder zurück zum Hotel. Heute hat es sogar
etwas geregnet und es ist sehr schwül. Freuen uns jetzt auf unsere Dusche. Morgen um 18:20 Uhr geht's
zum Flughafen und um 21:45 Uhr geht unsere Maschine nach Melbourne/ Australien.

Donnerstag, 30.04.1998
In der Nacht hat es geregnet. Wollen vor unserem Weiterflug noch ein wenig bummeln gehen. Es ist
heute sehr heiß und bestimmt über 35c. Fahren mit der MRT bis Raffles Place und sind mitten im Finanz-
Center. Ein Bankgebäude ist prächtiger als das andere. Wir laufen am Singapore-River entlang. Hier gibt
es viele kleine Restaurants. Essen in einem mexikanischen Restaurant zu Mittag. Sehr gut!! Gestärkt geht
es weiter über die Brücke am Singapore-River bis zur City-Hall- MRT. Von hier fahren wir zurück zur
Orchard-Road. Die Hitze ist kaum zu ertragen! Laufen die Orchard-Road hoch bis zum Hotel. Um 13:00
Uhr müssen wir aus dem Zimmer. Beim Auschecken erfahren wir, daß uns vor dem Transfer zum
Flughhafen nochmal kostenlos ein Zimmer mit Dusche zur Verfügung gestellt wird. Das ist ja super! Das
nennt man Service! Diese Zimmer heißen hier Hospital-Rooms. Nach dem Duschen geht es uns gleich
wieder besser. Um 18:20 Uhr werden wir mit dem Bus zum Flughafen gefahren. Es regnet jetzt nicht, es
schüttet aus Eimern! Da haben wir ja Glück gehabt! Es ist Rush-our und der Bus kommt nur schwer
vorwärts.Wir brauchen nicht 1/2 Stunde, sondern 50 Minuten! Pünktlich um 21:45 Uhr ist Abflug. Der Flug
mitSingapore-Airlines dauert 6 3/4 Stunden. Es ist ein recht ruhiger Flug.

Freitag, 01.05.1998
Um ca. 6:45 Uhr landen wir in Melbourne/Australien. Es ist leicht bewölkt und sehr kalt. Nur ungefähr 5c!
Holen unsere Jacken aus dem Koffer. Mußten im Flugzeug einen Schein über mitgeführte Lebensmittel
ausfüllen. Die Zollbestimmungen sind hier sehr streng. Auch wurde das Flugzeug sofort nach der
Landung von innen und außen desinfiziert um ein Einschleppen ansteckender Krankheiten zu vermeiden.
An der Gepäckkontrolle müssen wir alle Gewürze auspacken, die wir für Suzy und Graham als Geschenk
dabeihaben. Der Zollbeamte schaut sehr genau und sagt dann freundlich: ,, Mmmh, very good!!" Am
Flughafen wartet Graham auf uns. Freudige Begrüßung! Vom Flughafen fahren wir ca. 1/2 Stunde bis
nach Coburg zu Suzys und Grahams Haus. Werden ganz herzlich von Suzy und ihrer kleinen Tochter
Paris begrüßt. Wollen für 7 Tage in Australien bleiben. Beim Frühstück gibt es viel zu erzählen. Nach dem
Frühstück fahren wir zum Queen Victoria Market, Melbournes größtem und ältestem Markt. Hier gibt es
alles zu kaufen: Bekleidung, Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse und alle nur denkbaren Lebensmittel. Viele
Sachen sind preisgünstiger als bei uns zu Hause. Mit der Tram fahren wir anschließend zum Yarra River
und laufen durch Chinatown. Melbourne ist sehr gut zu Fuß zu erkunden. Die Tram ist kostenlos, und man
kann ein-und aussteigen so oft man mag. Nehmen uns ein Taxi und fahren zurück zu Suzy und Graham.
Wir sind jetzt so müde, daß wir fast im Taxi einschlafen. Legen uns etwas hin, da wir wirklich nicht mehr
können. Danach sind wir noch kaputter als vorher. Jetzt macht sich wohl so langsam die Zeitverschiebung
bemerkbar! Suzy hat ein Barbecue vorbereitet. Heute ist ein für die Australier wichtiges Fußballspiel und
es kommen drei Freunde zu Besuch. Fußball ist hier so ähnlich wie American Football. Das Essen ist
prima. Dazu trinken wir einen sehr guten australischen Rotwein. Es wird ein gemütlicher Abend! Morgen
wollen wir nochmal nach Melbourne reinfahren und für übermorgen haben wir einen Mietwagen gebucht.

Samstag, 02.05.1998
Am Vormittag fahren wir zu einem alten Blockhaus am Yarra River.Es ist ein beliebtes Ausflugsziel der
Einheimischen. Hier wachsen viele Eukalyptusbäume.
Machen mit Suzy und Paris einen Spaziergang. Nachmittags fahren wir dann noch alle zur St.Phillips Bay
/ St. Kilda, auch ein bekanntes Erholungsgebiet der Städter. Von hier aus hat man einen guten Blick nach
Melbourne. Es ist herrliches Wetter und wir haben 18c. Der Herbst hält langsam Einzug. Da Paris
langsam müde wird, machen wir uns auf den Heimweg. Graham hat uns über einen Freund am Flughafen
einen Mietwagen ( Automatik ) für 50 Dollar bestellt. Wir wollen morgen zu einer dreitägigen Rundfahrt
starten. Zum Dinner gibt es Red Snapper mit Muscheln und Reis. Es war ein schöner Tag! Mal sehen,
was uns morgen erwartet.

Sonntag, 03.05.1998
Nach dem Frühstück fährt uns Graham zum Flughafen. Wir übernehmen unseren Mietwagen. Es ist ein
roter Nissan Pulsar, vergleichbar mit Nissan Primera, mit Automatik und Klimaanlage. Der Wagen kostet
pro Tag 50 Dollar plus 12 Dollar Versicherung bei einer Sebstbeteiligung von 300 Dollar. ( Ohne
Zuzahlung zahlt man 500 Dollar Selbstbeteiligung ) Das ist wirklich sehr preiswert. Da ja in Australien
Linksverkehr ist, müssen wir uns erst einmal wieder daran gewöhnen. Wir fahren vom Flughafen auf den
Princes-Highway Richtung Geelong und dann geht es auf den Highway 100 entlang der ,,Great Ocean
Road". Das Wetter ist herrlich und wir haben 17-18c. Zuerst gelangen wir bei Torquay an die Surf-Coast.
Die Stadt gilt als eine Surf-Metropole Australiens. Hier gibt es viele verrückte Surfer. Weiter geht es nach
Angelsea zum Golf-Club die Känguruhs beobachten. Sie sitzen und liegen hier wirklich mitten auf dem
riesigen Golfplatz. Aber es sind nicht nur ein paar wenige, sondern viele, viele!! Große und kleine. Es ist
wirklich komisch anzusehen. Da spielt man Golf , und daneben liegen die Känguruhs. Machen ein paar
tolle Schnappschüsse und fahren dann weiter nach Lorne, wo wir eine Mittagspause einlegen. Das
nächste Ziel ist Apollo Bay, ein kleiner Fischerort, auch hübsch am Meer gelegen. Es ist jetzt 16:30 Uhr
und wir suchen uns langsam eine Unterkunft. In den letzten 1 1/2 Stunden hat es sich bewölkt und es gab
ein paar Regentropfen. Um 18:00 Uhr ist es stockdunkel. Es ist eben Herbst in Australien. Für uns eine
von den Temperaturen her sehr angenehme Jahreszeit zum Reisen. Finden mit unserem Best-Western
Hotelführer direkt in Apollo Bay ein hübsches Motel. Das Zimmer kostet 79 Dollar, und Frühstück können
wir auch ordern. In Australien ist es so üblich, das Frühstück ins Zimmer zu servieren. Anhhand einer
Liste ordert man am Abend vorher sein Essen. Zur gewünschten, und ebenfalls auf der Liste
eingetragenen Zeit wird dann am nächsten Morgen das Bestellte frisch , und sehr appetitlich zubereitet,
durch eine an der Außenwand angebrachte Klappe ins Zimmer geschoben. Ist schon eine tolle Sache! Für
Saft, Rührei mit Speck, Toast, Marmelade und Kaffee zahlen wir 10 Dollar pro Person. Wie in Singapore,
so hat man auch in Australien die Moöglichkeit , Tee und Kaffee auf dem Zimmer zuzubereiten. Sogar die
Betten können beheizt werden. Suzy und Graham haben auch so eine Heizung ! Die Dame an der
Rezeption erzählt uns, daß sie sehr gut deutsch versteht aber leider sehr schlecht spricht. Ihre Mutter ist
gebürtige Ungarin. Werden jetzt noch eine Kleinigkeit essen gehen. Sitzen in einem
Restaurant- Bistro. Man kann hier selber bestellen. Es ist noch ganz leer, als wir um kurz vor 18:00 Uhr
kommen. Norbert ißt Porterhouse-Steak und ich Känguruh - Filet. Alles mit Pfeffersoße Baket Potato und
Salat; dazu Brot mit Butter und natürlich ein australisches Bier! Danach noch einen Cappucino. Es
schmeckt hervorragend! Ich würde sagen Känguruh schmeckt etwas nach Leber und nach Rindfleisch.
Wirklich sehr gut und alles recht Preiswert! Wir zahlen 37 Dollar!! Der australische Dollar steht etwa wie
der Singapore-Dollar; 1 Dollar ca. DM 1,20. Als wir gehen, ist fast jeder Platz besetzt. Im Supermarkt
kaufen wir uns noch Teebaumoel; 50 ml für Dollar 3,80. Das ist superbillig!! Langsam überkommt uns die
Müdigkeit. Morgen geht es weiter zu den 12 Aposteln.
Hoffentlich wird das Wetter schön. Es gibt viel zu sehen. Gute Nacht!

Montag, 04.05.1998
Wir haben sehr gut geschlafen. Heute geht es zu den 12 Aposteln. Es ist heiter bis wolkig und ca. 14c.
Das Frühstück schmeckt wirklich sehr gut. Wir bezahlen und machen noch eine Zimmerreservierung für
den Grampians National Park. Werden wieder im Best Western übernachten. Als wir schon unterwegs
sind , ( ca.5 km gefahren ) merken wir zum Glück, daß unsere Jacken noch im Motel sind. Also wieder
zurück, alles einladen und weiter. Es klärt sich auf und die Sonne scheint. Fahren durch den Cape Otway
N.P. und machen in einem Regenwald halt. Man kommt sich vor wie in einem Märchenwald. Es gibt viele
riesige Farne und andere herrliche Pflanzen zu sehen. Leider haben wir nicht soviel Zeit und müssen
weiter. Schade!! Vielleicht beim nächsten Urlaub. Über eLavern Hill geht es weiter zum Port Campbell
N.P.. Auf ca. 20 km zeigt sich eine zerklüftete und bizarr anmutende Felsküste. ( Eine der
Sehenswürdigkeiten Australiens !! ) Am bekanntesten sind die 12 Apostel, London Bridge und Loch Ard
George. Es gibt hier viele Schiffwracks; fast 200 an der gesamten Great Ocean Road. Wir haben ein
Super-Wetter! Die Straßen sind sehr gut und alles ist hervorragend ausgeschildert. Wir finden, daß die
Outlooks zum Teil nicht so besonders sind, und es gibt kaum Toiletten. Sonst ist aber alles bestens. Bei
ca. 15c laufen die Leute hier schon fast alle in Shorts und T-Shirt herum! Das ist
wie in Norwegen. Die Landschaft erinnert uns teilweise an Dänemark. Es ist jetzt 14:30 Uhr und wir
machen in Warrnambool Halt, um nach den Walen
Ausschau zu halten. Da haben wir aber kein Glück. Die Wale kommen nämlich erst im Juni und Juli zum
Kalben an die australische Küste. Nachdem wir etwas zu Mittag gegessen haben, fahren wir weiter
Richtung Dunkelt zum Grampians N.P.
An der Straße zum Park liegen viele Farmen. Dunkelt ist die Einfahrt zum Nationalpark und hat ein gutes
Visitor-Center. Da es schon 18:00 Uhr ist, fahren wir direkt zu unserem reservierten Hotel nach Halls Gap.
Es liegt wunderschön mitten im Park. Jetzt in der Abendsonne sehen die Berge besonders beeindruckend
aus! Immer wieder gibt es Hinweisschilder auf Emus und Känguruhs. Wir sehen zwei Känguruhs am
Straßenrand stehen. Man sollte hier sehr vorsichtig fahren!!
Sehen auf dieser kurzen Strecke drei tote Känguruhs. Das Motel liegt herrlich eingebettet in den Bergen.
Es kostet pro Nacht 89 Dollar. Das ist o.k.. Über uns fliegen unzählige Kookaburras, auch ,,Der lachende
Hans" genannt. Es ist eine Papageienart, die einem durch ihre typischen Laute lange in Erinnerung bleibt.
Wir rufen Suzy und Graham an. Suzy hat für uns, wenn wir wieder in Melbourne sind, eine Fahrt ins Wine-
County und nach Healesville, einem riesigen Tierpark, gebucht. Haben für morgen wieder ein Breakfast
geordert. Gehen noch etwas essen. Im Restaurant gibt es keinen Alkohol, nicht einmal Bier. Es ist ein
,,BYO-Restaurant" ( ,, Bring Your Own" ). Man kauft nebenan im Supermarket ein Bier oder eine Flasche
Wein und geht dann ins Restaurant und bestellt sein Essen. Gläser kann man sich nehmen und
Flaschenöffner liegen auch da. Ist schon verrückt, aber eigentlich gar nicht so schlecht! Morgen wollen wir
uns etwas im Park umsehen. Hoffentlich wird das Wetter schön!

Dienstag, 05.05.1998
Wir haben gut geschlafen. Es ist sehr nebelig. Fahren nach dem Auschecken erst einmal Richtung
Zumstein, vorbei an vielen Rastplätzen , von wo aus man gute Wanderungen unternehmen kann. Es ist
ein wunderschöner Nationalpark und die Eukalyptusbäume sehen sehr majestätisch aus. Überall duftet es
herrlich nach Eukalyptus. Wir fahren durch riesige Nebelschwaden. Oben auf den Bergen scheint die
Sonne und man kann noch nicht viel sehen. In Zumstein auf dem Parkplatz machen wir Halt. Hier laufen
ganz viele Känguruhs herum. Sie sind so zutraulich, daß man sie streicheln kann. Sie fühlen sich ganz
weich an. Vorsicht ist aber trotzdem immer geboten!! Von einem Aussichtspunkt haben wir einen schönen
Ausblick auf die Berge und das Tal in dem Halls Gap liegt.
Alles andere liegt noch im Nebel. Im Park selbst ist kaum etwas los, aber im Sommer ist bestimmt alles
ausgebucht. Überall sind Hinweisschilder auf Känguruhs.
Wir fahren sehr vorsichtig. Langsam löst sich der Nebel völlig auf und die Sonne scheint. Fahren zurück
nach Halls Gap und verlassen den Park Richtung Arrarat und Ballarat. In Ballarat machen wir eine
Mittagspause und besuchen das Sovereign Hill, eine alte Goldgräberstadt. Ballarat war früher die Stadt,
wo der Goldrausch begann ( 1860-1870 ). Man fühlt sich in die damalige Zeit zurückversetzt. Alle
Einwohner ( Statisten ) tragen die Kleidung von damals. Sind erst spät am Nachmittag hier. In 1 1/2
Stunden wird geschlossen, deshalb kommen wir zum halben Preis rein ( 8 Dollar ). Um alles in Ruhe zu
sehen, sollte man aber schon etwas mehr Zeit einplanen. Wir werden auf jeden Fall im nächsten Urlaub
noch einmal vorbeischauen. Es ist jetzt schon fast dunkel. Die Fahrt geht nun weiter Richtung Melbourne-
Flughafen, wo wir unser Auto abgeben wollen. Die Strecke fährt sich sehr anstrengend! Der Wagen ist
wirklich gut gelaufen, und wir hatten keine Probleme.In den letzten drei Tagen sind wir ca. 900 km
gefahren. Die Tour war wirklich sehr schön! Wir hätten gerne noch etwas mehr Zeit gehabt. Am Flughafen
nehmen wir uns ein Taxi. Um 19:00 Uhr sind wir in Coburg bei Suzy und Graham. Es waren drei
wunderschöne Tage!! Bei einem guten australischen Rotwein und einem ebenso hervorragenden Eiswein
lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Mittwoch, 06.05.1998
Heute wollen wir mit der Straßenbahn nach Melbourne reinfahren. Nach dem Frühstück laufen wir zur
Tram (Straßenbahn) und fahren bis Flindersstreet (Hauptbahnhof). Wir laufen bis zum Rialto Tower, dem
höchsten Aussichtspunkt von Australien. Von hier oben hat man einen tollen Blick auf Melbourne und
die Umgebung. Auf Schautafeln ist alles Wissenswerte gut erklärt. Es wird ein sehr informativer Film über
die Stadt gezeigt! Das Wetter ist, wie immer, phantastisch! Gehen ins Melbourne Centre, um etwas zu
essen. Wir essen im ,, Alten Haus" (Out Back Pub). Ich esse zum erstenmal in meinem Leben Krokodil
und Emu. Das Krokodil schmeckt wie festes Muschelfleisch und das Emufleisch ist rot und sehr
schmackhaft. Känguruhfleisch ist auch dabei, aber das habe ich ja schon probiert. Also, Emu schmeckt
mir am Besten. Für Norbert ist das alles nichts, er bestellt sich Beef Curry. Und was trinken wir dazu?
Natürlich ein Fosters! (australisches Bier). Gehen anschließend ins Internet-Café und schicken eine Mail
nach Old-Germany ( 2 Dollar ). Nun bummeln wir noch ein wenig durch die Straßen und kaufen einen
Koala-Bären. Mit der 19 (Tram) geht es dann für Dollar 1,60 zurück nach Coburg. Suzy hat ein tolles
Essen zubereitet. Es gibt eine riesige Platte mit Beef und Gemüse, dazu australischen Wein. Alles ganz
lecker! Es wird ein netter Abend.

Donnerstag, 07.05.1998
Es regnet ein wenig. Wir fahren mit dem Taxi zur Swansonstreet, von wo aus der Bus startet. Um 9:50
Uhr beginnt die Tour. Wir fahren erst zum ,,Puffing Billy", einer alten Dampflock von früher. Es ist heute
ganz schön kalt ( vielleicht 7-8 c ) und wir frieren ein wenig. Fahren mit der Lock durch den Dandenong
N.P.. Mit den Gumtrees und den Eukalyptustrees sieht es aus wie im Gespensterwald. Wir sehen riesige
Farnbäume und viele Orchideen. Mit der Bahn geht es ca. 30 Minuten durch den Park. An der ersten
Station holt uns unser Tourbus wieder ab. Weiter geht's zum Yarra Glen, einem großen Weinanbaugebiet.
Wir besuchen die Furgenson-Winery und haben hier auch Lunch. Es gibt sehr gutes Beef mit Gemüse
und Kartoffeln, dazu Salat, Kaffee und natürlich roten und weißen Wein. Der rote Wein ist sehr gehaltvoll,
der weiße Wein schmeckt uns nicht so gut. Bei Suzy und Graham schmeckt er uns besser! Die Weinlese
ist hier schon im März; dann gibt es ein großes Fest. Der Bus ist schon da und wir fahren weiter nach
Healesville, wo wir einen großen Tierpark besuchen. Man kann hier fast alle Tiere Australiens bestaunen.
Es gibt viele bunte Papageien. Einer fliegt mir sogar auf den Kopf. Der Wombat, ein Beuteltier, schläft
noch. Die Dingos sind recht munter und der Koala hat gerade Dinner. Das sind schon drollige Tierchen.
Einer schläft und der andere knabbert an den Eukalyptusblättern herum. Ich mache noch ein paar gute
Fotos und dann geht es weiter Richtung Melbourne. Das Wetter hat sich so einigermaßen gehalten, nur
war es ein wenig zu kalt. An der Swansonstreet steigen wir wieder aus und nehmen die Tram Richtung
Coburg. Es ist jetzt Rush-Our. Um 18:30 Uhr sind wir bei Suzy und Graham. Morgen um 7:00 Uhr ist
Aufstehen angesagt. Unser Flug geht um 11:25 Uhr nach Auckland / New Zealand und dann weiter nach
Rarotonga / Cook-Inseln.
Ein langersehnter Wunsch geht dann endlich in Erfüllung, wir fliegen in die Südsee!!!

Freitag, 08.05.1998
Heute wird das Wetter schön. Es ist jetzt 7:45 Uhr. In Auckland / New Zealand ist es schon zwei Stunden
später. Wir überfliegen heute die Datumsgrenze und erleben morgen auf Rarotonga / Cook-Inseln den
gleichen Tag noch einmal!! Es war wirklich schön bei Suzy und Graham. Bey, bey, bis zum nächsten Mal.
Der Flug von Melbourne nach Auckland dauert 2 3/4 Stunden. Wir fliegen mit der Unitet Airlines (
amerikanisch ). Das Essen an Bord ist sehr gut. Beef mit Nußkruste, Gemüse und Kartoffeln, dazu
französischen Rotwein, Butweiser und Kaffee. In 1/2 Stunde landen wir in Auckland. In Auckland ist es
bewölkt bei 16c und etwas Regen. Haben 4 Stunden Aufenthalt. Die U.A. fliegt von hier aus weiter nach
Los Angeles und Chicago. Für uns geht es in 4 Stunden mit der Air New Zealand weiter nach Rarotonga/
Cook-Inseln. Jetzt aber erst einmal in den Transfer. Auckland ist ein toller Flughafen; supersauber, sehr
übersichtlich und gut zum Einkaufen ( günstig! ). Wir geben unser Handgepäck für Dollar 4 in Verwahrung
und gehen etwas Bummeln. Um 21:05 Uhr geht unser Weiterflug nach Rarotonga. Auf diesem Flug
überfliegen wir die Datumsgrenze. Mal sehen, wie spät es dann ist. Hoffentlich kommen wir nicht
durcheinander! Haben meine Uhr auf Deutschlandzeit gestellt; das ist eine kleine Hilfe für uns. Um 2:30
Uhr landen wir auf Rarotonga/ Cook-Inseln. Erleben jetzt den Freitag noch einmal!! Das ist schon recht
komisch und schwer zu verstehen! Von Deutschland aus haben wir noch 1/2 Nacht in unserem Hotel
dazugebucht. Wir können dann gleich bei Ankunft in unseren Bungalow ( Palm Grove Lodges ). Der Flug
dauert 3 3/4 Stunden. Die Maschine der Air New Zealand ist sehr komfortabel.
Wir haben sehr viel Platz für unsere Beine. Sitzen Reihe 18 J+K. Reihe 16 ist noch besser ( mehr
Beinfreiheit ). Haben einen sehr netten älteren Stuard.
Nachdem wir Rotwein bestellt haben, bringt er uns noch einen ganz besonderen Schluck aus der First-
Class. Ein sehr guter trockener Rotwein. Schmeckt hervorragend! Links neben uns sitzen Einheimische
mit zwei kleinen Kindern. Sehr nette Leute. Wir haben gerade die Datumsgrenze überflogen. Es ist jetzt
hier genau 12 Stunden später und noch einmal Freitag. Um 2:30 Uhr Südseezeit landen wir.
Am Flughafen von Rarotonga/ Cook-Inseln herrscht reges Treiben. Bei uns in Deutschland zu dieser
Uhrzeit unvorstellbar. Wir werden mit einem Blumenkranz begrüßt. Als wir im Hotel sind, ist es ca. 4:00
Uhr. Es ist noch dunkel und man kann nicht viel sehen., aber es muß wunderschön sein. Das lange
Aufbleiben hat uns ganz schön geschafft. Legen uns jetzt erst einmal 3 Stunden hin. Das sollte man ja
möglichst nicht tun, aber wir können einfach nicht mehr!! -- Wir haben
sehr schlecht geschlafen. Hier ist es jetzt 4 Stunden später als in Melbourne. Es ist herrlich!!!! Wie im
Traum!! Endlich sind wir in der Südsee!!! Unser Bungalow liegt direkt am Strand. An einem
wunderschönen Strand!! Wir wohnen im Palm Grove, einem hübschen Bungalow-Hotel. 8 der Bungalows
liegen direkt am Strand und ca. 7-8 Bungalows befinden sich in einer kleinen Gartenanlage, die nur durch
die sehr wenig befahrene Inselstraße getrennt ist. Die Besitzer sind
Engländer und sehr nett und hilfsbereit. Draußen am Riff brechen sich die Meter hohen Wellen. Es ist ein
toller Anblick!! Jetzt wird aber erst einmal gefrühstückt.
Auf der Insel gibt es eine sehr üppige Vegetation. Es erinnert uns ein wenig an Grenada in der Karibik.
Wir mieten uns in unserer Anlage für 2 Tage ein Mofa ( Dollar 20 pro Tag ). Um einen Überblick zu
bekommen, wollen wir einmal rund um die Insel fahren. Mit 32 km Umfang ist sie recht klein. Man benötigt
für eine Rundfahrt ca. 1 Stunde; mit Anhalten natürlich viel länger. Es ist überall wunderschön bewachsen
und sehr sauber. Auf der Fahrt sehen wir viele kleine Apartmentanlagen und Bungalows. Größere
Anlagen gibt es so gut wie keine. Das größte Hotel ist das Beachcomber-Hotel. Mit dem Bau dieses
Hotels hat sich die Insel hoch verschuldet. Jeder Inselbewohner ist mit Dollar 5.000 verschuldet! Die
Westseite hat sehr schöne Strände. An der Ostseite ist es mehr steinig. Das Inselinnere ist, bis auf ein
paar kleine Straßen, kaum befahrbar. Avarua, das ist die kleine Hauptstadt der Insel. Man hat hier viele
Einkaufsmöglichkeiten. Wir kaufen für einen Freund eine,, Black Pearl" für Dollar 200 mit Zertifikat. Bei
Trader Jacks essen wir zu Mittag. Sieht aus, wie ein altes Lagerhaus. Hier soll es das beste Sashimi
geben, das ist roher Thunfisch. Am Nachmittag sind wir wieder in unserem Bungalow. Wir nehmen noch
ein Bad im Meer. Es ist ziemlich kalt, aber herrlich erfrischend. Die Müdigkeit überkommt uns. Es war
doch schon ein recht anstrengender Tag. Wir sind Deutschland jetzt genau 12 Stunden voraus. Wenn sie
zu Hause ins Bett gehen, stehen wir hier in der Südsee schon auf und frühstücken. Fahren mit dem Roller
noch etwas essen. Trinken zum Essen einen guten New- Zealand-Wein. Wieder zurück im Bungalow
schläft Norbert sofort ein. Ich versuche noch ein wenig zu schreiben, schlafe aber bei jeder Zeile ein. 
Na,dann schreibe ich eben morgen weiter. Gute Nacht!!

Samstag, 09.05.1998   
Wir haben trotz Meeresrauschen wie die Murmeltiere geschlafen. Gehen jetzt frühstücken und wollen
dann wieder ein wenig mit dem Roller über die Insel fahren. Unser Hotel ist von der Lage her mit das
Beste. Wir fühlen uns sehr wohl!! Vom Bungalow aus springen wir direkt ins Meer. Am Haus befindet sich
eine Dusche und ein Schlauch für die sandigen Füße. Das Pacific-Ressort mit ca. 52 Betten ist auch sehr
schön gelegen.
Unser Roller läuft wie eine Biene. Es ist eine Kawasaki. Auf dem Markt von Avarua kaufen wir drei
Pareus. Wir können etwas handeln und zahlen für einen Pareu ca. Dollar 11 . Für dieses Tuch gibt es
viele verschiedene Wickeltechniken. Die Tücher sind alle aus Baumwolle mit wunderschöner Batik-
Druckerei. Von der Hauptstraße führt eine Schotterstraße Richtung Berge zum Wasserfall. Hier ist es
wunderschön! Nur Wasser ist keines am Wasserfall; wahrscheinlich nur zur Regenzeit. Das Klima zu
dieser Jahreszeit ist ausgesprochen angenehm. Tagsüber ist es nicht zu warm und auch nicht zu schwül;
ca. 27c-28c.
Abends kühlt es sich so ab, daß man gut ohne Klimaanlage schlafen kann ( ca. 20c ). An manchen
Abenden kann man gut einen Pullover vertragen.
Um ca. 7:00-7:30 Uhr wird es hell und um etwa 18:00-18:30 Uhr ist es dunkel; ähnlich wie auch in
Australien. In Avarua essen wir eine Kleinigkeit zu Mittag ( Hähnchen-Filet und Thunfisch-Filet ).  Der
Cappucino schmeckt hier besonders gut. Das Essen ist auch nicht teuer. Für die Neuseeländer ist der
Urlaub hier in der Südsee preiswerter als im eigenen Land. In letzter Zeit kommen auch viele Touristen
aus Amerika. Insgesamt haben die Cook-Inseln jedes Jahr 30.000 Urlauber. Davon sind ein Drittel
Neuseeländer. Wir sind also 2 von 30.000; das ist schon toll! Wir haben uns nun endlich den Traum erfüllt,
und sitzenhier in der Südsee!! Da wir ja  schon viele tropische Inseln und herrliche Traumstrände gesehen
haben, waren wir eher etwas skeptisch, ob es uns so gut gefallen würde. Wir sind aber nicht enttäuscht.
Es ist wunderschön hier!!! Mal sehen, wie die Insel Aitutaki ist; sie soll ja wohl die schönste 
Lagunen-Insel der Südsee sein. Das haben uns auch schon viele Einheimische erzählt. Für heute abend 
haben wir im Rarotongan- Ressort einen Tisch für die Island-Night gebucht. Einheimische führen ihre 
Tänze auf, und es gibt ein Büfett mit Spezialitäten der Insel. Um 18:30 Uhr geht es los. Die ganze 
Show ist einfach phantastisch und ein Muß für jeden Inselaufenthalt!! Die Tänze sind wirklich sehr 
eindrucksvoll. Neben fast nur einheimischen Gästen gibt es ca. 12 Deutsche, 17 Engländer, 
viele Neuseeländer und dann noch einige Gäste aus Amerika, Australien, Südafrika und Österreich; 
also ganz international. Wir haben einen guten Tisch. Die Show dauert eine Stunde. Wir zahlen mit 
Essen und Getränken Dollar 99. Das ist nicht teuer. Hoffentlich werden die Fotos was.
Um 21:15 Uhr fahren wir mit unserem Roller zurück ins Hotel. Ich lese noch ein wenig, dann packt mich
die Müdigkeit. Bis morgen!

Sonntag, 10.05.1998   
Heute ist Sonntag, und dieser Tag ist hier heilig. Da werden noch nicht einmal die Zimmer gereinigt. 
Jeder geht am Sonntag zur Kirche, und davon gibt es  viele auf dieser kleinen Insel. Wir wollen heute mal
faulenzen und ein wenig am Strand laufen. Unser Strand ist ein sehr schöner Strand, aber das Meer
unterspült immer mehr den Strandstreifen mit den vielen Palmen. Irgendwann werden sie auf den Strand
fallen. Um die gesamte Insel zieht sich ein Riff. Das hält die gewaltigen Wellen ab und man kann
gefahrlos baden. Das Wasser schimmert in allen blauen und türkisen Schattierungen, je nach
Sonneneinstrahlung. In allen Hotels in Australien und wohl auch in der Südsee gibt es Waschmaschinen,
evtl. einen Trockner und ein Bügeleisen. Das ist sehr praktisch. Auch hatten wir bis jetzt überall einen
Föhn auf dem Zimmer. Ich werde jetzt noch etwas schreiben und dabei ,, Deutsche Welle" hören. Mal
sehen, was es Neues gibt in der Welt!   

Montag, 11.05.1998   
Heute ist unser letzter Tag auf Rarotonga. Wir mieten uns noch einmal einen Motorroller und fahren die
innere Inselstraße (alte Straße ) Richtung Stadt.    
Kaufen noch ein paar Postkarten und zwei von den Drei- Dollar-Scheinen. Diese Scheine sind nur hier auf
den Cook-Inseln Zahlungsmittel. Auf der Rück-fahrt zu unserem Bungalow fahren wir am Travel-Acency
vorbei und erkundigen uns, wieviel Gepäck wir morgen mit nach Aitutaki nehmen dürfen. Es sind genau
16 kg pro Person. Fahren weiter entlang der Muri Beach und gehen ins Sails essen. Man sitzt hier sehr
schön und hat einen phantastischen Blick auf die vorgelagerten Motus. Die Bedienung ist sehr freundlich.
Ich esse eine Seafood-Showder, eine hervorragende Fischsuppe.
Norbert bestellt ein Thunfisch-Käse Sandwich und ein Heinecken. Ich trinke ein Smoothies, das ist ein
Drink mit Vanilleeis, Wassermelone und Banane. Sehr lecker!! Das Wasser leuchtet wieder ganz türkis.
Herrlich!! Anschließend fahren wir zum Hotel zurück. Wir wollen noch einmal baden, ein paar Karten
schreiben und schon ein wenig packen. Das Wasser ist jetzt ganz flach und man kann weit hinauslaufen.
Es ist so klar, daß man bis auf den Grund schauen kann. Zum Sonnenuntergang fahren wir noch einmal
zu einer bestimmten Strandstelle. Hier machen wir noch ein paar schöne Aufnahmen. Langsam
wird es dunkel und die Glühwürmchen liegen wieder. Es ist unser letzter Abend. Es war sehr schön hier
und wir haben uns sehr wohl gefühlt!! Rarotonga wird uns als sehr tropische, freundliche und sehr
saubere Insel in Erinnerung bleiben!! Vielleicht kommen wir ja noch einmal wieder; in ein paar Jahren -
wer weiß ? Es ist Vollmond und die Sterne leuchten ganz hell. Wir werden jetzt packen. Morgen geht es
dann weiter nach Aitutaki. Sie soll die schönste Lagunen-Insel der Südsee sein. Wir bleiben dort vier
Tage. Gute Nacht!   
  
Dienstag, 12.05.1998   
Es ist stark bewölkt. Wir gehen frühstücken und werden um 9:30 Uhr mit dem Bus zum Flughafen
gefahren. Unser Flug geht pünktlich um 10:30 Uhr.    
Einen Koffer deponieren wir am Flughafen und holen ihn auf dem Rückflug wieder ab. Der Flug dauert ca.
50 Minuten. Aitutaki ist ungefähr 260 km von Rarotonga entfernt. Die Insel sieht aus der Luft sehr hübsch
aus. Island Tours erwartet uns am Flughafen und fährt uns zu Rino`s Apartment. Aitutaki ist sehr klein und
man ist in 7 km einmal herum. Ein dreieckiges Riff von 45 km Länge rund um die Insel ließ eine weite
Lagune entstehen. Man sagt, es sei die schönste Lagune der Südsee !! Und, wie wir meinen, zu Recht !!!
Baden direkt am Hotel kann man hier aber nicht so gut, es sei denn, man fährt mit dem Boot hinaus. Und
das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen !! Es ist ein Muß für jeden Aitutaki-Besucher!!
Also buchen wir für morgen eine Bootstour durch die Lagune. Donnerstag und Freitag werden wir uns
dann ein Moped leihen. Rino`s Apartments liegen an einem kleinen Strand. Sie sind recht einfach aber
sauber eingerichtet; allerdings lange nicht so schön, wie auf Rarotonga. Um die nähere Umgebung ein
wenig kennenzulernen, laufen wir Richtung Flughafen die Straße rauf. Es ist hier alles schön sauber und
die Einheimischen sind sehr freundlich. Wir laufen bis zum Ralphies, einem im Reise-führer empfohlenen
Restaurant. Hier werden wir heute Abend essen gehen. Auf dem Rückweg kaufen wir im Mini-Markt
noch eine Flasche Wein. Sitzen jetzt auf unserer Terrasse und beobachten den Sonnenuntergang. Es ist
einfach unbeschreiblich schön!!! So etwas bekommt man nicht oft zu sehen. Die Stimmung ist
phantastisch! Nachdem die Sonne untergegangen ist, gehen wir zu Ralphies essen. Man sitzt hier recht
nett und das Essen ist auch sehr gut.
Wir trinken Hauswein, der Liter für Dollar 20. Norbert ißt Pfeffersteak und ich Vahoo, das ist eine Art
Thunfisch. Das Fleisch ist noch fester als beim Thunfisch und ganz weiß; dazu eine Limonensoße.
Schmeckt hervorragend! Danach noch zwei Kaffee. Jetzt geht's wieder zurück zum Apartment. Es ist
inzwischen 20:30 Uhr und schon ganz dunkel. Morgen heißt es um 7:00 Uhr aufstehen. Um 9:00 Uhr
werden wir zur Lagunen-Fahrt abgeholt. Bis dann!

Mittwoch, 13.05.1998   
Wir haben ganz gut geschlafen. Das Wetter ist herrlich und die Temperaturen sind auch etwas höher als
auf Rarotonga. Werden von Bishop-Cruise pünktlich abgeholt. Mit den Transfers hat bis jetzt alles sehr
gut geklappt ( gute Organisation! ). Wir werden mit einem kleinen Bus zum Boot gefahren und von
,,Captain Wunderbar" begrüßt. Er ist von Aitutaki und wird uns zusammen mit ,,Captain Cook", seinem
Kollegen, auf die Lagune hinausfahren. Bishop Cruise hat drei Boote und zwölf Mann sind daran beteiligt.
Wir steigen auf das Boot und holen im Aitutaki Lagoon Ressort noch drei Leute ab. Auf das Boot passen
zehn Personen. Man hat uns Bishop Cruise empfohlen, da die Gruppen reicht klein sind und die Tour sehr
informativ und lustig begleitet wird.    
Wirklich sehr zu empfehlen!! Die anderen Unternehmen haben auch alle viel mehr Leute an Bord. Es ist
ein wunderschöner Tag! Draußen in der Lagune ist es herrlich! Zuerst fahren wir zur Honeymoon-Island.
Alle 15 Inseln sind unbewohnt, da es kein Trinkwasser gibt.
Auf Honeymoon-Island gibt es eine Vogelart, die nur hier lebt. Die Vögel sind etwas größer als bei uns
eine Möve und haben einen roten Schnabel.
Es ist gerade Brutzeit. Im Juni gibt es hier hunderte von ihnen. Sie lassen sich überhaupt nicht stören. 
Mit uns auf dem Boot sind noch die beiden Italiener und die Frau aus Südtirol. Es ist recht angenehm in 
der kleinen Gruppe. Unsere beiden Kapitäne sind sehr nett und lustig. Weiter geht`s zur Insel ,,Moturakan",
einer Vulkaninsel. Einmal rund-herum in 5 Minuten! Hier gibt es Schnecken, welche die Einheimischen für
ihre Tanzkostüme verwenden. Die braunen Schnecken werden im Meerwasser ausgekocht und erhalten
dadurch ihre weiße Farbe. Wir sind übrigens schon im Wasser gewesen und haben geschnorchelt. Es ist
herrlich!! Das Wasser ist türkis und ganz klar. Hoffentlich werden die Bilder gut! ,,Captain Wunderbar"
füttert die Fische mit Fischresten. Hauptsache, es kommt jetzt kein Hai!!! Das ist aber eher
unwahrscheinlich, da das Riff die gesamte Insel umschließt. Es gibt hier Fische in den schönsten Farben,
und sie schwimmen dicht um uns herum. Es ist einfach toll!!! Teiweise ist es so flach, daß man stehen
kann; und dann plötzlich wieder ganz tief, und man kann gut schwimmen und bis auf den Grund sehen.
Von der Vulkaninsel aus geht es weiter zur ,,One Foot Island". Hier ist der beste Platz in der Lagune
um zu schwimmen und zu schnorcheln. ,,Captain Cook" und ,,Captain Wunderbar" setzen uns ca. 400-
500 Meter vor der Insel im Wasser ab, und wir können den Rest laufen. Das Wasser ist ganz flach und
geht uns nur bis zu den Kniekehlen. Es ist so klar, daß man jedes Sandkorn erkennen kann.
Es läuft sich sehr angenehm. Das Wasser hat eine Temperatur von ca. 24c. Rund um uns herum kleine
unbewohnte Inselchen. Da kommt wirklich Südseestimmung auf!! Hier wurde auch der Film ,,Die Blaue
Lagune" gedreht. Wir haben ja schon Vieles gesehen, aber so etwas Schönes noch nicht!!!
Ist wirklich beeindruckend!! So, wie man es sich eben immer in der Südsee vorgestellt hat!! Während wir
die einmalige Stimmung auf uns wirken lassen, bereiten unsere beiden Kapitäne ein Lunch zu. Gegrillter
Thunfisch mit gemischtem Salat und Kartoffelsalat, Zwiebeln, Brot und Früchten. Den Saft gibt es
ebenfalls umsonst, das Bier muß man bezahlen. Die ganze Tour kostet Dollar 55 pro Person. Das ist nicht
teuer für diese herrliche Rundfahrt, die wir nur jedem empfehlen können!!
In 20 Minuten hat man auch diese Robinson-Insel einmal umrundet. Die Sonne brennt erbarmungslos
und wir müssen uns immer wieder eincremen.
Wir haben schon lange nicht mehr so viel im Meer gebadet wie hier. Es macht aber auch bei so viel
Südseeromantik ganz besonderen Spaß!! Bleiben auf dieser Trauminsel ca. 3 ½ Stunden; dann werden
wir wieder zu unserem Hotel gefahren. Es war ein herrlicher und unvergeßlicher Tag!!! Wir sind ganz
schön kaputt, aber es hat sich wirklich gelohnt. Gehen erst einmal duschen und machen uns einen Kaffee.
Es ist jetzt 16:30 Uhr. So gegen 18:30 Uhr wollen wir wieder zu Ralphies essen gehen. Auch heute haben
wir wieder einen schönen Sonnenuntergang. Ich esse Parrot-Fisch und Norbert Thunfisch. Alles
sehr gut! Um ca. 20:00 Uhr laufen wir im Dunkeln wieder zu unserem Hotel zurück. Fallen erschöpft ins
Bett. Wir hatten aber auch wirklich einen aufregenden Tag! Bis morgen dann!   
  
Donnerstag, 14.05.1998
Wir wollen uns heute einen Roller mieten und ein wenig über die Insel fahren. Da nur die Straße durch
den Hauptort Arutanga asphaltiert ist, sind die übrigen Straßen sehr staubig.
Fahren Richtung Süden. Hier gibt es ein paar kleine Bungalow-und Apartment-Anlagen. Das Aitutaki-
Lodge liegt sehr schön mit herrlicher Aussicht, hat aber keinen Strand zum Baden. Auch in unserer
Anlage kann man nicht baden; da muß man wirklich immer in die Lagune rausfahren..
Wir fahren weiter zum Aitutaki-Lagoon-Resort. Es liegt auf der kleinen Lagunen-Insel Akitua, die durch
eine Brücke mit der Hauptinsel Aitutaki verbunden ist. Diese sehr teure Anlage liegt recht abgelegen in
der Nähe des Flughafens. Große Belästigung durch Fluglärm gibt es aber noch nicht, da nur ca. fünfmal
die Woche eine kleine Propellermaschine startet und landet. Am Aitutaki-Lagoon-Resort hat man eine
herrliche Aussicht auf die Lagune. Hier kann man auch baden. Wir haben aber gehört, daß es hier
Steinfische geben soll! Vorsicht ist also geboten!! Wer aber nach Aitutaki kommt, der muß wissen, daß
man hier das absolute Badeerlebnis nur in der Lagune hat!! Als Captain Bligh 1789 diese herrliche Insel
entdeckte , muß er sich vorgekommen sein wie Robinson Crusoe!! So ähnlich geht es uns auch!! Im
Aitutaki-Lagoon-Resort essen wir einen Lobster-Salat und genießen die herrliche Aussicht. Dann fahren
wir zurück nach Arutanga zur Post. Wir wollen mit dem Travel Acency auf Rarotonga telefonieren und
schon eine Maschine früher fliegen. Es klappt, und so machen wir uns übermorgen vor dem Weiterflug
nach Tahiti (23:50 Uhr) noch einen schönen Tag auf Rarotonga. Zurück in unserem Apartment duschen
wir und fahren jetzt um 16:00 Uhr noch mal Richtung Flughafen. Auf der linken Straßenseite soll eine
Österreicherin mit einem Einheimischen leben und sehr guten Kuchen backen und verkaufen. Sonja heißt
sie und kommt tatsächlich aus Österreich. Sie lebt hier seit 3 1/2 Jahren. Es ist ein netter Nachmittag ,
und wir sitzen und erzählen bis es dunkel wird. Sonja baut alles selber an. Ich trinke Zitronengras-Tee 
und Norbert Kaffee. Dazu essen wir einen leckeren selbst-gebackenen Cocosnußkuchen mit Passionsfrucht-
Bananen-Marmelade. Wir unterhalten uns über die Insel, die hiesigen Probleme und den letzten Zyklon.
Es muß fürchterlich gewesen sein. Sonja erzählt uns etwas darüber. Es hört sich an wie im Film. Ihr Mann
bietet Kanu-Touren zum Riff an. Es wird sogar der Kaffee selber geerntet. Sie haben zwei kleine Katzen
und ein Schwein mit drei Frischlingen. Alles wird ökologisch angebaut. Auf der Insel gibt es schon sehr
viele Probleme mit Chemikalien. Seit einem Jahr hat es nicht mehr richtig geregnet. Deshalb sind die
anderen Inseln auch unbewohnt : weil es kein Wasser gibt!! Und kein Bier!!, sagt ,,Captain Wunderbar".
Wir verabschieden uns von Sonja und ihrem Mann. Es war ein schöner Nachmittag und sehr interessant
mit den beiden zu reden!! Morgen wollen wir auf den Insel-Berg laufen (120m) .

Freitag, 15.05.1998
Heute ist es etwas bewölkt. Das ist aber auch mal ganz gut. Wir lassen uns noch einmal unseren Flug
bestätigen. Es geht alles o.k., und wir werden morgen um 10.50 Uhr abgeholt. Wir wollen uns dann auf
Rarotonga noch ein Tageszimmer nehmen. Mit den Transfers hat bis jetzt alles hervorragend geklappt.
Auf der Post tauschen wir noch etwas Geld. Nun geht es Richtung Fluhafen bis zum Hotel Paradise Cove.
Von hier führt ein Weg hinauf zum Mount Maungapu, mit 124m die höchste Erhebung der Insel. Von oben
hat man eine schöne Aussicht auf die Lagune. Es ist jetzt ca. 10:30 Uhr und trotzdem schon sehr
anstrengend hinaufzulaufen. Nach einer halben Stunde haben wir es geschafft. Der Ausblick ist wirklich
herrlich. Wieder unten angekommen, fahren wir noch einmal quer über die Insel und dann zum Aitutaki
Lagoon Resort. Wollen hier nochmal eine Kleinigkeit essen und die schöne Aussicht auf die Lagune
genießen. Heute gibt es Tuna-Kebab mit Reis und Salat; zum Nachtisch Früchte mit Eis. Der Kaffee ist
vom Haus. Die Sonne läßt sich auch wieder blicken.
Im Schatten kann man sich wunderbar ausruhen, und so sitzen wir ungefähr 2 Stunden hier. Mittlerweile
ist es Nachmittag und wir fahren gemütlich zu unserem Appartment zurück. Nun heißt es Koffer packen.
Morgen geht es nach Tahiti und weiter nach Moorea. Mal sehen, was uns erwartet.

Samstag, 16.05.1998
Heute geht es zurück nach Rarotonga. Pünktlich um 10:15 Uhr werden wir abgeholt und zum Flughafen
gefahren. Wir treffen unterwegs ein Pärchen aus unseren Appartments. Sie hatten in Höhe des
Flughafens einen Plattfuß. Unser Driver holt über Funk Hilfe. Wir fliegen etwas früher los, und sind um
12:15 Uhr wieder auf Rarotonga. Wir warten auf den Transfer-Bus und holen uns unseren
zurückgelassenen Koffer wieder. Es klappt alles prima! Im Edgewater Resort nehmen wir uns für Dollar 50
ein Tageszimmer. Das ist ein guter Preis. Wir können bleiben, bis uns der Airport-Bus um 21:45 Uhr zum
Flughafen bringt. Das Edgewater-Resort ist ein relativ großes Hotel, in der Nähe des Flughafens gelegen.
Wir haben ein gutes Zimmer mit Dusche, und können uns so noch ein paar Stunden erholen. Im
Restaurant , am Meer gelegen, essen wir eine Kleinigkeit zu Mittag. Man hat hier einen schönen Blick.
Das Hotel ist gut besucht. Es gibt aber nur ein kleines Stück Strand , und man kann schlecht im Meer
baden. Also drängeln sich alle am Swimmingpool auf ihren Liegen. Für uns ist es aber noch ein
erholsamer Tag, bevor wir heute Nacht nach Tahiti fliegen. Wir legen uns etwas hin und versuchen zu
schlafen. Mit der Klimaanlage ist es sehr angenehm, obwohl heute nur 23C auf Rarotonga sind. Es ist
leicht bewölkt, und es weht ein leichter Wind. Faulenzen und lesen noch etwas, und gehen gegen
18:30 Uhr noch ins Spaghetti-House eine Kleinigkeit essen. Es ist jetzt 21:00 Uhr und wir werden in 
ca. 45 Minuten abgeholt. Was uns wohl auf Tahiti erwartet? Morgen um 6:00 Uhr fliegen wir dann weiter 
nach Moorea. Mit dem Transfer und dem Einchecken hat alles gut geklappt. Wir haben gehört, daß
die Maschine angeblich überbucht ist. Das kann ich mir aber bei Air New Zealand nicht vorstellen. Wir
haben schon vorreservierte Plätze. Von anderen Deutschen haben wir gehört, daß sie ihre vorreservierten
Plätze gar nicht bekommen haben, und jetzt sogar in anderen Reihen und auseinander sitzen.

Sonntag, 17.05.1998
Mit ca.15 Minuten Verspätung landen wir am Morgen (17.05.98) wohlbehalten um 1:30 Uhr auf Tahiti. Wir
werden mit einem Blumenkranz begrüßt. Bis zum Weiterflug nach Moorea haben wir noch 2 1/2 Stunden
Zeit. Wir gehen etwas trinken. Der Flughafen ist ganz schön groß. Auf dem Flugsteig nach Moorea
ist noch alles dunkel. Pünktlich um 6:00 Uhr startet die Air Moorea. Für den Rückflug bekommen wir zwei
Tickets. Die Dame an der Abfertigung ist nicht gerade freundlich. Hat wohl noch nicht ausgeschlafen! Der
Flug nach Moorea dauert 10 Minuten. Da lohnt es sich fast gar nicht einzusteigen. Es wird langsam
hell. Auf Moorea angelangt, werden wir von Albert abgeholt. Das ist ein Transfer-und Rentalunternehmen.
Mieten uns dort auch gleich für morgen einen Fiat Panda. Unser Hotel liegt sehr hübsch. Wir wohnen im
Les Tipaniers, Bungalow 26, direkt an der Beach. Das große Übel, wo wir uns aber in Deutschland
beschweren werden: wir können erst frühestens ab 10:30 Uhr in den Bangalow. Wir sind jetzt seit gestern
früh 7:00 Uhr auf den Beinen, also fast 28 Stunden, das ist schon ganz schön happig. Erst auf Tahiti 4
Stunden Warten auf den Weiterflug und dann hier nochmal 3 1/2 Stunden Warten, bis wir in den
Bangalow können. Das ist einfach falsch organisiert. Von Tahiti nach Los Angeles steht uns auch noch ein
anstrengender Flug bevor. Als wir endlich in den Bungalow können, legen wir uns erst einmal etwas hin;
so kaputt sind wir! Wir schlafen sofort ein. Haben uns vorsichtshalber den Wecker gestellt. Wir schlafen
2 1/2 Stunden wie die Murmeltiere. Machen uns frisch und gehen in den Supermarkt einkaufen. Morgen
werden wir etwas Geld tauschen. 100 PF = ca. DM 1:70. 100 PF (Polynesischer Franc) ist etwas weniger
als 1 Dollar. Das ist schon komisch, obwohl Polynesien ja französisch ist, haben sie hier ihre eigene
Währung.
Der PF war damals so stabil, daß sie ihre eigene Währung beibehalten haben und der FF abgewertet
wurde. Vor der Reise sagte man uns auch, mit Englisch käme man nicht so gut klar. Das stimmt nicht. Wir
können uns überall hervorragend mit Englisch verständigen. Die Leute sind alle sehr freundlich und nicht
aufdringlich. Überall ist es sehr sauber. Leider ist alles viel zu teuer. Wir buchen bei Albert für 
Dienstag eine Boots-Tour und für morgen um 10:00 Uhr ein Auto.
Den Rest des Tages wollen wir ein wenig Faulenzen. Um 19:00 Uhr gehen wir im Hotel zu Abend essen.
Es ist ein italienisches Restaurant und hat eine hervorragende, auf der ganzen Insel bekannte Küche. Ich
esse Schwertfisch und Norbert Schweinefleisch. Dazu trinken wir einen guten Hauswein. Alles für PF
4.400; das ist nicht allzu teuer. Das Restaurant ist sehr gut besucht. Viele Gäste kommen aus den
umliegenden Hotels. Wieder im Bungalow, versuche ich noch etwas zu lesen . Mir fallen aber vor
Müdigkeit die Augen zu. Norbert schläft schon tief und fest. Also dann, bis Morgen!

Montag, 18.05.1998
In der Nacht war es sehr warm. Für solche Fälle hilft uns immer Franzbrandwein. Kurz einreiben, und man
fühlt sich herrlich frisch! Wir haben etwas mehr als 10 Stunden geschlafen. Das war auch nötig! Nach dem
Frühstück um 10:00 Uhr werden wir zum Autoverleih gefahren. Wir bekommen einen blauen Fiat
Panda für PF 6.200, das sind ca. DM 105. Morgen früh um 8:00 Uhr müssen wir ihn wieder abgeben. Und
los geht es in östlicher Richtung. Von der Hauptstraße fahren wir ab zum Belvedere hinauf. Das ist der
höchste zugängliche Aussichtspunkt der Insel. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf die
Opunohu-Bay und auf die Cook`s-Bay. Hier landete Captain Cook vor ca. 200 Jahren mit seinem Schiff.
Moorea ist das südliche Stück eines damaligen Vulkans. Wenn man hier oben steht, kann man sich eine
Vorstellung machen, wie gewaltig dieser Vulkan gewesen sein muß. Die Insel hat eine sehr üppige
und dicht bewachsene Vegetation. Durch die fruchtbare Erde werden im Inselinneren Obst, Gemüse und
Vanille angebaut. Außerdem gibt es viele Fundstätten der früheren Inselbewohner. Wieder zurück auf der
Hauptstraße fahren wir vorbei am Flughafen in Richtung Süden. Auf dieser Strecke liegt das
Sofitel la Ora. Es ist das schönste und teuerste Hotel der Insel! Für eine Übernachtung zahlt man
zwischen US-Dollar 200-400!!! Die Anlage ist wirklich fantastisch,
besonders die Overwater-Bungalows!! Trotz alledem finden wir den Preis zu hoch. Aber Französisch-
Polynesien ist ja bekannt für seine enormen Preise. Wir fahren weiter bis zum Fährhafen. Es legt gerade
ein Schiff ab und setzt über nach Tahiti. Tahiti liegt nur 16 km von Moorea entfernt. Der Süden
von Moorea ist sehr ruhig, und wir fahren durch viele kleine Dörfer, in denen es nur Einheimische gibt. 
Als wir wieder an unserem Hotel ankommen, ist es Nachmittag. In 60 km fährt man einmal um die Insel.
Zwischen 18:00 und 18:30 Uhr wird es hier schon dunkel. Wir gehen noch etwas essen, und ich schreibe
ein paar Karten. Morgen machen wir die dann Boots-Tour. Gute Nacht!

Dienstag, 19.05.1998
Heute Nacht um 0:30 Uhr war für ca. 1 1/2 Stunden Stromausfall. Ich konnte nicht schlafen, weil es so
warm war. Um 9:30 Uhr werden wir mit einem Truck-Bus abgeholt. Das ist ein Truck mit aufgesetztem
Holzgestell. In dem Holzgestell befinden sich ein paar Plastikfenster, und man sitzt auf einfachen
aufgestellten Bänken. In dieser merkwürdigen Konstruktion wird man ganz schön durchgeschüttelt! Am
Hotel Bali Hai gehen wir auf ein Ausleger-Boot. Wir fahren entlang der Küste, vorbei an der Cook`s Bay
und hinaus zum Riff. Hier gibt es kleine Riff-Haie. Einige Mutige gehen ins Wasser! Wir ziehen es vor, 
im Boot zu bleiben.
Weiter geht die Fahrt zum Beachcomber-Parkroyal, wo es an bestimmten Tagen Delphin-Vorstellungen
gibt. Von hier fahren wir mit dem Boot wieder etwas weiter hinaus Richtung Riff und können auch hier ins
Wasser. Diesmal wagen wir es auch!! Das Wasser ist wunderbar warm und gar nicht tief. Plötzlich
schwimmen Rochen um uns herum!!! Man kann sie fast greifen! Es ist einfach fantastisch!! Sie
schwimmen auf einen zu und um einen herum, ohne daß etwas passiert. Mit unserer Taucherbrille
können wir in dem herrlich klaren Wasser die Rochen gut beobachten. Es ist ein tolles Erlebnis!! Weiter
geht die Fahrt auf ein der Insel vorgelagertes Motu, wo für uns ein Lunch zubereitet wird. Es gibt gut
mariniertes Hühnchen und Schweinefleisch, und natürlich den berühmten rohen Thunfisch. Zubereitung:
Thunfisch in Würfel schneiden, ca. 20 Minuten in Salzwasser einlegen, dann das Salzwasser abgießen
und mit Tomaten, Zwiebeln und Gurken vermengen.Zum Schluß Kokosnußmilch darübergeben und alles
2-3 Stunden ziehen lassen. Schmeckt ausgezeichnet!! Norbert mag es nicht! Dazu gibt es einen leckeren
Rumpunch. Um 15:00 Uhr geht es wieder zurück. Jeder wird an seinem Hotel abgesetzt. Hier auf Moorea
machen viele Japaner Urlaub.
Der Ausflug war recht anstrengend, und wir sind ganz schön kaputt. Morgen legen wir einen Ruhetag ein!

Mittwoch, 20.05.1998
Wir haben gut geschlafen. Heute wollen wir mal ein wenig faulenzen. Mittags laufen wir in das
nahegelegene kleine Einkaufscenter, um etwas zu essen.
Ansonsten ist Baden und Ausruhen angesagt. Unseren Flug für Samstag nach Tahiti buchen wir um. Wir
fliegen anstatt um 18:15 Uhr schon um 11:15 Uhr und haben uns noch für 1/2 Tag im Royal Pappeete
einquartiert. So können wir den letzten Tag auch noch genießen und müssen nicht auf dem Flughafen
rumhängen. Unser Weiterflug mit Air New Zealand nach Los Angeles geht nämlich erst Sonntagmorgen
um 3:00 Uhr. Das Royal Pappeete liegt direkt am Hafen, und so bekommen wir auch noch etwas vom
großen Markt mit. Die Anschlußflüge müßten von Deutschland aus besser oganisiert werden. Man
hängt zuviel kostbare Zeit auf den Flughäfen herum (teilweise bis zu 8 Stunden!). Aus diesem Grund
haben wir viele Flüge umgebucht und uns noch ein Tageszimmer gemietet. Aber noch sitzen wir hier am
Strand von Moorea. Plötzlich wird es ganz dunkel und fängt wie aus Eimern an zu regnen. Es regnet wie
verrückt, den ganzen Tag. Nach dem Abendessen lesen wir noch etwas und gehen dann bald schlafen.
Es regnet die ganze Nacht.

Donnerstag, 21.05.1998
Ich habe schlecht geschlafen, und Norbert hat Kopfschmerzen. Wir mieten uns heute noch einmal ein
Auto. Es ist ein Ding zwischen einem Pick- up und einem Jeep, und es ist ein Diesel. Haben den Wagen
für 8 Stunden gemietet. Um 18:00 Uhr müssen wir ihn wieder abgeben. Bei Albert gab es keine
Mietwagen mehr, und so mußten wir zu einem anderen Anbieter gehen. Diesmal fahren wir in die andere
Richtung. Vor uns am Himmel wird es immer dunkler. Es gibt bestimmt gleich einen gewaltigen
Regenguß. Und es stimmt!! Wir kommen gerade noch bis zum Fähranleger und da geht es auch schon
los. Kein Auto ist mehr auf der Straße. Alle haben sich irgendwo ins Trockene gerettet. Solche gewaltigen
Regengüsse gibt es bei uns nur selten. Und wenn, dann steht meist alles unter Wasser. Hier am
Fähranleger gibt es einen sehr sauberen Imbiß, und wir nutzen die Gelegenheit, um etwas zu essen.-
Bevor der Regen uns überraschte, waren wir noch einmal im Südteil der Insel.
An einer Kirche machen wir Halt. Herrlicher Gesang kommt zu uns herüber. Erst denken wir, daß hier eine
Hochzeit stattfindet. Da aber heute ein Feiertag ist, muß es so etwas wie Erntedank sein. Alle Leute sind
sehr schön gekleidet, und im hinteren Teil der Kirche stehen Mädchen mit vielen weißen
Blumengirlanden. Sie bringen sie zum Altar. Es wird sehr schön und melodisch gesungen und
auch gebetet. Nach dem Gebet geht jeder zu jedem und gibt ihm die Hand oder küßt und umarmt ihn.
Norbert steht etwas abseits und ich, als einzige Weiße, am Kirchen - Eingang. Alle geben mir die Hand
und umarmen mich. Es ist eine eigenartige Stimmung. Mir kommen die Tränen! Es ist ein schöner
Moment, schade, daß Norbert nicht dabei ist!! - Eine Stunde ist vergangen. Wir warten immer noch am
Fähranleger. Das Essen am Imbiß war gut. Langsam wird es wieder hell und hört auf zu regnen. Wir
fahren weiter. Die Berge, die vorhin völlig im Regen verschwunden waren, kommen jetzt wieder aus den
Wolken und dem Dunst hervor. Es ist ein schönes Licht. Kaufen noch etwas ein und geben den Wagen,
da das Wetter so schlecht ist, schon nach 4 Stunden wieder bei Avis ab (6.100 F). Für den Abend
reservieren wir einen Tisch bei uns im Hotel. Es scheint auf der ganzen Insel so geschüttet zu haben.
Inzwischen ist es 16:30 Uhr, und die Sonne läßt sich langsam wieder blicken. Das Licht ist jetzt
wunderschön. Wir gehen zum Steg und noch etwas am Strand spazieren, um noch ein paar Aufnahmen
von der Abendsonne zu machen. Das Essen im Restaurant ist wieder ganz hervorragend. Ich esse
Lammfilet mit Ziegenkäse überbacken, und Norbert bestellt sich Filet Mignon. Dazu einen Salat, einen
guten offenen französischen Rotwein, Espresso und Cappucino. Ganz ausgezeichnet!! Es sitzt sich hier
auch sehr angenehm, und so ist es schon recht spät, als wir wieder zurück zu unserem Bungalow laufen.
Eine Gute Nacht!
Übrigens, in Indonesien sind schwere Unruhen. Präsident Sucharto ist gestern zurückgetreten!!

Freitag, 22.05.1998
Heute ist noch einmal Faulenzen und später Kofferpacken angesagt. Es regnet schon den ganzen
Vormittag. Nachher wollen wir in der Beach-Bar etwas essen. Morgen um 11:15 Uhr fliegen wir nach
Pappeete/ Tahiti. Gegen 15:00 Uhr hört es auf zu regnen. Wir machen noch einen schönen
Strandspaziergang. Dann werden die Koffer gepackt. Mal sehen, wie uns Pappeete gefällt.

Samstag, 23.05.1998
Um 0:30 Uhr werde ich wach. Norbert schläft auch nicht. Es fängt an zu stürmen. Ich liege bis zum
Morgen wach. Der Sturm ist fürchterlich! Es rüttelt und klappert überall, und man hat das Gefühl, das
Dach fliegt weg. Um 7:00 Uhr klingelt der Wecker. Hoffentlich geht heute der Flieger nach Tahiti. In
unserer Hütte sieht es schrecklich aus! Das Dach ist nämlich aus Palmblättern und nun ist die ganze
Hütte, sowohl der Fußboden als auch die Möbel, von Teilen der Palmblätter verunreinigt. Um 10:00 Uhr
sollen wir abgeholt werden. Der Bus kommt pünktlich. Am Flughafen steht eine Maschine der Air
Moorea.Wir geben unser Gepäck ab und können gleich einsteigen. Es ist zwar nicht unser Flug, aber
egal. Wir sind froh, daß wir überhaupt fliegen!
So sind wir schon 1/2 Stunde früher auf Tahiti. Wir sitzen beide ganz alleine in der Maschine. Der Flug ist
sehr unruhig. Nach der Nacht ist das auch kein Wunder. Die Flugzeit beträgt ja nur 10 Minuten, das reicht
uns aber schon. Besser schlecht geflogen als gar nicht!! Auf Tahiti angekommen, nehmen wir uns ein Taxi
und fahren nach Pappeete ins Hotel. Das Taxi kostet in die Stadt 1.500 F und in der Nacht wieder zurück
zum Flughafen 2.500 F!! Im Reiseführer steht auch, daß das Taxifahren auf Tahiti sehr teuer ist. Unser
Hotel Royal Pappeete ist ein sehr altes, aber direkt am Hafen gelegenes Haus .
Es hat bestimmt einmal bessere Zeiten erlebt. Die Zimmer sind einfach, aber sauber und mit Klimaanlage.
Uns war es eben wichtig, vor dem späten Weiterflug noch ein wenig zu schlafen und zu duschen. Wir
zahlen 6.800 F. Das geht. Aber wie gesagt , diese Annehmlichkeiten müßten von Deutschland aus
besser organisiert werden und im Preis includet sein! Das werden wir in Deutschland auch noch einmal
monieren. Unser Taxifahrer holt uns Mitternacht wieder ab. Pappeete sollte man schon mal gesehen
haben. Es ist alles sehr schmutzig. Am Hafen aber liegen die herrlichsten Jachten aus allen Teilen der
Welt. Ein stattlicher Katamaran ankert hier für Charterfahrten. Er ist riesengroß; so etwas haben wir noch
nicht gesehen! Mittags essen wir etwas in einem Straßenkaffee. Es ist sehr laut von den vielen
vorbeifahrenden Autos, und es stinkt nach Abgasen. Nach dem Essen gehen wir auf den Markt von
Pappeete.
Der ist wirklich sehenswert. Hier bekommt man über herrliche Gewürze, Fleisch , Fisch Obst und Gemüse
bis hin zum farbenfrohen Pareu alles, was man braucht. Im Hafen liegt ein großes Kreuzfahrtschiff. Um
18:00 Uhr gehen wir ins ,, Jack Lobster " essen. Wir bestellen Lobster-und Shrimps Burger. Es schmeckt
sehr gut. Wieder zurück zum Hotel, laufen wir am Hafen entlang. Hier stehen jetzt überall kleine Grill-und
Kochbuden. Viele Leute sind gekommen, um etwas zu essen. Es spielt sich alles um diese fahrbaren
Buden ab. Sie haben herunterklappbare Tische, an denen rundherum die Leute sitzen und essen.
Angeboten werden Speisen aus aller Herrenländer. Das ist wohl einmalig in dieser Art. Es ist bis spät in
die Nacht etwas los. Im Hotel geben wir an der Rezeption eine Order, uns zu wecken. Wir können nun
noch ein paar Stunden schlafen. Es ist jetzt 23:00 Uhr. Noch mal unter die Dusche und dann
geht es los. Unsere Maschine fliegt mit 25 Minuten Verspätung. Der Flug nach Los Angeles dauert 7
Stunden / 45 Minuten. Das Wetter in Los Angeles ist sonnig bei 20 C. Mal sehen, wie uns unser Hotel
gefällt. Wir haben im Hollyday Inn Hollywood ein Zimmer für 4 Nächte gebucht. Am Flughafen tauschen
wir etwas Geld und erkundigen uns nach einem Transfer zu unserem Hotel. Es gibt hier Door to Door
Transfers, die etwas billiger sind als ein Taxi. Für die ca. 30-35 km zahlen wir $ 30. Unser Hotel ist wohl
das Hotel am Platze. Sehr gut gelegen, und von unserem Zimmer im 14. Stock haben wir einen
herrlichen Blick auf Hollywood und Los Angeles! Das Zimmer ist sehr schön. Durch den Nachtflug ist
heute schon....

Sonntag, 24.05.1998
Man sagt uns, daß es hier noch bis ca. 20:30 Uhr hell ist. Das ist viel länger als in der Südsee. In
Deutschland ist es jetzt nur noch 9 Stunden im Voraus, und in Los Angeles 3 Stunden später als in der
Südsee. Wir duschen, und um 17:30 Uhr gehen wir noch einmal los.
Wir laufen den Hollywood Blv. hoch und runter und schauen am Chinese Theater vorbei. Hier weden die
aktuellsten Filme uraufgeführt. Überall drängen sich Menschen.
Alle Persönlichkeiten aus der Film-und Musikbranche haben sich hier am Theater mit Fuß-und
Handabdrücken verewigt. Bei den Abdrücken von Frank Sinatra stehen Blumen und eine Kerze. Er ist vor
ein paar Tagen gestorben. Auf dem Hollywood Blv. sind in Gold gefaßte Sterne, in denen alle
Persönlichkeiten rund ums Show- geschäft mit Namen verewigt sind. Es gibt die merkwürdigsten
Geschäfte. In eines davon gehen wir hinein, und denken, wir sind mitten im Gruselkabinett. Die
schrecklichsten Gruselmasken und die häßlichsten, abstoßendsten Sachen, die man sich vorstellen kann
gibt es hier zu kaufen. Aber wir sind eben in Amerika! Die Leute sind alle sehr nett. Wir hatten schon die
Befürchtung, daß uns Amerika nicht mehr so gefällt, wie auf unsere ersten Reisen Ende der 70er, Anfang
der 80er Jahre. Sind aber angenehm überrascht! Es gefällt uns auch diesmal ( das 4. Mal ) wieder sehr
gut. Trotzdem die Devise: Its good to look, but not good to live!! In einem griechischen
Restaurant essen wir etwas zu Abend. Es ist jetzt kühl geworden, aber angenehm. Tagsüber sind es ca.
20C und abends kühlt es sich dann etwas ab. Sehr schön nach den recht schwülen Tagen auf Moorea
und Tahiti. Wir sind ganz schön kaputt. Von unserem Zimmer aus haben wir einen fantastischen Blick
auf  L.A. und Hollywood bei Nacht. Einfach toll!! Stellen uns den Wecker auf 6:30 Uhr. Morgen
um 9:00 Uhr geht`s los zur Stadtrundfahrt. Die Rundfahrt kostet $38 pro Person. Haben gleich noch für
Disneyland mitgebucht. Ein ganzer Tag Vergnügen für $68 pro Person. Das ist nicht teuer. Wir freuen
uns schon. Im Hotel-Fernseher laufen die besten Action-Filme. Gegen 24:00 Uhr schlafen wir dann
endlich mit vielen neuen Eindrücken ein.

Montag, 25.05.1998
Wir sind wie gerädert, als der Wecker klingelt. Gehen erst einmal frühstücken und dann geht
es los zur Stadtrundfahrt. An dieser Tour nehmen nur 25 Leute teil. Das ist sehr angenehm.
L.A.Tours setzt überwiegend nur kleine Busse ein. Alle Vans haben getönte Scheiben und
Klimaanlage. Die Rundfahrt ist sehr informativ und gefällt uns gut. Man kann auch immer
überall aussteigen und sich in Ruhe umsehen und fotografieren. Die Tour ist englischsprachig.
Zuerst geht es nach Downtown L.A. ins Banken-Zentrum, dann weiter zum Music-Center mit
dem Dorothy Chandler Pavillon, wo die Oscars verliehen werden. Anschließend weiter zum
Civic Center und zur Olvera Street, der Geburtsstätte Los Angeles. Dann durch Hollywood
zum Chinese Theatre und zum Sunset Blvd., wo der Film ,,77 Sunset Strip" gedreht wurde.
Der Busfahrer hält an allen Sehenswürdigkeiten und läßt uns genügend Zeit.Wir fahren weiter
nach Beverly Hills, dem Wohnviertel der Filmstars und zum Rodeo Drive, wo Julia Roberts in
dem Film ,,Pretty Woman" Shopping machte. Der Rodeo Drive ist die teuerste Einkaufsstraße
der USA. Anschließend geht es noch zum Universal-Studio-Walk, einer Straße vor den
Universal Filmstudios, wo man essen, bummeln und sich amüsieren kann. Alles in allem eine
abwechslungsreiche, gut durchorganisierte Tour. Sehr zu empfehlen!! (vielleicht kombiniert mit
Santa Monica Beach oder Universal Studios) Dauer unserer Tour: gut 4 Stunden. Wir sind
wieder in unserem Hotel. Es ist jetzt leicht bewölkt. Machen uns frisch, gehen mexikanisch
essen und laufen zum Sunset Blvd. Der Tag war sehr interessant aber auch recht ansrengend,
und wir sind ganz schön geschafft. Inzwischen sind wir wieder in unserem Hotel. Wir stehen
am Fenster und vor uns liegt ein herrlich anzusehendes Lichtermeer! Los Angeles bei Nacht!

Dienstag, 26.05.1998
Heute steht Disneyland auf dem Programm. Um 7:00 Uhr klingelt der Wecker. Wir sind noch
ganz schön müde. Bis Anaheim fahren wir ca. 1 Stunde. Das Wetter ist super, und wir haben
angenehme 20C. Um 10:30 Uhr sind wir im Park. Einiges hat sich verändert. Wir waren ja
auch schon lange nicht mehr hier. Die alten Parkplätze gibt es nicht mehr und außerhalb des
Parks wird viel gebaut. Wir fahren auf einen großen Parkplatz und werden mit der
Pinoccio-Bahn in ca. 10 Minuten zum Parkeingang gefahren. Im Preis ist die unbegrenzte
Benutzung aller Attraktionen eingeschlossen. Ansonsten ist noch Vieles so, wie wir es aus
früheren Jahren in Erinnerung haben. Nur viel voller ist es geworden. Im Tomorrowland
besuchen wir zwei Attraktionen, die haben es ganz schön in sich! Werdenden Müttern und
Kindern unter 3 Jahren ist der Zutritt nicht gestattet, und man muß sich in guter körperlicher
Verfassung befinden. Mickeys Toonland ist neu, das gab es damals noch nicht. Sehr hübsch
gemacht, sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene. Die Temperaturen sind sehr angenehm.
Wir sind jetzt, mit dem Besuch Disneyworlds in Florida, das 4. Mal im Park. In einem der
vielen Läden kaufen wir uns einen kleinen Bären. Um 16:00 Uhr gibt es noch eine Parade
mit vielen tollen Kostümen durch den Park. Obwohl man heute an fast allen Attraktionen
sehr lange warten muß, ist es trotzdem wieder ein Erlebnis für uns. Um 18:00 Uhr werden
wir in unser Hotel nach Hollywood zurückgefahren. Wir sind ganz schön kaputt! ich weiß
gar nicht, wie wir es vor Jahren für 12 Stunden im Park ausgehalten haben. Von Disneyland
bis zurück nach Hollywood brauchen wir eine Stunde. Es war ein schöner Tag! Wir gehen
noch italienisch essen und dann geht`s ab ins Bett. Die Zeit vergeht hier wie im Flug.
Morgen wollen wir zur Santa Monica Beach. Wir werden versuchen, mit dem Bus
hinzukommen. Gute Nacht!!

Mittwoch, 27.05.1998
Wir haben gerade gefrühstückt. Wie immer hatten wir Ei mit Speck und potatoes,
Orangensaft, Toast mit Marmelade und Kaffee. Wir wollen jetzt mit dem Bus zur
Santa Monica Beach fahren. Es ist herrliches Wetter; wird wohl heute etwas wärmer.
Der Bus kommt. Wir können aber nicht mitfahren, da wir kein passendes Fahrgeld haben.
Also besorgen wir uns am Chinese Theatre erst einmal Kleingeld und dann klappt es.
Wir nehmen den Bus 217 bis Fairfax und steigen dann in den4er Bus, der bis zur Santa
Monica Beach fährt. Der 4er Bus ist gerammelt voll, und wir müssen eine Weile stehen.
Mit Umsteigen sind wir 1 1/4 Stunde unterwegs. Es ist schon ganz schön warm. Um 11:00 Uhr
sind wir an der Beach. Der Strand ist enorm breit, und auf das Meer hinaus erstreckt sich die
Santa Monica Pier. Hier werden die Beach-Filme mit der Life-Guard gedreht. Es reiht sich eine
Beach an die andere. Nördlich liegt die Malibu-Beach.
Jetzt liegen nur wenige Leute am Strand. Im Sommer muß hier die Hölle los sein.
Bis Mitte Mai sind Bikes und Roler Blades an der Beach Road erlaubt.; danach bis
Oktober dann, wegen der vielen Leute, nicht mehr. Wir laufen vom Strand in die
Stadtmitte, und gehen im Shopping-Center ein wenig bummeln. In der Fußgängerzone
essen wir Thunfisch und Pizza. Anschließend laufen wir noch über den Markt und fahren
dann, um 14:00 Uhr, mit dem Bus zurück nach Hollywood. Auch auf der Rückfahrt ist der
Bus sehr voll. Für heute abend haben wir im Windows-Restaurant einen Tisch bestellt.
Das Restaurant gehört zum Hollyday Inn und befindet sich in der 23. Etage mit herrlicher
Aussicht auf Los Angeles. Heute ist es ganz schön warm. Gegen Abend machen wir uns
auf in den 23. Stock. Das Restaurant ist rund , und die Tische stehen am Fenster und in der
Mitte des Raumes auf einer großen Drehscheibe. Wir wollen erst ans Fenster gesetzt werden,
merken dann aber, daß sich der Innenteil dreht und man so innerhalb einer Stunde
(eine Um- rundung) eine herrliche Aussicht in alle Himmelsrichtungen genießen kann.
Als Vorspeise wählen wir eine Hühnersuppe mit Spinat, einen gemischten Salat und als
Hauptgericht Paramount-Filet. Dazu trinken wir einen roten Cabernet Savignon aus Italien.
Zum Dessert entscheiden wir uns für Tiramisu, Erdbeer- törtchen und zum Abschluß einen
Espresso. Alles sehr gut und sehr zu empfehlen!! (Kosten: 81 Dollar) Zum Preis hinzu kommt
immer noch ein Bedienungs- geld von 15%. Das ist sehr viel, aber die Kellner leben
hauptsächlich von den Trinkgeldern. Wenn man hier im Restaurant ißt, hat man meist eine
musika- lische Unterhaltung. Es wird life gespielt. Sehr angenehm und nicht zu laut! In der Zeit,
in der wir jetzt hier sitzen, haben wir uns zweimal gedreht. Wieder auf unserem Zimmer packe
ich noch ein wenig. Morgen geht es zurück nach Frankfurt. Es wird wieder ein langer und
anstrengender Tag. Um 13:00 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt.(Fahrt zum Flughafen mit
Reservierung: 24$ + 4$)

Donnerstag, 28.05.1998
Heute ist Abreisetag. Um 17:10 Uhr geht unser Flug mit Air New Zealand nach Frankfurt.
Morgen, am Freitag, landen wir am Nachmittag in Berlin- Tempelhof. Wir waren gerade noch
einmal am Hollywood Blvd. und haben eine Levis gekauft. 40 Dollar haben wir bezahlt. Bei
uns zu Hause zahlt man das Doppelte. Werden jetzt duschen, den Rest packen und dann
geht`s los. Die Fahrt bis zum Flughafen dauert 45 Minuten. Der Air New Zealand-Schalter
ist schon offen. Wir checken ein, und erfahren, daß die Maschine wegen technischer Mängel
1 1/2 Stunden Verspätung hat. Also, Abflug erst um 18:30 Uhr. Die Maschine kommt aus
Auckland. Da werden einige Passagiere ganz heftige Probleme mit den Anschlußflügen
haben. Wir sitzen in einer Dreierreihe neben einer netten Frau aus Armenien. Sie lebt in
L.A. und fliegt auf Urlaub nach Hause. Bis Frankfurt fliegen wir 10 Stunden und 50 Minuten.
Es ist ein ruhiger Flug. Ich kann sogar etwas schlafen. Das Essen ist wieder sehr gut,
nur der allgemeine Service läßt sehr zu wünschen übrig. Außerdem haben wir gehört,
daß diese Maschine wieder, wie auch schon auf Rarotonga, mit 25 Passagieren
überbucht ist! Also, in Zukunft nicht mehr mit ANZ!! Quantas soll noch ganz gut sein.
Gegen 14:20 Uhr MEZ landen wir in Frankfurt. Um 16:50 Uhr geht unser Weiterflug nach
Berlin-Tempelhof. Unsere Koffer werden durchgecheckt; hoffentlich geht das gut. Wir haben
noch etwas Zeit, machen uns frisch und trinken einen Kaffee. Der Flug mit Eurowings ist
Spitze!!Super Service!! Wir fliegen 1 Stunde und 20 Minuten. In Berlin gelandet, ist
Treibhauswetter. Schwüle 30C!! Schlimmer als im Urlaub! Heute ist...
Freitag,29.05.1998 ...und Berlin hat uns wieder!!! Eine schöne Zeit geht zu Ende.
Wir werden noch oft an diese interessante Reise zurückdenken.!!!

Sibylle

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